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Kino-Review: Kick-Ass 2

Kick-Ass war einer der Überraschungshits 2010. Die Comicverfilmung punktete mit flotter Action und einem Brutalitätsfaktor, der in Comicfilmen sonst nicht üblich ist. Hinzu kamen ein unbeschreiblich witziger Nicolas Cage als Batman-Verschnitt Big Daddy und die Newcomerin Chloë Grace Moretz, die als zwölfjährige Killermaschine Hit-Girl eine herausragende Performance ablieferte. Für die Fortsetzung hat man sich etwas Besonderes überlegt. Statt nur den Comic Kick-Ass 2 zu adaptieren, werden hier auch Elemente der Hit-Girl Miniserie verwendet. Dadurch erhält auch Mindy McReady/Hit-Hirl ein wenig mehr Screentime.

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Wer ein richtiger Held sein will, muss auch dementsprechend trainieren

Seit den Ereignissen des ersten Teils sind drei Jahre vergangen. Kick-Ass (Aaron Taylor-Johnson) hat das Superheldendasein aufgegeben und besucht als Dave Lizewski wieder die Schule, während Hit-Girl (Chloë Grace Moretz) hart trainiert. Das wirkt sehr befremdlich, denn es scheint (abgesehen vom Alter der Protagonisten) nicht viel Zeit seit dem Ende von Teil eins vergangen zu sein. Vermutlich war das deutlich sichtbar vorangeschrittene Alter der Darsteller der Grund für diesen Sprung in die Zukunft. Dann wird in Windeseile eine Ausgangssituation etabliert, in der es Unmengen an Superhelden gibt, die von Kick-Ass inspiriert wurden, Gutes zu tun. Sogar ein reales Justice League-Pendant gibt es: Justice Forever, geführt von Colonel Stars and Stripes (Jim Carrey). Weiters will Chris D’Amico (Christopher Mintz-Plasse) als der Motherfucker noch Rache für den Tod seines Vaters üben und Mindy (Hit-Girl) ist dazu gezwungen, ein normales Leben zu führen.

Kick-Ass 2
Das ähm.. Hit-Bike..?

Der Cast macht durch die Bank einen guten Job. Chloë Grace Moretz macht als Hit-Girl eine tolle Figur und erweitert den Charakter um einige spannende Facetten. Jim Carrey spielt den Colonel mit genau der richtigen Portion Verrücktheit, doch kommt leider zu wenig zum Einsatz. Ein Großteil der Szenen mit Carrey sind schon im Trailer zu sehen. Das ist sehr schade, denn eine höhere Dosis Colonel Stars and Stripes hätte dem Film gut getan. Christopher Mintz-Plasse gibt den Motherfucker als absoluten Volldeppen, der ohne seine angeheuerten Schläger ohnehin nichts erreichen würde.

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Auge in Auge mit dem Motherfucker

Kick-Ass 2 kommt düsterer daher als sein Vorgänger. Im Gegensatz zu Teil eins wird hier auf die Konsequenzen eingegangen, die es hat, sich im echten Leben als Superheld zu versuchen. Die sind in diesem Fall sehr dramatisch und blutig. Glücklicherweise wurden einige sehr kontroverse Szenen aus der Comicvorlage entschärft, welche fürs Kino zu brutal gewesen wären. Doch keine Sorge; Blut fließt ausreichend und in Strömen.

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Hit-Girls Outfit wurde leicht verändert

Review Overview

70

Kick-Ass 2 ist eine sehr vorlagengetreue Comicverfilmung...

Kick-Ass 2 ist eine sehr vorlagengetreue Comicverfilmung, die dankenswerterweise auf einige sehr heftige Momente aus der Comicvorlage verzichtet. Die Unbeschwertheit und Leichtigkeit des ersten Teils sind verflogen, darüber können auch die mitunter wirklich lustigen Gags nicht hinwegtäuschen. Vor dem Gang ins Kino sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es hier härter zugeht als im Vorgänger. Unsere Empfehlung: Zuerst den Comic lesen, dann weiß man, was man zu erwarten hat!

 

Lukas Urban

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