FilmFilm-ReviewHighlightNews

Review: Justice League Dark: Apokolips War

Marvel hat seit jeher mit dem eigenen Filmstudio die Nase im Kino vorne. Das DC-Kino-Universum kam nie so recht in Fahrt, stauchelte und fiel gehörig auf die Nase. Dafür ist DC äußerst erfolgreich im Bereich der Animationsfilme und hat dort ein ganzes zusammenhängendes Universum aufgebaut.

Justice League Dark: Apokolips War ist nicht nur der 38. DC Universe Original Movie, sondern auch der 15. und letzte Teil jener Reihe, die in einem gemeinsamen Universum spielt, das 2013 in Justice League: The Flashpoint Paradox gestartet wurde. Apokolips War nutzt diese gewisse Endgültigkeit dafür, in eine komplett neue Richtung zu gehen, die nur wenige Parallelen mit dem Comic-Quellenmaterial aufweist.

In Justice League Dark: Apokolips War ist die Erde dezimiert nachdem der intergalaktische Tyrann Darkseid die Justice League in einem Krieg regelrecht zerstört hat. Viel Gegenwehr ist nicht mehr übrig. Nun müssen sich die Justice League, die Teen Titans, die Suicide Squad und andere versprengte Helden neu formieren. Die zentralen Figuren sind Superman, John Constantine und Raven. Sie müssen die verzweifelte Truppe zusammenhalten und eine Strategie entwickeln, um den Krieg gegen Darkseid zu gewinnen.

Die Filme sind von dem Comic-Reboot New 52 (von 2011) inspiriert, wodurch sich die teils starken Abweichungen zum Comic-Kanon erklären lassen. Die Macher können in diesem Universum fast alles tun, was sie wollen. Somit ist kein Charakter sicher und kann ein trauriges Schicksal erleiden.

Der Vorteil dieses letzten Films in der Reihe ist, dass er ein massives Maß an Freiheit hat. Apokolips War kann tun was immer er will ohne Angst haben zu müssen, was das alles für zukünftige Fortsetzungen bedeutet. Die Geschichte verschiebt sich schnell in eine unerwartete und verlockende Richtung, die aus mehreren Gründen einen ähnlichen Akkord wie die Spiele von Injustice: Gods Among Us anschlägt.

Man sollte sich auch auf ein großes Maß an Gewalt vorbereiten. Die Kampfszenen sind intensiv und oft sehr actionreich, aber auch teilweise sehr, sehr blutig. Klar, damit kann man das amerikanische R-Rating ausnutzen, einen wirklichen Grund, der in der Story verwurzelt ist, gibt es aber nicht.

 

Wertung

Fazit - 8

8

Das Ende von Apokolips War kommt ein bisschen zu plötzlich. Noch bevor sich der Staub der letzten Konfrontation und einer dramatischen Entscheidung legt, ist die Geschichte dieses DC-Universums zu Ende erzählt. Abgesehen davon schafft es Apokolips War allerdings, ein erfreuliches und emotional resonantes Finale zu schaffen.

Kurzinformationen
Filmlänge: 90 Minuten
Land, Jahr: USA, 2020
Genre: Animation, Action
Regie: Matt Peters, Christina Sotta

Ähnliche Artikel

Überprüfen Sie auch
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"