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Review: Batman – Der letzte Ritter auf Erden

Bruce Wayne erwacht in Arkham Asylum. Jung. Gesund. Und … er war niemals Batman.

So beginnt diese „letzte“ Geschichte über den Dunklen Ritter, der durch ein verwüstetes Ödland zieht und auf eine Menge bekannter DC-Gesichter trifft. Es ist das letzte große Batman-Abenteuer von Autor Scott Snyder und Zeichner Greg Capullo. Unter dem DC Black Label erzählen sie in drei Ausgaben das Ende „ihres“ Mitternachtsdetektivs. Bei Panini Comics erscheint der Sammelband am 26. Mai auf Deutsch.

Die Handlung selbst ist etwas vergraben. Denn Snyder und Capullo verlieren sich nicht in Details, sondern sind damit beschäftigt, dem Leser den Übergang in eine futuristische Version des DC-Universums zu vermitteln, das etwas an die Ödlande von Mad Max: Fury Road erinnert. Capullo sowie Tuscher Glapion und Kolorist FCO Plascencia zeichnen wunderbar stimmungsvolle Sequenzen, die einerseits an die früheren Batman-Geschichten dieses Teams erinnert, aber eine etwas rauere Note vermitteln.

Während Snyder und Capullo in „Zero Year“ die frühesten Tage Dunklen Ritters zeigten, ist die erste Ausgabe der dreiteiligen Miniserie der Anfang vom Ende. Eine Art neue, dystopische Version von The Dark Knight Returns.

Während auch neue Leser mit dieser Story keine Probleme haben dürften, ist es dennoch hilfreich, mit den Batman-Comics aus den Federn von Snyder und Capullo vertraut zu sein. Die Kenntnis des DC-Kosmos im Allgemeinen ist empfehlenswert. Zum Beispiel wird Chronos nebenbei erwähnt, eine Figur, die mit Zeitreisen in Verbindung gebracht wird. Zugegeben, das ist nicht sonderlich wichtig für die Handlung, fügt aber ein paar kleine Nuancen hinzu.

Lange ist es schwer zu erkennen, was genau das Kreativteam mit dieser Serie vorhat. Der Detektiv hat eigentlich keinen Fall. Er muss keinen Mastermind enttarnen und keine Geheimnisse lüften. Er muss nur überleben – mit dem überlebenden Kopf des Jokers in einem Glas. Und so viel sei verraten: So ausgefallen war der Joker schon lange nicht mehr!

Scott Snyder sprüht förmlich vor Ideen und lädt auf eine unglaubliche Expedition durch das dystopische DC-Universum ein. Dabei gibt es immer wieder Wiedersehen mit alten Bekannten – etwa Flash, Wonder Woman und Superman – die allesamt viel durchgemacht haben und sich der Situation  auf ungewöhnliche Weise anpassen mussten. Snyder dürfte jeden Einfall für Batman, der noch herumlag, in diese Miniserie gepackt haben.

Fazit

Die Zusammenarbeit von Snyder und Capullo an Batman reicht nun schon einige Jahre zurück, bis zum Start des New-52-Reboot vor fast zehn Jahren. Sie war in jeder Hinsicht eine Errungenschaft – und auch diese angeblich „letzte“ Story ist da keine Ausnahme. Ein „Must Read“ für alle Fans von Snyder, Capullo, Batman oder DC-Comics im Allgemeinen.

Infos:

Verlag: Panini Comics (DC Comics)
Seiten: 188
 26.05.2020
 Softcover
Autor: Scott Snyder
Zeichner: Greg Capullo
Preis: circa 20 Euro

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