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Preview: As Dusk Falls

Auf dem diesjährigen Xbox und Bethesda Showcase wurden zahlreiche Spiele vorgestellt – mit einer Besonderheit, denn alle vorgestellten Spiele sollen irgendwann in den kommenden zwölf Monaten erscheinen. Eines dieser Spiele war As Dusk Falls, welches bereits in wenigen Tagen für Xbox und PC erscheinen wird. Wir hatten im Rahmen eines digitalen Preview-Events die Möglichkeit, die ersten beiden Kapitel des interaktiven Abenteuers zu testen.

Wenn’s nicht läuft, läuft’s nicht

In As Dusk Falls begleiten wir (in den ersten beiden Kapiteln) zwei unterschiedliche Gruppierungen. Wir machen uns als Familienvater Vince mit eben dieser, bestehend aus seiner Partnerin, Tochter und seinem schwerkranken Vater, mit dem Familienauto auf zu einer Reise. Förmlich aus dem nichts werden wir beinahe von einem anderen Auto gerammt, wodurch wir die Kontrolle über das Auto kurz verlieren und nur knapp einen schweren Unfall vermeiden. Die Familienmitglieder blieben unverletzt, das Auto benötigt aber Reparaturen. Aus diesem Grund beschließen wir in einem nahegelegenen Motel die Nacht zu verbringen.

Die zweite Gruppierung besteht aus drei jungen Männern, die sich auf der Flucht vor dem Gesetz und dem Sheriff befinden, weil sie zuvor den Safe desselbigen ausgeraubt haben. In einem waghalsigen Tempo brettern sie die Straße entlang und rammen beinahe das Auto von Vince & Co. und beschließen Entfalls kurzerhand im erwähnten Motel Unterschlupf zu finden. Eines führt zum anderen und provoziert die Gruppe junger Männer dazu, das Motel in den Schauplatz einer spannenden Geiselnahme werden zu lassen.

Familienausflug | © Xbox Game Studios

Interaktiver Film – mit allen Vor- und Nachteilen

Die durchaus spannende und interessante Geschichte präsentiert sich als interaktiver Film ähnlich wie Heavy Rain oder Detroit: Become Human. Das bedeutet auch, dass der Gameplay-Aspekt den deutlich geringeren Anteil der Spielerfahrung ausmacht. Der Fokus liegt klar auf der Geschichte.
Das Gameplay umfasst dabei viele Quick Time-Events und das zeitlich befristete Anwählen aus verschiedenen Dialogoptionen. Dies führte zu interessanten Momenten, während des Spielens, waren wir doch gelegentlich so in die Story investiert, dass wir beinahe vergaßen im richtigen Moment eine Entscheidung zu treffen.

Das Gameplay ist nicht allzu anspruchsvoll | © Xbox Game Studios

Diese machten bei unserer knapp zweistündigen Spiele-Session den Eindruck,  dass sie Auswirkung auf den Verlauf der Handlung hatten. So führten unsere Entscheidungen beispielsweise dazu, dass manche Charaktere Vertrauen zu uns gefasst haben, andere uns misstrauten und sogar dazu, dass zwei Figuren ihr Leben verloren. Spannend war hierbei der Umstand, dass der eigenwillige Grafikstil schon nach kürzester Zeit vergessen schien und die Immersion nicht störte. Dieser wirkt beinahe Stop-Motion-ähnlich, wechseln sich stetig doch Standbilder ab, wodurch so gut wie nie (einige kleine Ausnahmen gab es) flüssige Bewegungen entstanden.

Vince erhält nicht nur gute Nachrichten | © Xbox Game Studios

Fazit

As Dusk Falls ist ein interaktiver Film, wie viele andere davor auch. Nach zwei Stunden Spielzeit scheint das wichtigste an Spielen aus diesem Genre gegeben zu sein: Die Story scheint interessant genug zu sein, um Spieler*innen zu fesseln. Das Gameplay des Abenteuers ist höchstens zweckmäßig und besteht hauptsächlich aus Quicktime-Events. Wer sich daran und an dem gewagten Grafikstil nicht stößt, sollte einen Blick riskieren – vor allem, wenn man den Xbox Game Pass abonniert hat.

Genre: Interaktiver Film
Entwickler: INTERIOR/NIGHT
Publisher:
Xbox Game Studios
System: Xbox Series X|S, Microsoft Windows; (enthalten im Xbox Game Pass)
Erscheint: 19. Juli 2022
Preis: ca. 30 Euro

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