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Nach Game Pass-Preissprung: Ex-FTC-Chefin Lina Khan sieht Warnungen bestätigt

Microsoft erhöht die Preise für Xbox Game Pass deutlich – und prompt meldet sich die ehemalige FTC-Vorsitzende Lina Khan zu Wort: Genau davor habe die Behörde im Zuge der Activision Blizzard-Übernahme gewarnt. Wir ordnen ein, was passiert ist, was tatsächlich gesagt wurde und was das für Spielerinnen und Spieler bedeutet.

Anfang Oktober 2025 gab Microsoft eine umfassende Neuordnung der Game Pass-Stufen bekannt. Die Spitzenstufe Game Pass Ultimate steigt in den USA auf 29,99 US‑Dollar im Monat (zuvor 19,99 US‑Dollar). Parallel dazu wurden die übrigen Stufen umbenannt und neu zugeschnitten. Bereits zuvor hatte Microsoft in mehreren Märkten die Preise der Xbox Series X|S-Konsolen angehoben. Das ergibt in Summe eine spürbare Preiswelle im Xbox-Ökosystem.

Die frühere FTC-Chefin Lina Khan kritisiert die Entwicklung scharf. Ihr Fazit: Nach dem Abschluss der Activision Blizzard-Übernahme seien „deutliche Preiserhöhungen und Entlassungen“ gefolgt – zum Nachteil von Spielerinnen, Spielern und Entwicklerstudios. Sie verweist dabei auf die von der FTC schon 2023 geäußerten Bedenken, dass Marktkonzentration oft mit steigenden Preisen einhergeht.

Deal, Versprechen und Zahlen

Der 69‑Milliarden‑US‑Dollar‑Kauf von Activision Blizzard durch Microsoft wurde im Oktober 2023 abgeschlossen, nachdem ein US‑Gericht den Antrag der FTC auf eine einstweilige Verfügung abgewiesen hatte. Die FTC scheiterte später auch mit der Berufung. Im Zuge der Verfahren hieß es von Microsoft, Game Pass-Preise würden nicht „als Folge des Deals“ steigen – nun erlebten wir mehrere Anpassungen und zugleich größere Umbrüche im Konzern.

Für zusätzlichen Zündstoff sorgt ein Branchenbericht, laut dem Xbox 2024 auf dem PC und den Konsolen mehr als 300 Millionen US‑Dollar an potenziellen Call of Duty-Verkäufen geopfert haben soll, um die Reihe im Abo zu platzieren. Unstrittig ist außerdem: Nach dem Deal kam es zu mehreren Sparrunden mit Entlassungen im Gaming‑Bereich.

Microsoft entgegnet

Microsoft argumentiert, die neuen Stufen böten ein größeres und klarer strukturiertes Angebot – inklusive mehr Day‑One‑Titeln, erweiterten Bibliotheken, Vorteilen und ausgebautem Xbox Cloud Gaming. Man nehme Preisanpassungen nicht leichtfertig vor, betont die Kommunikation, verweist aber auf gestiegene Kosten und den Ausbau des Service.

Einschätzung der SHOCK2-Redaktion:

Kurzfristig heißt das: Wer die volle Ultimate-Leistung will, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Umbenennung und neue Staffelung schaffen zwar Klarheit, reduzieren aber gleichzeitig an manchen Stellen den Leistungsumfang der günstigeren Stufen – insbesondere beim Thema Day‑One‑Veröffentlichungen. Auch die parallel gestiegenen Hardware‑Preise drücken auf das Gesamtpaket.

Mittel‑ bis langfristig bleibt die Frage, ob Microsoft mit höherem Abo‑Preis, stärkerer Cloud‑Komponente und großen Marken wie Call of Duty tatsächlich den versprochenen Mehrwert liefern kann – oder ob sich die Kritik an Marktkonzentration verfestigt. Für Spielerinnen und Spieler heißt das: genau hinschauen, welche Stufe wirklich zu den eigenen Gewohnheiten passt, und gegebenenfalls häufiger zwischen Angeboten zu wechseln.

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