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Review: A Fisherman’s Tale (Oculus Quest)

VR lässt sich mittlerweile grob in folgende drei Kategorien einordnen. Arcadige Musik-Rhythmus-Spiele wie Beat Saber, VR-ifizierte traditionelle Genres wie das Jump’n’Run Moss oder der Ego-Shooter Firewall, und Experimente, die nur in VR möglich sind. A Fisherman’s Tale passt in die letztere Kategorie und liefert 1-1,5 Stunden Kunst in Videospielform.

Ein interaktives Märchen

Ihr schlüpft in die Rolle eines Fischers, der in einer winzigen Hütte am Fuße eines Leuchtturms lebt. Tag ein Tag aus geht der Fischer seine Routine durch. Er putzt sich die Zähne, legt Feuer in den Kessel, entstaubt seine Muschel und betrachtet wohlwollend eine Miniaturausgabe des Leuchtturms mitsamt seiner winzigen Hütte.

Diese Routine geht ihr zu Beginn des Spiels durch und lernt so die Steuerung. Typisch für VR bewegt ihr euch durch Teleportation im Level und könnt mit den Triggern der Controller Dinge greifen. Das funktioniert zum großen Teil auch gut. Manchmal kann das Tracking (auf der Oculus Quest) ein wenig hakeln beim Greifen, was aber nicht zu Frust führt.

Denn in A Fisherman’s Tale geht es nicht um pfeilschnelle Reaktionen, sondern um das Lösen von Rätseln im Rahmen einer Geschichte. Diese Rätsel machen den Kern des Spiels aus und sorgen für viele Aha-Momente, die gerade in VR überraschen. Viel spoilern möchte ich hier nicht. Perspektive und Dimensionen sind aber zwei Schwerpunkte in den Rätseln, die aufgrund ihrer visuellen Natur perfekt in VR passen. Es wird nämlich schnell klar, dass die Miniaturausgabe des Leuchtturms mehr ist, als sie anfangs zu sein scheint.

Die Geschichte selbst wird herzlich erzählt und bietet einige Charaktere, die das adjektiv märchenhaft ganz und gar verdient haben. Die Sprachausgabe (Deutsch & Englisch verfügbar) ist gut gelungen und unterstreicht die zauberhafte Stimmung perfekt mit witzigen Akzenten.

Fazit

Wertung - 8

8

Wer wissen möchte, auf welchem Stand sich VR gerade befindet, muss A Fisherman’s Tale spielen. Das interaktive Märchen spielt in 60-90 Minuten mit Perspektiven, Dimensionen, Räumen und vieles mehr. Es entführt in eine winzige Hütte, die nach und nach immer größer wird. Aha-Momente sorgen dafür, dass man in der kurzen Zeit oft überrascht wird und das Potenzial von VR erst so richtig zu schätzen weiß. Alles untermalt in einem Märchen, das vielleicht keine 100 Stunden Gameplay bietet, dafür aber ein Erlebnis, an das man sich lange erinnern wird.

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Genre: Adventure
Entwickler: Innerspace VR
System: Oculus Quest (PlayStation VR, PC VR-Systeme)
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 15 Euro

 

 

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