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Review: Lunistice

Eine Zeitreise und Liebeserklärung an die gute alte 32-Bit Ära!

Auf den Punkt gebracht ist Lunistice ist ein stark komprimierter 3D-Plattformer der aussieht als wäre er der 32-Bit Ära der ersten PlayStation und des Sega Saturn entsprungen. Aber man sollte sich hier nicht abschrecken lassen, das nur rund 5 Euro teure Spiel bietet eine kurzweilige, gut ausbalancierte Erfahrung, die den Spieler schnell in ihren Bann ziehen kann. Lunistice macht nicht den Fehler ein Best-of vergangener Zeiten zu sein, viel mehr konzentriert man sich auf einige durchdachte Gameplaymechaniken, die jedoch mit einer überraschenden Exzellenz  in das Spiel integriert wurden.

Im Spiel durchlauft ihr genretypisch verschiedene Themenwelten. Als Hana, eine Tanuki, reist ihr durch sieben  verschiedene Bereiche der Traumwelt, um die Geheimnisse von Lunistice zu lüften. Diese Welten konzentrieren sich im Allgemeinen auf eine bestimmte Mechanik: Grind-Rails, rhythmusgesteuerte Plattformen. Jede Welt ist in zwei Level aufgeteilt und während die Level im Allgemeinen recht schnell abgeschlossen werden können, gibt es zusätzlich zu einem Highscore-System, das für Wiederspielbarkeit sorgt, eine Menge optionaler Sammelobjekte zu finden. Die Begrenzung auf zwei Levels pro Welt stellt jedoch sicher, dass keine der Mechaniken jemals überstrapaziert wird. Im Gegenteil, manchmal hätten wir uns gewünscht, dass es in einigen Welten mehr Stufen gäbe, da die Mechanismen mit der nötigen Zeit noch eingehender gemeistert werden könnten. Das ist insgesamt das größte Manko von Lunistice. Es fühlt sich oft so an, als würde man nur an der Oberfläche dessen kratzen, was das Potenzial hat, ein noch viel besseres Spiel mit mehr Tiefgang zu sein.

Das eigentliche Jump´n Run-Gameplay selbst fühlt sich eingängig und sehr reaktionsschnell an. Die Bewegungen sind so geschmeidig und leicht, dass sie sich sehr natürlich anfühlen. Wenn man sich zum Beispiel beim Laufen umdreht, wird man nicht sofort umgelenkt, sondern macht einen Bogen um die eigene Achse. Die Bewegungsmöglichkeiten beschränken sich auf einen Doppelsprung und einen Spinning-Angriff. Der Spinning-Angriff kann auch am Ende eines Doppelsprungs eingesetzt werden, um zusätzliche Gleitstrecke zu gewinnen, oder gleichzeitig, um zusätzliche Höhe zu gewinnen.

Die getestete Switch-Version von Lunistice fühlt sich aus technischer Sicht einwandfrei an. Die absichtliche Mitte der 90er Jahre inspirierte Grafik präsentiert Low-Poly-Modelle und niedrig aufgelöste Texturen mit einem optionalen CRT-Filter, um den Effekt zu verstärken. Die Bildrate blieb während meines gesamten Durchspielens konstant bei 60 Bildern pro Sekunde. Auch die Ladezeiten sind schnell. Das ganze Spiel fühlt sich hervorragend auf die Switch zugeschnitten an, ohne Leistungsunterschiede zwischen angedocktem und Handheld-Spiel.

Lunistice am Steamdeck

Gleiches gilt uneingeschränkt auch für den PC Handheld von Valve. Lunistice scheint wie gemacht für das Steamdeck zu sein. Das Spiel läuft butterweich und wird wunderbar angepasst. Natürlich macht Lunistice auch auf dem großen TV-Schirm Spaß, aber da wie dort zeigt sich, dass dieses Spiel gerade im Handheld-Modus eine echte Bereicherung für eure Spielbibliothek darstellen wird.

 

Meinung:
Lunistice ist ein gekonnt gestalteter 3D-Plattformer, der alles erreicht, was er sich vorgenommen hat. Die Stages sind gut designt und wiederholbar, die Steuerung ist knackig und reaktionsschnell und die Performance ist perfekt. Das einzige große Manko des Spiels ist, dass es so schnell zu Ende geht und viele seiner besten Ideen nicht ausgeschöpft werden. Lunistice fühlt sich an, wie ein Vorgeschmack auf eine hoffentlich viel größere Fortsetzung! Mehr davon Bitte!

Wertung: 8/10

Fazit

Wertung - 8.1

8.1

Genre:  Action Plattformer
Entwickler: A Grumpy Fox
System: Nintendo Switch, PC
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 5 Euro

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