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Review: Animal Crossing – Happy Home Paradise

Kaum ein Spiel kam wohl zu einem bessere Zeitpunkt als Animal Crossing: New Horizons. Zu einer Zeit als alles im Lockdown war und niemand wusste wie und wann das Leben, wie wir es vor Corona kannten, weiter geht, bot das Spiel angenehme Unterhaltung, meditatives Planen, Gestalten und Bauen, ein wenig Rübenhandel, miteinander seine Werke betrachten, einfach ein wenig Ablenkung in der absolut heilen Welt von Animal Crossing. Etliche kleinere Updates und Erweiterungen und rund 35. Mio. verkauften Einheiten später erschien nun das laut Nintendo letzte große kostenlose Update mit der Versionsnummer 2.0 sowie der erste kostenpflichtige DLC namens Happy Home Paradise, den wir uns näher für euch angesehen haben.

Willkommen im Paradies!

Nachdem wir bisher eigentlich nur unsere eigene Insel aufgehübscht und dort fleissig Insekten, Fische und dergleichen gesammelt haben, heißt es nun wieder ein wenig zupacken und ein bisschen was arbeiten. In Happy Home Paradise übernehmen wir den Job eines Innendesigners, der Ferienhäuser für Kunden einrichtet und dekoriert, wobei das Spielkonzept dem Happy Home Designer, der für den 3DS erschien, gleicht. Dabei liefert der DLC neue Einrichtungsgegenstände, es können nun aber auch Lampen an der Decke positioniert oder Zwischenwände eingezogen werden.

unsere neuen Auftraggeber

Der neue Bereich, die Ferieninsel, muss einfach angeflogen werden, dann geht es auch schon los. Nachdem man sich in seine Uniform geworfen hat, spricht man einfach Feriengäste an, die einem dann sofort erzählen was sie den gern für eine Art Haus hätten. Dabei wird ein Thema und drei bestimmte Gegenstände vorgegeben, die im Haus sein müssen, alles andere obliegt ganz euch. Von der kuscheligen Leseecke, über die Zockerbude bis zum Sport-Palast, die Kund*innenwünsche sind vielfältig. Bewertung gibt es dabei keine, die Kund*innen sind mit all euren Resultaten zufrieden, man kann sich also voll und ganz austoben oder eben nur die drei gewünschten Gegenstände lieblos ins Haus werfen.

die Kunde hat immer recht

Möglich ist auch noch die Wahl der Insel, auf der das Ferienhaus der Kundschaft steht. Insgesamt stehen 48 Spots zur Verfügung, wobei dann auch noch die Tages- sowie die Jahreszeit individuell angepasst werden kann. Ebenso kann auch der Garten gestaltet werden, was aber kein Muss ist. Wie auch schon die Einrichtung selbst, haben jedoch auch diese Entscheidungen keinen Einfluss auf die Zufriedenheit der Kundschaft, diese lieben alle Ergebnisse. Ihr habt Zugriff auf alle bereits gesammelten Einrichtungsgegenstände sowie die neuen, auf der Insel erhaltenen Möbel. Umgekehrt darf man die neuen Gegenstände und Techniken auch auf seiner Insel verwenden um sein Haus noch schöner zu gestalten. Die Zeit mühsam geforderte Möbel selber zu bauen oder zu suchen ist hiermit vorbei.

genug Platz für Ferienhäuser

Für seine Arbeit bekommt man dann natürlich auch eine dementsprechende Bezahlung, wobei es auf der Ferieninsel keine Sterndis, sondern Poki gibt, die man dann auch gleich im ansässigen Laden rausschmeissen kann. Ist man später mit einer seiner Kreationen nicht mehr zufrieden, kann man bereits eingerichtete Häuser auch umgestalten, was wiederum ein wenig Cash einbringt. Ganz wichtig ist es auch, Fotos seiner Kreationen mit der neuen, im 2.0er Update enthaltenen, Kamera zu schießen und im NdsH (Netzwerk der schönen Häuser) zu präsentieren. Hier können dann auch andere Spieler*innen die Häuser bestaunen und sich davon inspirieren lassen.

ein bissl Bling-Bling

Jedoch gibt es auf der Ferieninsel nicht nur Häuser von Kund*innen einzurichten, die sich dafür sicher hoch bei Tom Nook verschuldet haben, Karlotta, die Leiterin der Ferienhäuseragentur, bittet dann auch noch darum, Gebäude wie eine Schule, Restaurants oder Shops einzurichten. Diese öffentlichen Einrichtungen auf der Insel werden dann auch von Bewohnern Eurer Insel aufgesucht. Mitunter ist es auch möglich ebenjene Bewohner mit Souvenir-Pralinen dazu zu bewegen sich auch Ferienhäuser auf der Insel zu nehmen.

Klassenzimmer der eSports-High

Ebenso neu, aber unabhängig vom DLC, sind die Erweiterungen die das Update zur Version 2.0 mit sich bringt. Ihr könnt nun kochen, Ausflüge auf Inseln machen, die Mall auf Harveys Insel aufbauen und nutzen, Gyroiden finden und vieles mehr. Alle Infos dazu findet Ihr hier.

im NdsH behalten wir den Überblick

Den Happy Home Paradise DLC bekommt man entweder für 25 Euro separat, bei Abschluss einer Nintendo Online + Mitgliedschaft ist er aber auch im Paket enthalten.

live aus der SHOCK2-Redaktion

Pros

+ super Erweiterung für Spieler*innen die gern Häuser einrichten
+ viele neue Gegenstände/Möbel
+ Update 2.0 bietet viele neue Inhalte und Mechaniken

Cons

– keine Bewertung der eingerichteten Häuser
– bis auf mehr Zeug wenig Neues

Fazit

Wertung - 7.5

7.5

Happy Home Paradise erfindet Animal Crossing: New Horizons nicht neu, bietet aber Spieler*innen die schon immer gern ihr Haus eingerichtet haben eine riesige Spielwiese um sich genau in dem Bereich noch mehr auszutoben. Viele neue Gegenstände, die vorgegebenen Themen, eine Vielfalt an Inseln auf denen man bauen und die man umfassend gestalten kann, da ist schon einiges drin, wenn auch in Wahrheit nur mehr vom Gleichen. Auch die Gestaltung der öffentlichen Gebäude auf der Ferieninsel unterhält, hat man hier doch teilweise größere Räume zu gestalten. Habt ihr euch aber immer lieber mit anderen Dingen als dem Innendesign beschäftigt, so wie ich mit Obstgärten oder neuerdings Gemüsefeldern, findet Ihr in dem DLC nichts, dass Ihr unbedingt bräuchtet. Trotzdem halte ich die Preisgestaltung für fair, da man ja bisher seit nunmehr 1,5 Jahren mit massig Inhalten versorgt wurde und man nun erstmalig zur Kasse gebeten wird, wobei das Update auf die Version 2.0 auch sehr viel Inhalt für gar kein Geld bietet.

Genre: Designsimulation
Entwickler: Nintendo
System: Nintendo Switch
Erscheint: erhältlich
Preis: 24,99 Euro oder als Teil von Nintendo Online +

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