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Gameminds – Die Kolumne: Destiny 2 – Eine Liebeserklärung

Der Amon. Der jammert immer nur. Schreibt über „zu alt zum Spielen“ oder wie uninspiriert oder hässlich die meisten Games sind. Aber der Amon kann sich auch noch verlieren in Spielen. Deshalb liebt er Spiele – und aktuell Destiny 2.

Destiny 2

Ich habe mich sehr auf Destiny 2 gefreut. Warum, das wusste ich eigentlich gar nicht so genau. Die kurze Beta hat mich eher daran zweifeln lassen, dass ich dieses Game lange spielen werde, aber der allgemeine Hype in meinem Umfeld hat mich dann doch zum Spiel greifen lassen. Was soll ich sagen? Ich habe es nicht bereut. Level 20 war schnell erreicht und jetzt gilt es Licht (aktuell 243) zu sammeln, damit ich endlich bei Raids mitlaufen kann. Die sind ab dieser Woche aktiv, müsst ihr wissen.

Destiny 2

Faszination Grind

In einer Zeit, zu der täglich neue Games erscheinen und man theoretisch und auch praktisch um 20 Euro gefühlt 50 Titel in diversen Sales kaufen kann, ist der Fokus auf ein Spiel gar nicht mehr so einfach. Zeit ist noch wertvoller als früher und wenn man eine Leidenschaft für Spiele hat, dann will man eigentlich möglichst viele erleben und sich nicht in einem einzigen verlieren. Aber so, wie ich die letzten 18 Monate rund 400 Stunden in Rainbow Six: Siege investiert habe, sehe ich diese Zeit in den nächsten anderthalb Jahren in Destiny 2 flutschen.

Das Handling ist ohnehin erhaben, meiner Meinung nach ja die größte – wenn nicht einzige Stärke – von Bungie. Aber auch sonst passt irgendwie alles. Man hat gut zu tun, auch wenn ich alleine jetzt gar nicht so viel machen würde, aber spätestens ab einem Zweiertrupp geht die Post ab. Es ist nicht wirklich stressig, man hat Zeit zu plaudern, aber das Spiel fordert in den Kämpfen dann doch so sehr, dass man sich keineswegs unterfordert fühlt.

Destiny 2

Dran bleiben

Im Vorfeld und auch aktuell gab es ja diverse Vorwürfe, das Spiel sei nicht mehr als ein Update bzw. sogar Features wie die Shader sind in diversen Foren ein heißes Thema. Ich bin da nicht so. Mir sind viele Details eigentlich egal, solange ich Spaß am Spiel habe. Bereits in einem Clan verankert, spiele ich auch parallel mit anderen Leuten. Wer gerade on ist und meine Hilfe braucht – bzw. mir hilft – der ist schnell in meiner Party und dann geht es los. Auch wenn ich nur die Hälfte verstehe, was meine Kollegen da im Chat erzählen, solange sie mich mitnehmen und ich im Level steige, ist alles in Ordnung.

Klar, ob das Grinden der ewig gleichen Abschnitte wirklich mehrere Monate oder Jahre motiviert – man wird sehen. Ich habe hier schon PES 2018 liegen, NBA 2K und FIFA für die Switch sind in greifbarer Nähe. Eigentlich darf man kein Spiel länger als eine Woche spielen, wenn man nichts verpassen will. Aber auch da hat das Alter seine Vorzüge. Man hat nicht mehr das Gefühl, dass man etwas verpasst, wenn man Spaß hat. Destiny 2 macht unglaublich viel richtig, was ja auch Konstantinos, den ich übrigens immer online sehe, der aber offenbar nicht mit mir spielen will, laut ersten Berichten auf dieser Website auch so sieht.

Destiny 2

Fazit

Ich will jetzt gar nicht sagen: kauft Destiny 2. Diese Bürde tragen Gott sei dank andere. Viel mehr will ich nur aufzeigen, dass man Spiele nicht immer vorverurteilen sollte, wenn man sie noch nicht richtig gespielt hat und für mich macht ja ohnehin in 80 % aller Games mittlerweile aus, mit wem ich spiele und nicht so sehr was ich da eigentlich spiele (eine Mindestqualität vorausgesetzt, versteht sich). So, genug geschwatzt. Ich muss jetzt ein paar Strikes spielen und Engrams farmen. Mein Clan braucht mich!

Alexander Amon war jahrelang Chefredakteur beim Gaming-Magazin consol.AT, ist noch immer leidenschaftlicher Gamer und außerdem Ressortleiter bei Red Bull Games. Neben dieser Kolumne ist er hier auf SHOCK2 auch regelmäßig als einer der beiden Gameminds im gleichnamigen Podcast, zu hören. Folgt ihm auf Twitter: @consalex.

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Alexander Amon

Alexander Amon war jahrelang Chefredakteur beim Gaming-Magazin consol.AT, ist noch immer leidenschaftlicher Gamer und außerdem Ressortleiter bei Red Bull Games. Neben dieser Kolumne ist er hier auf SHOCK2 auch regelmäßig als einer der beiden Gameminds im gleichnamigen Podcast zu hören.

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  1. Bin übrigens jetzt lvl 266 … jetzt wirds mühsam :frowning:

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