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Ist The Witcher bei Netflix „endgültig gescheitert“ + Dolph Lundgren ab sofort als Hexer Brehen?

The Witcher ist zurück – und die Debatte kocht. Seit dem 30. Oktober 2025 steht Staffel 4 bei Netflix online, erstmals mit Liam Hemsworth als Geralt statt Henry Cavill. Viele Schlagzeilen schreien „Ende!“, „historischer Absturz!“. Zeit für einen kühlen Blick: Was sagen die offiziellen Zahlen, wie fällt der internationale Vergleich aus – und was bedeutet das für Staffel 5? Und was ist mit dem „Überraschungsfilm“: The Rats: A Witcher Tale mit Dolph Lundgren als Hexer Brehen?

Offizielle Netflix-Woche: Platz 2, 7,4 Millionen „Views“

In der Startwoche (27.10.–02.11.) verbucht The Witcher weltweit 7,4 Mio. „Views“ in der Liste der englischsprachigen Serien und landet auf Platz 2 hinter Nobody Wants This. Wichtig: Netflix misst seit 2023 wöchentlich in „Views“ (Summe der angesehenen Stunden geteilt durch Laufzeit). Platz 1 verfehlt, aber in vielen Ländern – darunter Österreich – schob sich die Serie in den täglichen Top‑10 zeitweise auf Rang 1.

Der Drop ist real

Unter derselben „Views“-Metrik startete Staffel 3 (Juni/Juli 2023) in ihrer ersten Woche mit rund 15,2 Mio. – Staffel 4 kommt zum Auftakt also auf grob die Hälfte. Dazu passt der Trend bereits aus Staffel 3, deren Wochenwerte gegenüber Staffel 2 spürbar schwächer ausfielen. Kurzum: Die Kurve zeigt seit 2023 nach unten.

Unabhängig von Netflix’ Globaldaten schätzt das US‑Analysepanel von Samba TV die Premiere auf rund 577.000 Haushalte in den ersten vier Tagen – etwa 35 % weniger als bei Staffel 3 (885.000). Das sind keine offiziellen Netflix-Zahlen, die Tendenz deckt sich aber mit dem globalen Rückgang.

Auf Bewertungsplattformen fällt Staffel 4 bislang schwächer aus als alle Hauptstaffeln zuvor: Kritiker‑Durchschnitt knapp über 55 – 60 %, Publikum im roten Bereich. Einzelne Medien loben die klarere Struktur und Action, der Tenor bleibt jedoch gemischt bis negativ. Der Darstellerwechsel zu Liam Hemsworth wird kontrovers diskutiert, ist aber nicht alleiniger Faktor – auch Buchabweichungen und Tonalität stehen in der Kritik.

Budget vs. Ergebnis: Die teuerste Geralt‑Runde

Mit kolportiert rund 221 Mio. US‑Dollar Produktionskosten (≈ 27 Mio. pro Folge) ist Staffel 4 die bislang teuerste Witcher-Season. Gemessen daran wirken die Startwerte ernüchternd. Gleichzeitig ist der „endgültig gescheitert“-Stempel zu früh: international hält sich die Serie in den Tagescharts – und die Gesamtaufrufe wachsen üblicherweise über mehrere Wochen.

Und wie geht’s weiter? Staffel 5 ist im Kasten

Unabhängig vom aktuellen Echo: Netflix hatte Staffel 5 längst als Finale bestätigt; die Dreharbeiten sind abgeschlossen, die Postproduktion läuft. Parallel erschien mit The Rats: A Witcher Tale ein Prequel‑Film, der direkt an die Ereignisse von Staffel 4 andockt.

Überraschungsfilm: The Rats: A Witcher Tale (mit Dolph Lundgren als Hexer Brehen)

Parallel zu Staffel 4 hat Netflix ein rund 82‑minütiges Prequel‑Special veröffentlicht – ohne große Vorankündigung; mehrere Fachmedien sprechen von einem „Quiet Drop“. Der Film begleitet die Rattenbande kurz vor und rund um die Ereignisse der neuen Staffel, führt den abgehalfterten Hexer Brehen (gespielt von Dolph Lundgren) ein und knüpft erzählerisch an Ciri’s Weg an. Empfehlung der Reihenfolge: erst Staffel 4, dann der Film (Spoilergefahr). Auf der offiziellen Netflix-Seite gelistet sind u. a. Christelle Elwin, Ben Radcliffe, Fabian McCallum, Aggy K. Adams, Connor Crawford, Juliette Alexandra, Sharlto Copley und Freya Allan.

Kurzfazit: Inhaltlich liefert der Film Fan‑Service und Lückenfüller, inszenatorisch fällt er jedoch schmaler aus als die Hauptserie – und wurde offensichtlich nicht als Großevent positioniert.

SHOCK2‑Einschätzung

Ist The Witcher „endgültig gescheitert“? Noch nicht. Der Auftakt von Staffel 4 ist klar der schwächste der Hauptserie – das belegen die offiziellen „Views“ und unabhängige US‑Paneldaten. Gleichzeitig sprechen Tagescharts in vielen Ländern, das anlaufende Langzeitauswertungsfenster und ein bereits abgedrehtes Finale gegen den Abgesang. Unterm Strich: Ein angeschlagener Riese, kein Totalausfall.

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