Masahiro Sakurai über AAA Fabriken: Wenn Credits zur Teamliste werden
Der Kirby und Super Smash Bros. Schöpfer hat in einem Interview erklärt, warum ihn immer größere Entwicklerteams zunehmend skeptisch machen.

Im Gespräch mit dem japanischen Nachrichtenportal 47NEWS schilderte Masahiro Sakurai, dass Spieleentwicklung für ihn vor allem dann motivierend ist, wenn man die Ergebnisse der eigenen Arbeit direkt vor Augen hat. Genau dieses Erfolgserlebnis gehe in großen Strukturen oft verloren, weil Abstimmungen, Prozesse und Zuständigkeiten den Blick auf den eigenen Beitrag verwischen.
Als Beispiel nennt Sakurai die Arbeit an Grafiken: Wer ein Bild alleine zeichnet, sieht am Ende sofort ein fertiges Ergebnis. Wer hingegen ein großes Team koordiniert, verbringt viel Zeit damit, Details auszudiskutieren, etwa welche Art von Pixel Art überhaupt zum Projekt passt.
Wie stark die Credits inzwischen anwachsen, zeigt er mit der eigenen Vita: Bei Kirby’s Dream Land standen noch 14 Namen im Abspann, bei Kirby Air Riders auf der Nintendo Switch 2 sind es laut Datenbank MobyGames 908. Für Sakurai ist das ein Symptom dafür, wie schnell AAA Produktionen zu Fabriken werden können. Ähnliche Töne hört man auch von anderen Branchenveteranen wie Hideo Kojima, der in der Vergangenheit mehrfach betonte, dass kleinere, fokussierte Teams für kreative Arbeit oft die besseren Voraussetzungen schaffen.

