PS6-Handheld: Nutzt Sony den neuen PS5-Energiesparmodus als trojanisches Pferd?
Leaker Moore’s Law is Dead berichtet von Druck auf Studios und möglichen Handheld-Plänen

Ein neues Video des bekannten Hardware-Leakers Moore’s Law is Dead sorgt aktuell für Gesprächsstoff rund um die Zukunft der Hardware von PlayStation. Demnach spielt der Energiesparmodus, den ein Firmware-Update Mitte September 2025 auf PS5 und PS5 Pro gebracht hat, eine deutlich größere Rolle, als Sony offiziell kommuniziert. Statt nur Strom zu sparen und den CO₂-Ausstoß zu senken, soll das Profil laut dem Leaker als Vorbereitung für einen noch unangekündigten PS6-Handheld dienen, der PS5-Spiele nativ abspielen können soll. Laut dem Bericht drängt Sony interne und externe Studios deshalb darauf, den Energiesparmodus bereits zum Launch neuer Titel zu unterstützen, damit diese später auch auf dem Handheld mit dem gleichen Profil laufen können.
Ein Entwickler habe gegenüber Moore’s Law is Dead erklärt, Sony bitte die Teams ausdrücklich darum, für das Energiesparprofil nicht einfach nur die Bildrate zu senken. Stattdessen soll bevorzugt die Auflösung reduziert werden, während weiterhin 60 Bilder pro Sekunde gehalten werden. Unterstützt wird das durch das Analysewerkzeug Razor CPU, das Entwicklern hilft, CPU-gebundene Engpässe zu identifizieren und zu optimieren, um die Auslastung zu senken. In der Szene ist deshalb bereits von einem trojanischen Pferd die Rede, das die Spielelandschaft still auf den PS6-Handheld vorbereiten soll. Bisher unterstützen nur wenige Titel das neue Profil, in erster Linie Produktionen der PlayStation Studios wie Death Stranding 2: On the Beach, das Remake von Demon’s Souls oder Ghost of Yōtei.
Wie frühere Leaks von Moore’s Law is Dead nahelegen, soll der PS6-Handheld deutlich leistungsstärker ausfallen als aktuelle Konkurrenzgeräte wie Switch 2 oder ROG Xbox Ally X. Genannt werden unter anderem eine schnellere CPU, eine auf RDNA 5 basierende GPU mit identischer Compute-Unit-Anzahl sowie ein rund 50 Prozent breiterer Speicherbus mit schnellerem RAM, was in Verbindung mit dem Energiesparprofil flüssige 60 FPS bei reduzierter Auflösung ermöglichen soll. Der als gut vernetzt geltende Hardware-Insider Kepler_L2 brachte zudem einen möglichen Einstiegspreis von 499 US-Dollar ins Spiel, sofern Sony auf ein teures OLED-Display verzichtet. Offiziell bestätigt ist all das bislang nicht, Sony schweigt zu den Gerüchten, sodass die Kombination aus Energiesparmodus und Handheld-Plänen vorerst im Bereich der Spekulation bleibt.



