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Gadget-Review: Huawei FreeClip 2 – Premium Open Ear ohne Ausreden

Die zweite Generation der FreeClip will nicht abdichten, sondern begleiten. Wir haben die FreeClip 2 mehrere Wochen im Alltag getragen und herausgefunden, ob Komfort, Klang und App wirklich zusammenpassen.

Open Ear Kopfhörer sind ein bisschen wie ein guter Sidekick im Spiel. Sie nehmen dir nicht alles ab, aber sie sind da, wenn es zählt. Genau das ist die Idee hinter den Huawei FreeClip 2. Statt Silikonstöpsel, Druck im Gehörgang und dem klassischen Gefühl von Welt aus, gibt es hier ein Clip Design, das die Ohren frei lässt. Musik, Podcasts und Calls laufen weiter, während Straßenbahn, Büro und Stadt trotzdem noch existieren dürfen.

Wir haben die FreeClip 2 über mehrere Wochen beim Pendeln, im Homeoffice, im Großraumbüro und bei Spaziergängen getestet. Dazu kamen Telefonate im Wind, längere Podcast Sessions und der übliche Mix aus Serien Sound, Gaming Audio und Musik quer durch alle Genres. Spoiler ohne Spoiler: Wer sich mit dem Konzept Open Ear anfreunden kann, bekommt hier eines der rundesten Pakete, das wir in dieser Kategorie bisher am Ohr hatten.

Der Clip der sich nach nichts anfühlt

Die FreeClip 2 bestehen aus drei Teilen, die am Ohr wie ein kleines Schmuckstück wirken. Außen sitzt die größere Klangkugel, innen die kleinere Komfort Einheit, verbunden über eine flexible Brücke. Das klingt nach Konstruktion, fühlt sich aber erstaunlich natürlich an, sobald man den Dreh raus hat.

Im Alltag war der Tragekomfort unser größtes Aha Erlebnis. Mit rund 5,1 Gramm pro Ohrhörer sind die FreeClip 2 angenehm leicht. Noch wichtiger: Es gibt keinen Druck im Gehörgang. Wer In Ear Kopfhörer nach einer Stunde reflexartig raus nimmt, weil das Ohr rebelliert, wird hier vermutlich zum Wiederholungstäter.

Das Einsetzen ist anfangs ungewohnt, weil die Logik eine andere ist. Man klemmt nicht etwas hinein, sondern setzt den Clip korrekt an, bis die Position passt. Nach wenigen Tagen ist das Routine. Danach passiert genau das, was Open Ear können muss: Man vergisst sie.

Praktisch ist auch, dass links und rechts automatisch erkannt werden. Wir haben im Test mehrfach bewusst das falsche Ohr „provoziert“ und konnten trotzdem normal hören. Das klingt banal, ist aber im Alltag Gold wert, weil man nicht mehr nach L und R sortieren muss, wenn es schnell gehen soll.

Überraschend erwachsen für Open Ear

Open Ear hat eine Naturgrenze: Ohne Abdichtung gibt es weniger Tiefbass und weniger Abschirmung. Wer genau das sucht, ist mit klassischen In Ear Modellen besser bedient. Die FreeClip 2 zeigen aber, wie weit man das Konzept drehen kann, wenn Treiber und Abstimmung stimmen.

Im Test wirkt der Sound deutlich voller, als man beim ersten Blick auf das offene Design erwartet. Stimmen sind präsent, Podcasts klingen warm und klar, und bei Musik sitzt die Mitte stabil, ohne diese blecherne Note, die viele offene Modelle begleitet. Besonders bei Pop, Indie, Rock und elektronischer Musik liefert Huawei eine saubere Balance aus Klarheit und Punch.

Der Bass ist da, aber er ist eher konturiert als wuchtig. Kickdrums kommen, Subbass Grollen bleibt naturgemäß kleiner. Für den Alltag fanden wir das überraschend angenehm, weil es weniger ermüdet und sich auch bei längeren Sessions nicht in den Vordergrund drängt.

Spannend: Die FreeClip 2 wirken im Stereobild größer, als man es in dieser Bauform gewohnt ist. Serien und Games profitieren davon. Dialoge bleiben verständlich, Effekte sind gut ortbar, und die Bühne fühlt sich offener an als bei vielen In Ear Buds, die alles in den Kopf drücken.

Ein Thema bleibt: Sound Leakage. Huawei arbeitet sichtbar daran, dass weniger Schall nach außen entweicht, und im Alltag war das wirklich besser als bei vielen offenen Alternativen. Trotzdem gilt: In sehr stillen Umgebungen und bei hoher Lautstärke kann euer Umfeld mithören. Das ist keine Schwäche dieses Modells, sondern die Physik hinter Open Ear.

Telefonie: Klarer als erwartet, auch wenn es draußen unfreundlich wird

Telefonate sind für offene Kopfhörer oft die Disziplin, in der das Konzept kippt. Bei den FreeClip 2 waren Calls in ruhiger Umgebung überzeugend, und auch in der Stadt blieb unsere Stimme meist gut verständlich.

