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Kolumne: Animal Crossing: Neue Horizonte für die Serie

Die heile Welt von Nintendo in Zeiten von Convid-19!

Es ist schon angsteinflößend, wie perfekt Animal Crossing: New Horizons in das aktuelle Zeitgeschehen passt.

Ein Spiel, bei dem man auf eine einsame Insel fliegt.
In einer Welt, in der Flugzeuge kaum noch fliegen.

Ein Spiel, bei dem es ums Erkunden geht, ums Abenteuer, um den Spaß an der frischen Luft geht.
In einer Welt, in der wir aus Solidarität das Haus nicht verlassen.

Ein Spiel, in dem alles perfekt ist.
In einer Welt, die besonders jetzt das krasse Gegenteil von perfekt ist.

Unterhaltung in den eigenen vier Wänden

Wir befinden uns in einer Krise. Das merkt man nicht nur an den Einschnitten des öffentlichen Lebens, sondern auch am (stets beliebten) Aktienmarkt. Die Kurse fallen, die Indexe crashen, Bürokratie wird mal eben über den Haufen geworden und milliardenschwere Hilfspakete werden geschnürt. Ganze Branchen stehen vor dem kollektiven Bankrott. Ohne Finanzspritzen würde die gesamte Weltwirtschaft in sich zusammenbrechen.

Weltwirtschaft hin oder her, aber spielt sich eigentlich in den eigenen vier Wänden ab? Während einer Krise, legt vor allem ein Zweig zu: die Unterhaltung zu Hause. Wenn das Geld knapp wird, geht man nicht häufig aus. Das gesparte Geld wird in einen besseren Fernseher, eine Konsole oder neue Spiele investiert.

Schaut man die Tage in die sozialen Medien (was soll man den ganzen Tag denn auch sonst anstellen), kann man diesen Effekt deutlich erkennen. Leute bauen zum ersten Mal ihre Netflix-Liste ab und lassen so die weltweite Streaming-Bandbreite nach oben schießen. Zu den TV-Verkäufen dürften wir erst verspätet Zahlen erhalten. Was sicherlich ebenfalls in die Höhe schießt: Videospielzeit.

Steam knackt mal wieder den Rekord der am meisten gleichzeitig spielenden Accounts und blinzelt man auch nur eine Nanosekunde Richtung Twitter, sieht man 30 Posts zu Animal Crossing.

Der wichtigste Moment der Seriengeschichte

Die tierische Friede-Freude-Eierkuchen-Simulation passt gerade wie die (liebevolle) Faust aufs Auge. Sie ist Videospiel und emotionale Therapie in einem. Der tägliche Ausflug auf die eigene Insel fühlt sich tatsächlich wie ein Flug in eine sorgenlose Welt an, in der alles okay ist. In der man 30 Stunden mit dem Dekorieren des eigenen Haus oder dem Fangen von Insekten und Fischen verbringen kann. Statt sich ständig mit dem hier und jetzt befassen zu müssen.

Das war Animal Crossing schon immer. New Horizon ist aber mehr. Dieses Spiel zu deser Zeit wird die Serie für immer verändern. Animal Crossing wird von nun an untrennbar mit der globalen Corona-Krise gekoppelt sein. Im positiven Sinne. Auf eine groteske Art und Weise macht New Horizons ein für alle mal für jeden deutlich, was das Ziel von Animal Crossing eigentlich schon immer war.

Eine Reise in eine heile Welt, auf Abruf.

Weiter lesen & hören:

Jetzt „fast Live!“ SHOCK2 Podcast 195 – Animal Crossing: New Horizons

Review: Animal Crossing: New Horizons

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