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Review: Exo One

Wer wollte noch nie ein außerirdisches Frisbee sein?

Exo One ist nach Unknown Orbit bereits das zweite Spiel von dem Studio Exbleative, das aktuell nur aus Jay Weston besteht. Deshalb hat er sich bei diesem Projekt Hilfe von Rhys Lindsay und Dave Kazi geholt, um seine ambitionierten Pläne in die Tat umzusetzen – ob dies gelungen ist?

Das „Kugel-Frisbee“

Exo One ist… ja was ist es eigentlich?
Exbleative aka Jay Weston beschreibt es als eine „der Schwerkraft trotzende, interplanetarische Reise durch Raum und Zeit“. Das kann man so oder so ähnlich unterschreiben. In Exo One spielt ihr eine Kugel, die auch gelegentlich ein Frisbee ist. Dieses „Kugel-Frisbee“ lenkt ihr nun fortan von einem unwirtlichen Planeten zum nächsten und überquert dabei tiefe Gewässer, brennende Oberflächen oder karge Wüsten.

Das könnte heiß werden! Aber keine Sorge, in Exo One könnt‘ ihr nicht sterben.

Rollen oder Gleiten?

Dies tut ihr, indem ihr über die Erdoberfläche rollt und dabei die Schwerkraft geschickt zu euren Gunsten nützt oder indem ihr Krater (oder dergleichen) als Rampen für Sprünge umfunktioniert und fortan – solange dies durch eure Energie-„Anzeige“ gewährleistet ist – durch die Lüfte gleitet. Die Energie wird dabei als rotes Leuchten im Inneren der Kugel/des Frisbees angezeigt, das nur allzu schnell verbraucht wird und sich anschließend erst wieder aufladen muss. Dies könnt ihr beispielsweise beeinflussen, indem ihr euch aus höchsten Höhen mithilfe einer Schwerkraft-Manipulation sehr schnell in Richtung Erde stürzt und dadurch extreme Geschwindigkeiten aufnehmt.

Exo One ist vor allem farbenfroh

Nicht besonders spannend

Handlung? Hat jemand nach einer Handlung der Geschichte gefragt? Nun ja, eine Story ist rudimentär vorhanden – auch, wenn sich diese lediglich durch kleine Rückblicks-Fetzen auf der Reise zwischen den Planeten erzählt und auch nicht wirklich sehr spannend ist. Nur so viel: Es gab im Jupiter-Orbit einen desaströsen Unfall, den lediglich eine Person überlebt hat. Nun versucht man deren Werdegang langsam zu rekonstruieren.

Was hat es bloß mit dem Überlebenden des Unfalls im Jupiter-Orbit auf sich?

Was macht es? Es leuchtet blau!

Die meiste Zeit der knapp vier bis fünf Stunden Spielzeit verbrachten wir aber damit, einen blauen Lichtstrahl zu suchen, der uns – sobald wir bei ihm angekommen sind – zu einem neuen Planeten katapultiert. Hier wurden wir leider selten wirklich gefordert, nachdem viele Wege zu diesem eigentlich selbsterklärend sind. Aber nochmals kurz zum eigentlichen Spielgeschehen: Wie bereits gesagt, verbringt ihr die meiste Zeit damit alleine durch leere Welten zu rollen oder zu gleiten. Hier kam gelegentlich – unterstützt durch melancholische Klänge – das entspannte Meditationsgefühl eines Death Stranding auf. Manchmal wünschten wir uns aber mehr Abwechslung und Herausforderung.

Ja, es gibt auch einen Wasserplaneten!

Fazit

Wertung - 7

7

Exo One bietet ein in der Theorie spannendes Konzept, das in seinen gelungenen Passagen eine interessante Flow-Erfahrung darstellt. Da die Handlung aus unserer Sicht leider vernachlässigt werden kann und es nur wenig Abwechslung innerhalb der knapp fünf Stunden Spielzeit gibt, reduziert sich die Zielgruppe automatisch auf all jene, die etwas Anderes spielen möchten und etwas experimentierfreudig sind. Da kommt es gerade recht, dass Exo One aktuell Teil des Xbox Game Pass ist...

Genre: 3rd Person Exploration Game
Entwickler: Jay Weston / Exbleative
System: Xbox Series X|S (Game Pass), Steam und Epic Game Store
Erscheint: erhältlich
Preis: Game Pass oder circa 15 Euro

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