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Review: Bridge Constructor – The Walking Dead (Nintendo Switch)

Seit Jahrzehnten baue ich auf diversen Systemen unter diversen Namen Brücken und genieße das meist sehr, wobei sich in den letzten Jahren das österreichische Entwicklerstudio Clockstone dafür rühmen kann. Die letzte Variante, die durchaus von sich reden machte, spielte im Setting von Valves Portal und kombinierte geschickt das Konstruieren von Brücken mit den Rätseln der namensgebenden Portale. Nun hat man sich an ein weiteres, erfolgreiches Franchise gewagt und einen Ausflug in eine ebenso unangenehme Zeit gewagt, in der Zombies, die nicht Zombies genannt werden, alles fressen wollen was kein Zombie ist und die restlichen Menschen durch das Bauen von Brücken mal schlecht mal recht überleben. Wir durften Bridge Constructor: The Walking Dead für Euch testen und waren überrascht, wieviel Neues in diesem Genre noch möglich ist.

Über sieben Brücken…

Wie schon bei vielen Spielen zuvor geht es in Bridge Constructor: The Walking Dead darum Brücken zu bauen, welch Überraschung, ob nun mit Holz, Stahl, Stahlseilen und anderen Materialien. Jedoch bleibt es dabei nicht. Im Zuge eines Levels muss man auch noch Charaktere, die sich durchs Level bewegen, an einigen Hotspots Befehle geben, wie zum Beispiel in welche Richtung sie sich bewegen sollen. So gibt es in vielen Stages Leitern oder Schalter, die zum Beispiel Container fallen lassen, oder die Möglichkeit Spezialfertigkeiten einzusetzen. Eugene zum Beispiel, bekannt aus den Comics sowie der TV-Serie, kann eine lärmende Puppe werfen, die die Walker magisch anzieht und somit in Fallen oder einfach nur von der Gruppe weglocken kann. Im Laufe des Spiels trifft man auf seiner Flucht mit zwei bisher unbekannten Charakteren auf weitere Figuren aus der Serie, die über eigene Spezialfähigkeiten verfügen und Walker zum Beispiel auch beseitigen können.

klassischer Brückenbau…

Somit entstehen in einigen Levels kleine Puzzles, in denen das Bauen von Brücken, Schanzen oder anderen Konstruktionen nur ein Teil des Gesamten ist und somit viel Kombinationsgabe bedürfen. Es gibt zwar auch klassische Aufgaben, in denen irgendeine Lücke mit einem Auto überquert werden muss, aber selbst dann gilt es ab und an perfektes Timing mit wagemutigen Stunts zu kombinieren um zum Erfolg zu kommen. Benutzt man dann noch wenige Ressourcen (oft sehr schwierig) beim Bau diverser Konstruktionen oder erledigt im Zuge eines Levels genug Walker erntet man zusätzliche Bonuspunkte und Auszeichnungen.

Unverhofft kommt oft

Als mich Michael (Furtenbach) fragte ob ich Bridge Constructor: The Walking Dead testen möchte, war ich mir zu Beginn eher unsicher. Brücken bauen ist schon toll, aber einfach nur eine weitere Franchise drüber klatschen, muss das wirklich sein? Als Fan der Walking Dead Comics, weniger der TV-Serie, hab ich es dann aber trotzdem gewagt und bin froh das gemacht zu haben, die Kombination von Walking Dead und dem Erfolgsrezept der Bridge Constructor Reihe, plus einigen neuen Spielmechaniken funktioniert meiner Meinung nach wunderbar.

…oder komplexere Rätsel

Das sich Charaktere durch das Level bewegen, dort kleinere Aufgaben bewältigen müssen, spielt sich wie eine Szene im TV oder im Comic, nur das dort eben (leider) keine Brücken gebaut wurden. Die Rätsel können dabei ganz schon knackig werden und vor allem am Beginn eines Levels fragst man sich dann schon mal wie man hier vorgehen sollte, mit etwas probieren kommt man dann aber meist ans Ziel, manchmal sogar recht spektakulär, weil schon mal Autos über Abgründe springen, Explosionen ganze Walker-Horden eliminieren oder Brücken gut getimed zum Einsturz gebracht werden müssen.

Grafisch Bridge Constructor: The Walking Dead solide, mehr braucht es aber auch nicht, die Sounds sind aus der Fernsehserie und ähnlichen Spielen bekannt. Die Steuerung funktioniert mit Controller zweckmässig, ist auch nicht überfrachtet,  und natürlich funktioniert auch die Steuerung per Touch auf Tablets oder der Nintendo Switch wunderbar.

Pros

+ tolle neue Spielmechaniken/Physikrätsel
+ Brücken bauen geht immer
+ Szenario sehr passend

Cons

– Controllersteuerung manchmal bockig
– Ressourcenlimits sehr streng

Fazit

Wertung - 9

9

Altes Spiel ganz neu

Wer schon immer gern Brücken gebaut hat, zusätzlich noch auf physikbasierte Rätsel steht und der Welt von The Walking Dead nicht abgeneigt ist, macht hier nichts falsch. Noch dazu wo es das Spiel auf einigen System schon zum sehr kleinen Preis erhältlich ist und wirklich viele Stunden Knobelspaß bietet.

Genre: Konstruktionsspiel
Entwickler: ClockStone/Headup Games
System: Xbox One, Xbox Series, PS4, PS5, Nintendo Switch, iOS, MacOS, Android, Linux
Erscheint: erhältlich
Preis: ab 5,49 Euro

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