Bio Shock 4 Leak: Borealis, Adam Und Neue Gegner
BioShock 4 soll uns laut Leak in die Antarktis schicken
Mehr als sechs Jahre nach der offiziellen Ankündigung bleibt BioShock 4 ein Phantom. Keine offiziellen Screenshots, kein Trailer, kein Releasefenster. Dafür wieder einmal das, was bei dieser Reihe fast schon Tradition hat: ein Leak, der uns zumindest ein paar schmutzige Schneebälle ins Dunkel wirft. Laut einem aktuellen Bericht von MP1st, der sich auf interne Assets beruft, zeichnet sich langsam ab, in welche Richtung das nächste Kapitel der Kultreihe gehen könnte.
Eis statt Ozean und Wolken
Wenn sich die geleakten Hinweise bestätigen, heißt die neue Spielwiese Borealis und liegt nicht unter dem Meer wie Rapture und auch nicht über den Wolken wie Columbia, sondern in der eisigen Weite der Antarktis. Zeitlich soll das Ganze in den 1960er Jahren spielen. Passend dazu deuten die Assets auf Schnee und Wettereffekte, die nicht nur Kulisse sein sollen, sondern offenbar zentral für Stimmung und Spielgefühl.
Auch optisch soll BioShock 4 laut den geleakten Materialien eher an den stilisierten Look von BioShock Infinite anknüpfen. Genannt werden unter anderem große Canyon Landschaften sowie diverse Technik und Industrie Assets, die nach typischem retrofuturistischem BioShock Geschmack schreien.
Ein Casino als Bühne für das große Spektakel
Einer der auffälligsten Namen in den geleakten Infos ist ein prominent platziertes Casino. Glücksspiel war in der Reihe schon immer Teil der Welt, oft als kleine Beobachtung am Rande. In Borealis könnte daraus ein echter Kernschauplatz werden, der angeblich sogar als Bühne für einen größeren Set Piece Moment dient.
Zusätzlich taucht ein Gebiet namens Solaria oder Solaris auf, inklusive einer Bevölkerungsgruppe, die als Solarier bezeichnet wird. Ob das eine Elite, eine Fraktion oder einfach nur ein gesellschaftliches Etikett innerhalb der Stadt ist, bleibt aktuell völlig offen.
ADAM kehrt zurück und mit ihm neue Albträume
Für Serienfans dürfte ein Detail gleichzeitig Nostalgie und Alarmglocken auslösen: Der Leak spricht von einer Rückkehr von ADAM. Und wo ADAM ist, sind Abhängigkeit, Mutation und moralische Abgründe meist nicht weit.
In den Assets findet sich außerdem der Begriff Male Flusher. Das klingt erst einmal nach Platzhalter, könnte aber genau die Sorte Gegner sein, die BioShock braucht: eine neue, durch Missbrauch entstellte Stadtbevölkerung, die funktional an die Splicer aus Rapture erinnert.
Der neue Tyrann und ein möglicher Protagonist
Auch beim Personal an der Spitze soll es wieder herrlich größenwahnsinnig werden. Geleakte Bilder zeigen eine goldene Statue eines Mannes in einer Pose, die stark an Atlas erinnert, inklusive einer Weltkugel Konstruktion. Die naheliegende Vermutung: Das ist der nächste selbsternannte Retter, Prophet oder Tyrann, ganz in der Tradition von Andrew Ryan und Zachary Comstock.
Und wer soll sich diesem Kult der Selbstinszenierung entgegenstellen. In den Assets taucht eine Figur im grauen Anzug als Größenreferenz auf. Das kann einfach ein Standard Modell sein, wirkt aber wie ein sehr bewusst gewählter Mid Century Archetyp, der Erinnerungen an Booker DeWitt weckt. Parallel halten sich weiterhin Gerüchte, dass BioShock 4 erstmals auch eine weibliche Hauptfigur bekommen könnte.
Warum das alles trotzdem nur ein Zwischenstand ist
So verlockend diese Details sind, sie bleiben genau das: ein Leak. Und gerade bei einem Projekt, das nachweislich durch mehrere interne Korrekturen, Umbauten und personelle Veränderungen gegangen ist, kann sich am Ende noch viel ändern.
Sicher ist nur: 2K hat Ende 2019 offiziell bestätigt, dass ein neues BioShock Spiel bei Cloud Chamber entsteht. Und laut Berichten führt Take Two das Projekt weiterhin als laufende Entwicklung. Alles andere muss erst noch den Weg aus der Asset Schublade in eine echte Präsentation finden.
Bis dahin bleibt uns vor allem eines: die Hoffnung, dass Borealis nicht nur kalt aussieht, sondern auch wieder diese spezielle Art von Gänsehaut liefert, die nur BioShock kann.


