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Review: Cyberpunk 2077 – Ultimate Edition (Nintendo Switch 2)

Next‑Gen‑Night City für unterwegs

Cyberpunk 2077 hat seit seinem holprigen Start 2020 eine beeindruckende Wandlung hingelegt – und nun landet das Sci‑Fi‑RPG tatsächlich auf der Nintendo Switch 2. Ich war skeptisch, ob Night City in Handheld‑Form überzeugen kann. Doch schon nach wenigen Stunden merkte ich: Diese Portierung ist ein kleines technisches Wunder. Die komplette Open World samt Erweiterung Phantom Liberty ist enthalten und läuft verblüffend rund. Seit dem überwältigenden Erfolg der Netflix‑Anime‑Serie Cyberpunk: Edgerunners, mehreren begleitenden Comics von Dark Horse und der frisch angekündigten Live‑Action‑Serie wächst das Franchise kontinuierlich – die Switch‑2‑Portierung kommt also genau zur rechten Zeit, um die Flamme weiter anzuheizen.

Als V, einem aufstrebenden Söldner beziehungsweise einer Söldnerin, stürzen wir uns in die Neon‑Metropole Night City, die von Megakonzernen und Straßengangs beherrscht wird. Wir erledigen Aufträge für zwielichtige Fixer, hacken Überwachungskameras, schleichen durch Hinterhöfe oder ballern uns in Ego‑Perspektive den Weg frei. Das Gameplay kombiniert frei erkundbare Open‑World‑Erkundung mit taktischen Shootouts, intensiver Fahrzeug‑Action, einem tiefen Loot‑ und Skill‑System sowie Entscheidungen, die den Verlauf der Story maßgeblich verändern. Cyberware‑Upgrades, Talentbäume und vielfältige Dialogoptionen erlauben komplett unterschiedliche Spielstile – von lautlosem Netrunner bis zum brachialen Solo.

Starke Technik mit kleinen Abstrichen

Die Switch‑2‑Version beeindruckt mit solider Performance – gerade in Anbetracht der Hardware. Im Qualitätsmodus wird eine dynamische Auflösung von 450 – 810 p ausgegeben, im Performance‑Modus 360 – 720 p. Gedockt erreicht die Konsole 720 – 1080 p (Qualität) bzw. 540 – 1080 p (Performance). Dank DLSS wirkt das Bild überraschend scharf. Der Qualitätsmodus peilt 30 fps an, während der Performance‑Modus auf eher ungewöhnliche 40 fps setzt (am Fernseher vor allem mit 120 Hz‑Panel sinnvoll). Tatsächlich hielt die Bildrate im Test meist stabil die 30‑fps‑Marke; nur in Dogtown oder bei Massengefechten fiel sie kurz in die hohen 20er.

Grafik: Zwischen PS5 und Last‑Gen

Optisch liefert die Switch 2 ein erstaunlich hohes Niveau. Viele Texturen entsprechen den PS5‑Einstellungen und sehen deutlich besser aus als auf PS4. Wo es Unterschiede gibt, hält die Switch 2 gut mit. Einzig die Bevölkerungsdichte wurde reduziert – Passanten und Fahrzeuge tummeln sich weniger dicht als auf PC oder PS5, was Night City aber nicht seiner Atmosphäre beraubt. Auf Features wie Raytracing muss man verzichten, und gelegentliches Textur‑Pop‑in erinnert daran, dass wir hier auf einem Handheld spielen. Unterm Strich sieht Night City dennoch beeindruckend aus und spielt sich flüssig.

Spielerlebnis und Steuerung

Spielerisch ist Cyberpunk 2077 auf der Switch 2 genauso packend wie auf den großen Plattformen – alle Inhalte, Missionen und Dialoge sind vollständig an Bord. Im Handheld‑Modus entfaltet sich der Reiz besonders: Night City im Zug oder auf dem Sofa in den Händen zu halten, wirkt fast surreal. Wir hatten diese Erfahrung auch schon mit dem Steam Deck, doch auf der Switch 2 mit ihren deutlich schlankeren Formfaktor ist das noch etwas ganz anderes. Die Steuerung wurde vorbildlich angepasst: optionale Gyro‑Aim‑Funktion, Bewegungssteuerung für Aktionen und sogar Maus‑Support ermöglichen präzises Spielgefühl. Wer mag, deaktiviert die Bewegungsfeatures vollständig.

Dank cloudbasiertem Cross‑Save lässt sich dein Spielstand nahtlos mit allen aktuellen Plattformen – PC, PlayStation 5 und *Xbox Series X|S (sofern dir auch die Erweiterung vorhanden ist) – synchronisieren; du kannst also abends am großen Bildschirm weiterspielen, wo du morgens unterwegs aufgehört hast. Sämtliche Controller der ersten Switch‑Generation werden ebenfalls unterstützt.

Physisch komplett – keine halben Sachen

CD Projekt Red liefert eine vorbildliche physische Edition. Die gesamte Ultimate Edition passt auf eine einzige Switch‑2‑Cartridge, zusätzliche Downloads sind nicht nötig. Der Box liegen ein kleines Sticker‑Set sowie ein Entwicklerbrief bei – ein netter Gruß in Zeiten schrumpfender Handbücher. Verpackung und Cover erscheinen im typischen Neon‑Gelb; aufwendige Innenbedruckung ist bislang nicht bestätigt, doch das Gesamtpaket macht einen wertigen Eindruck.

Fazit:

Wertung: - 9

9

Cyberpunk 2077: Ultimate Edition auf der Switch 2 ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was Nintendos neue Konsole leisten kann. Natürlich reicht die Grafik nicht ganz an PlayStation 5 oder High‑End‑PCs heran, aber das Gesamtpaket überzeugt. Ein riesiges, storygetriebenes RPG in vollwertiger Form für unterwegs – mit nur marginalen Abstrichen. Dieser Port bringt Night City zum Strahlen, wo immer man gerade spielt.

  • Technische Meisterleistung unterwegs: dynamische 360 – 810 p im Handheld, bis 1080 p gedockt; PS5‑nahe Texturen; stabile 30 fps.
  • Volle Inhalte & Features: komplettes Spiel + Phantom Liberty auf Cartridge, Cross‑Save und optionale Bewegungs‑Steuerung.
  • Kompromisse: kein Raytracing, weniger dichter Stadtverkehr, seltene Frame‑Drops in Extremsituationen.
Trotz kleiner Schwächen setzt die Switch‑2‑Version Maßstäbe für Portierungen. Wer Night City noch nicht besucht hat – oder es einfach überallhin mitnehmen möchte – greift bedenkenlos zu.

Genre: Action Rollenspiel
Entwickler: CD Projekt Red
Erscheint: erhältlich
System: Nintendo Switch 2
Preis: ca. 70 Euro

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