Comic-ReviewComicsHighlight

Review: Black Hammer: Sherlock Frankenstein und die Legion des Teufels

Das hätte sich Jeff Lemire wohl selbst nicht erträumen lassen. Denn seine als Hobby-Projekt geplante Superhelden-Hommage setzt munter ihren Siegeszug unter Comic-Fans fort. So konnte beispielsweise erst neulich ein umfassender Film- und TV-Deal mit Legendary Entertainment über die Black Hammer-Rechte verkündet werden.

Da lässt sich auch der Splitter Verlag naturgemäß nicht lumpen und sorgt für raschen Lese-Nachschub. Dieses Mal wird aber nicht die Hauptreihe fortgesetzt. Nein, mit Black Hammer: Sherlock Frankenstein und die Legion des Teufels wird nun das erste Spin-off der Serie erzählt.

Copyright by Splitter Verlag

Lucy, die Ungläubige

In diesem begleiten wir Lucy, die Tochter des vermeintlich verstorbenen Superhelden Black Hammer. Diese möchte an dessen Tod nicht so recht glauben – und dass, obwohl alle Anzeichen darauf hindeuten.
An ihrem 18. Geburtstag trifft sie schließlich Doctor Star, einen ehemaligen Wegbegleiter ihres Vaters. Er gibt ihr den Schlüssel zu dem damaligen Geheimversteck von Black Hammer. Dort angekommen, spielt sich eine Nachricht aus der Vergangenheit ab: Ihr Vater, Black Hammer, möchte, dass sie ihr Leben lebt und dass sie das Versteck zerstört. Sie soll alles hinter sich lassen – ihn miteingeschlossen.

Sie weigert sich und beschließt, sich jetzt erst recht auf die Suche nach ihm zu machen. Er muss noch leben. Sie spürt es einfach. Wie findet man jedoch einen totgeglaubten Superhelden? Richtig, man sucht seine Erzfeinde – und einer der größten Feinde Black Hammers war der berüchtigte Sherlock Frankenstein.

Dieser ist jedoch auch verschwunden. Sie ist sich jedoch sicher: Wenn sie Sherlock Frankenstein findet, findet sie auch ihren Vater! Die Spur des Schurken führt sie jedoch an seltsame Orte, wie beispielsweise einer Psychiatrie für übernatürliche Wesen. Diese erinnert stark an DCs Arkham Asylum. Dort trifft sie ehemalige Schurken, die das Mosaik peu à peu wieder zusammensetzen und ihr somit helfen, der Lösung auf die Spur zu kommen.

Copyright by Splitter Verlag

Fazit

Auch dieser Band kann das hohe Niveau der Serie aufrecht erhalten. Frischen Wind bringt vor allem der Perspektivenwechsel. Den Fokus für einen Band weg von den auf der Farm gefangenen Superhelden und hin zu Lucy zu lenken, war ein Geniestreich. Hierdurch gelingt es Lemire das Black Hammer-Universum zu öffnen und von einer anderen Perspektive zu zeigen. Wird man doch nicht mehr durch die Enge der Farm begrenzt. Auch die Beleuchtung der einzelnen Bösewichte ist zu keinem Punkt der Story langweilig, sondern fügt sich wunderbar in diesem Mikrokosmos ein. Die Anlehnung an bekannte Monster, wie DCs Swamp Thing oder HP Lovecrafts Cthulhu, ist zudem charmant und gut gelungen. Da schadet es auch nicht, dass mit David Rubín ein anderer Künstler für das Spin-off beauftragt wurde. Kann sich dieser doch – besonders bei den Schurken – kreativ austoben.

Seiten: 152 (inkl. Bonusmaterial)
Preis: 19,80 Euro
Autor: Jeff Lemire
Zeichner: David Rubín
Kolorist: Dave Stewart
Verlag: Splitter

Review: Black Hammer Band 1: Vergessene Helden

Review: Black Hammer Band 2: Das Ereignis

Bei Amazon bestellen und Shock2 direkt unterstützen:

Tags

Related Articles

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.