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Review: Invincible (Band 2)

Das Franchise Invincible boomt aktuell, wie selten zuvor. Am 26. März, also in wenigen Tagen, erscheint exklusiv auf Amazon Prime Video eine sechsteilige erste Staffel als Zeichentrickserie. Zudem ist auch eine Realfilm-Umsetzung in Planung – auch, wenn diese noch etwas auf sich warten lässt.

Grund für den Hype um die Reihe sollte aber die Vorlage selbst sein. Die Comic-Serie von Robert Kirkman (The Walking Dead) und Zeichner Ryan Ottley (The Amazing Spider-Man) gilt als ungewöhnliche Verbeugung vor dem Superhelden-Genre und Coming of Age-Held:innen, wie Spider-Man, im Speziellen.

Achtung! Diese Review enthält massive Spoiler zu Band 1 von Invincible

Im ersten Band lernten wir Mark Grayson als einen gewöhnlichen Jugendlichen kennen – mit einer gewaltigen Ausnahme: Er ist der Sohn des stärksten und bekanntesten Superhelden der Erde, dem einzigartigen Omni-Man. Lange Zeit dachte sich Mark, dass er selbst keine Superkräfte entwickeln würde, bis er eines Tages… doch Kräfte ausbildet und Seite an Seite als Invincible mit seinem Vater auf Verbrecher:innenjagd geht.

Action kommt auch nicht zu kurz | © Cross Cult

Alles läuft perfekt für Mark. Er ist nun ein Superheld und auch als Teenager hat er zum ersten Mal alles im Griff – bis zu einem gewaltigen Twist am Ende des Bandes. Omni-Man ist gar kein Mensch, sondern ein Wesen von einem fremden Planeten, das geschickt wurde, um die Erde zu unterwerfen und unter seine Kontrolle zu bringen. Damit konfrontiert, entscheidet sich Mark für die Erde und gegen seinen Vater, den er folglich bekämpfen muss – und verliert.

Love is in the air | © Cross Cult

Was denn noch alles?

Trotz seines triumphalen Sieges gegen seinen Sohn, entscheidet sich Omni-Man vorerst dagegen, die Erde zu unterjochen und verlässt aus unerklärlichen Gründen den Planeten und seine Familie. Mark, brutal von seinem Vater zusammengeschlagen, kehrt nachhause zurück und muss mit den Folgen leben. Er ist nicht nur von seinem Idol gedemütigt, gebrochen und besiegt, sondern auch von seinem Vater verlassen worden – ebenso, wie seine Mutter. Diese verkraftet den Verlust ihres Ehemanns nur äußerlich gut und scheint innerlich sehr darunter zu leiden.

Es ist nicht leicht… | © Cross Cult

Als wäre dies nicht genug, muss Mark sein „normales“ Teenagerleben mit Schule, Freund:innen und dem anderen Geschlecht auch noch unter einen Hut bekommen. Zudem ist er nun in Abwesenheit seines Vaters der mächtigsten Superheld der Erde und Beschützer dieser. Hat irgendjemand etwas von Druck gesagt?

Lachen ist die beste Medizin

Trotz dieser harten und düsteren Thematik aus Verantwortungsgefühlen, Verlust und Trauer kommt auch in diesem gewaltigen Sammelband von Cross Cult der Humor nicht zu kurz, was das gesamte Geschehen immer wieder auflockert und dafür sorgt, dass sich die Story stets leicht zu lesen anfühlt.

Fazit

Auch der zweite Band von Invincible überzeugt uns voll und ganz. Kirkman weiß einfach, wie er interessante Geschichten schreibt und diese in ein spannendes, großes Ganzes einwebt. Zudem erfüllen die glatten und geradlinigen Zeichnungen von Ryan Ottley ihren Zweck und passen ideal zu einer Coming of Age-Geschichte, wie dieser. Empfehlung: Lesen!

Infos:

Verlag: Cross-Cult (im Original: Image Comics)
Seiten: 320
Autor: Robert Kirkman
Zeichner: Ryan Ottley, Cory Walker
Preis: 30 Euro

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