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Review: DCeased #1

In DCeased machen sich Autor Tom Taylor und der Zeichner Trevor Hairsine daran, den Helden des DC-Universums einen Albtraum zu bescheren, der sich gewaschen hat. Es hat einen Grund, warum Taylors Comics zu Injustice: Gods Among Us so lange liefen. Nicht aufgrund ihrer Verbindung zum Game, sondern aufgrund der vielen Freiräume. Das kommt auch in DCeased zum Tragen.

Im DC-Universum bricht die Zombie-Apokalypse nicht durch freigelassene Affen aus einem Versuchslabor aus, sondern ganz im Superhelden-Mythos. Darkseid schafft ein tödliches Signal, das jeden, der es hört, in einen rasenden Wahnsinnigen mit unstillbarem Durst nach Gewalt verwandelt. IM Grunde also Zombies.

In Grundzügen erinnert die Geschichte an Marvel Zombies. Doch Taylors Story kann sich zum Glück ausreichend von der Konkurrenz abheben. Und: Es ist aufregend, erstmals nicht zu wissen, ob die Helden diese Situation wirklich überleben werden. Während die Tonlage meist düster ist, gibt es ein Elemente von Satire. Taylor scheint unsere von Technologie und sozialen Medien besessene Kultur zu verspotten und in eine buchstäbliche Frage von Leben und Tod zu verwandeln.

Zeichner Hairsine verbindet klassische Superhelden-Anatomie mit wahrlich widerlichen Bildern, in denen sich die Infizierten maßlos in ihren Gewaltrausch hineinsteigern und sich selbst sowie andere schwer und blutig verletzen.

Fazit

DCeased #1 ist gut geschrieben, an manchen Stellen lustig und an anderen fast ekelerregend. Die erste Ausgabe ist ein solider Auftakt für eine möglicherweise großartige Miniserie im Horror-Genre. Während die Prämisse fast etwas zu vertraut anfühlt, entschädigen die zahlreichen lebendigen und toten Superhelden den geneigten Leser.

Diese Story erscheint voraussichtlich in einem halben Jahr bei Panini Comics auf Deutsch.

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