Wind ist der klassische Endgegner. Hier hängt viel davon ab, wie man den Ohrhörer positioniert und wie stark der Wind tatsächlich bläst. In normalen Alltagssituationen, also der Weg zur Bim, kurzer Gang zum Supermarkt, Spaziergang im Park, waren Gespräche stabil. Bei wirklich kräftigem Wind merkt man, dass es immer noch ein kleines Gerät am Ohr ist. Trotzdem: Für Open Ear war das insgesamt eine starke Performance.

Zwei Geräte parallel und entspanntes Umschalten

Im Alltag hat sich die Dual Verbindung als eines der wichtigsten Features entpuppt. Smartphone und Laptop gleichzeitig, dann schnell vom Video Call zur Playlist wechseln, ohne in Bluetooth Menüs herum zu fummeln, das ist der Komfort, den man 2026 einfach erwartet.

Die Verbindung war in unserem Test stabil, die Reichweite typisch für moderne Bluetooth Kopfhörer, und die Umschaltung zwischen Geräten funktionierte zuverlässig. Wer im Huawei Ökosystem unterwegs ist, bekommt zusätzlich noch ein paar Komfort Extras, aber auch mit Android, iOS und Windows war das Ganze angenehm unkompliziert.

Steuerung: Gesten die man sich merken kann

Huawei setzt auf Berührung und Wischgesten. Doppeltippen für Play Pause und Anrufe klappt schnell, Dreifachtippen für den nächsten Track auch. Der Clou ist die Lautstärke über Wischen. Das ist auf Open Ear Buds nicht selbstverständlich und im Alltag wirklich praktisch.

Zusätzlich gibt es Kopfgesten für Anrufe, also Nicken zum Annehmen und Kopf schütteln zum Ablehnen. Klingt zuerst nach Sci Fi, ist aber erstaunlich schnell gelernt. Und ja, man sieht dabei manchmal aus, als würde man einem unsichtbaren NPC besonders engagiert zustimmen. Wir nennen das Immersion.

Für Technik Fans ist die App ein Pflichtteil des Pakets. Bei uns lief das Setup über Huaweis App Lösung, über die sich Gesten anpassen lassen, Equalizer Presets verfügbar sind und ein paar Komfort Features freigeschaltet werden.  Besonders gut: Es gibt echte Eingriffsmöglichkeiten in den Klang, inklusive Anpassungen über EQ, und man kann die Steuerung so biegen, dass sie zum eigenen Alltag passt. Dazu kommt eine Funktion zur automatischen Lautstärke Anpassung je nach Umgebung. Diese Option ist sinnvoll, sollte aber als Komfort Automatik gesehen werden, nicht als Ersatz für Noise Cancelling. Open Ear bleibt Open Ear.

Stark im Alltag, bequem mit Case

Huawei gibt eine Laufzeit von bis zu 9 Stunden pro Ladung an, und das ist für diese Kategorie ein sehr guter Wert. In unserem Alltag mit gemischter Lautstärke und vielen Unterbrechungen lagen wir oft im Bereich von rund acht Stunden, manchmal etwas darüber, manchmal etwas darunter. Mit dem Ladecase kommt man insgesamt auf bis zu 38 Stunden. Richtig praktisch ist Schnellladen. Zehn Minuten im Case reichen im Alltag oft, um wieder mehrere Stunden durchzukommen. Dazu kommt kabelloses Laden des Cases. Wer ohnehin ein Ladepad am Schreibtisch hat, wird das lieben. Kleiner, aber wichtiger Hinweis: Ein USB Kabel liegt nicht zwingend bei. Wer schon genug Kabel Schubladen besitzt, zuckt hier nur kurz. Alle anderen sollten beim Auspacken nicht überrascht sein.

Alltag: Genau dafür sind sie gebaut

Die FreeClip 2 sind keine Kopfhörer für komplette Abschottung. Sie sind Kopfhörer für Alltag. Für die Straßenbahn, weil man Durchsagen noch hört. Für das Büro, weil man mitbekommt, wenn jemand den eigenen Namen ruft. Für Spaziergänge, weil man Verkehr und Umgebung wahrnimmt.

Und genau in diesem Alltag treffen sie den Ton. Der Komfort macht Lust, sie länger zu tragen. Der Klang ist besser als das offene Design vermuten lässt. Die App ist nicht nur Beiwerk, sondern Teil der Experience. Und die Akkulaufzeit ist so gut, dass man nicht ständig an Strom denken muss.

Fazit:

Die Huawei FreeClip 2 sind ein Statement. Nicht nur optisch, sondern auch im Konzept. Wer Open Ear will, bekommt hier eine sehr ausgereifte Version davon: leicht, bequem, klanglich überraschend stark und mit Funktionen, die den Alltag wirklich erleichtern. Man muss nur ehrlich sein, was man erwartet. Wenn ihr maximale Basswucht und komplette Ruhe wollt, greift zu klassischen In Ear Modellen mit Noise Cancelling. Wenn ihr Musik und Podcasts als Begleiter wollt, ohne die Welt auszublenden, dann sind die FreeClip 2 ein verdammt gutes Upgrade für 2026.

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