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Da Capo-Review: Lost Planet 2 (Games with Gold)

Zwischen 16. – 285. Februar 2021 gibt es Lost Planet 2 im Rahmen der Xbox Live Gold Mitgliedschaft für die Xbox 360/Xbox One. Aus diesem Anlass servieren wir euch das passende consol.AT Review aus dem Mai 2021  als Da Capo-Review.

Wir befinden uns in der Capcom-Zentrale in Osaka. Zwei Entwickler diskutieren, wie es mit der Lost Planet-Marke weitergehen soll. A: „Unser Spiel war perfekt. Teil zwei machen wir genauso, nur mit verschiedenen Vegetationen. Das bringt Abwechslung und hat bei Uncharted und Motorstorm auch schon funktioniert.“ B: „Blödsinn. Multiplayer-Shooter sind die Zukunft. Das spart uns ein komplexes Leveldesign und eine nachvollziehbare Story, man kann fast nicht sterben und auch Leute, die keine gleichgesinnten Freunde haben, glauben, dass sie ständig mit drei anderen Spielern unterwegs sind. Es muss einfach krachen, dann sind die Leute glücklich.“ Gesagt, getan: Lost Planet 2 ist irgendwie ganz anders als sein Vorgänger, aber dennoch einen Blick wert.

 Reparier mich doch mal

Die im Spiel erzählte Geschichte spielt einige Jahre nach dem ersten Teil und wieder befinden wir uns auf dem Planeten E.D.N. III, wo es diesmal aber nicht nur in vereisten Gegenden zur Sache geht, sondern auch in Wüsten, Dschungellandschaften und unter dem Meer. Spielerisch hat sich wenig verändert. In den meisten Fällen müsst ihr einfach von A nach B laufen und die auf dem Weg verstreuten Gegner eliminieren. Gelegentlich herumstehende Datenstationen aktiviert ihr via Knopfdruck, um die Umgebung auf eurer Minimap einzublenden. Zusätzlich dürft ihr bei eurem Ableben an diesen Stationen „respawnen“, sofern ein Mitglied eures Teams noch aktiv ist. Respawnen? Das kennt man doch nur aus den Multiplayer-Modi von Battlefield und Co. Stimmt. So in etwa spielt sich Lost Planet 2 auch. Egal, welche der verschiedenen Fraktionen auf euch losgeht, ein Leben ist im Spiel nicht viel wert. Regelmäßig werdet ihr von mehreren Seiten unter Beschuss genommen, oder die aus Teil eins bekannten Akriden rollen oder springen auf euch zu, dass es eine Freude ist. Die dümmliche KI von Freund und Feind lässt euch dabei zwar als intelligentestes Leben auf dem Planeten erscheinen, die schiere Übermacht reißt euch dennoch regelmäßig ins Jenseits. Gut, wenn ihr Freunde an eurer Seite wisst, die euch Feuerschutz geben, heilen oder euer Vital Suit reparieren. Letztere erinnern an Mini-Mechs, die gelegentlich herumstehen und bestiegen werden können.

Teamwork wird in jeder Situation belohnt, und deshalb macht Lost Planet 2 trotz seiner abstrusen Handlung und dem linearen Levelaufbau Spaß. Speziell bei den verschiedenen Riesenbossen lässt das Spiel seine (grafischen) Muskeln spielen! Bildschirmfüllend wandern dann Wesen über den Bildschirm, attackieren euch mit Feuer und Eis und müssen minutenlang an ihren verwundbaren Stellen malträtiert werden. Diese sind wieder als gelb leuchtende Punkte markiert, damit ihr auch wisst, was ihr genau anvisieren müsst. Da hat die Natur wohl nicht mitgedacht.

 Episode I – VI

Das Spiel ist in sechs Kapitel unterteilt, die sich in mehrere Abschnitte teilen. Während der Abschnitte kann nicht gespeichert werden, was bei einer durchschnittlichen Dauer von ca 15 Minuten nicht allzu schlimm ist. Freunde können bei jedem Neustart ins Spiel einsteigen, egal, ob ihr bis dahin alleine gespielt habt. Die wenigen Rollenspielelemente, die Capcom ins Spiel gemixt hat, sind eher Draufgabe. Zwar steigt ihr nach jedem Abschnitt im Level und schaltet neue Körperdesigns oder Gesten frei, wirklich spielverändernd wirkt sich das jedoch nicht aus. Weil wir aber gerade von Gesten reden: Da wohl nicht jeder von euch online mit Headset spielt (speziell auf der PS3), könnt ihr im Multiplayer verschiedene Handbewegungen machen, etwa klatschen, oder eure Kameraden zum Weiterlaufen animieren. Das sieht witzig aus und erfüllt seinen Zweck.

Fazit

Wertung - 7.5

7.5

Alleine im dunklen Testlabor kam ich mir mit Lost Planet 2 recht einsam vor. Die konfuse Story, die durchwachsene KI und die sehr linearen Levels wollten den Funken nicht so recht überspringen lassen. Im Koop entfaltet das Spiel aber seine wahre Größe. Gemeinsam Feinde einzukreisen und ein ganzes Arsenal auf die spektakulären Bosse zu verballern, macht dann doch Spaß. Die Hektik will trotzdem nie ganz aus dem Spiel raus, wer aber auf Mechs steht, kleine Designfehler verzeihen kann und gleichgesinnte Freunde an der Hand hat, der wird mit diesem Game viel Spaß haben! (Alexander Amon)

Genre: Action
Entwickler: Capcom
System: Xbox 360 (Läuft auch auf Xbox One und Xbox Series XS)
Erscheint: Mai 2010 (zwischen 16. – 28. Februar 2021 Xbox Live Gold)
Preis: 20 Euro im Xbox Market Place

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