Neuer GOG-Boss schießt gegen Windows und verspricht mehr Linux-Liebe
Nach dem Verkauf durch CD Projekt rückt für den DRM freien Store 2026 auch Linux stärker ins Blickfeld

Der DRM freie Store GOG.com bekommt nach der Trennung von CD Projekt nicht nur einen neuen Eigentümer, sondern offenbar auch einen neuen Blick auf Betriebssysteme. In einem Interview erklärte Michał Kiciński, der den Store Ende 2025 vollständig übernommen hat, er sei „wirklich überrascht“ über den Zustand von Windows und nannte es ein „so schlechtes Software und Produkt“, dass er kaum glauben könne, wie lange es schon den Markt dominiert.
Parallel dazu deutete GOG an, dass man die eigene Unterstützung für Linux künftig ernster nehmen will. Managing Director Maciej Gołębiewski sagt, Linux sei 2026 „eines der Dinge“, die man strategisch „genauer anschauen“ wolle. Konkrete Zusagen oder ein Zeitplan fehlen allerdings, laut dem Manager will man sich aktuell nicht auf Details festlegen.
Dass das Thema im PC Bereich wieder lauter wird, hat auch mit Valve zu tun. Mit SteamOS setzt der Konzern beim Steam Deck auf ein Linux basiertes System, das dank Proton viele Windows Spiele auf anderen Plattformen lauffähig macht.
Trotz allem ist Windows bei PC Spielerinnen und Spielern weiterhin klar tonangebend. Laut der Steam Hardware & Software Survey für Dezember 2025 lagen Windows Systeme bei 94,23 Prozent, Linux bei 3,58 Prozent und macOS bei 2,18 Prozent. Genau hier könnte GOG mit besserer Linux Unterstützung künftig ein paar zusätzliche Punkte bei seiner Community sammeln.


