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Assassin’s Creed Black Flag Resynced knackt zwei Millionen Verkäufe und sorgt mit DLCs für Ärger

Ubisoft feiert einen neuen Rekord für die Reihe auf Steam, während Spieler über neun Zusatzinhalte zum Veröffentlichungstag diskutieren und der Publisher seine Preisstrategie verteidigt.

 Mit Assassin’s Creed Black Flag Resynced ist Edward Kenway am 9. Juli 2026 erneut in der Karibik vor Anker gegangen, und zumindest wirtschaftlich verlief die erste Fahrt ausgesprochen flott. Vantage Studios und Ubisoft meldeten bereits am Tag nach der Veröffentlichung zwei Millionen verkaufte Exemplare innerhalb der ersten 24 Stunden. Dabei spricht das Unternehmen ausdrücklich von Verkäufen und nicht lediglich von erreichten Spielern, wie es bei Abodiensten oder kostenlosen Testangeboten häufig der Fall ist. Das Remake erschien für PlayStation 5, Xbox Series X/S und Windows PC und ist außerdem über Ubisoft+ verfügbar. Die Entwicklung wurde von Ubisoft Singapore geleitet, unterstützt von zahlreichen weiteren Studios des Publishers. Das Original Assassin’s Creed IV Black Flag erschien 2013 und verband das Piratenthema mit dem bekannten Konflikt zwischen Assassinen und Templern. Nun kehren Edward Kenway, sein Schiff Jackdaw und die offene Spielwelt in technisch und spielerisch überarbeiteter Form zurück.

Auch auf Steam stellte die Neuauflage eine neue Bestmarke für Assassin’s Creed auf. Innerhalb des ersten Tages erreichte Black Flag Resynced dort 99.451 gleichzeitig aktive Spieler und übertraf damit sämtliche bisherigen Serienableger auf der Plattform. Am Veröffentlichungstag belegte das Spiel laut Ubisoft außerdem den ersten Platz der Twitch Charts. Die Pressewertungen fielen ebenfalls stark aus. Zum Zeitpunkt der offiziellen Erfolgsmeldung lag der Durchschnitt bei OpenCritic bei 85 Prozent, während Metacritic 84 Punkte auswies. Damit ist Resynced laut Ubisoft der am höchsten bewertete Teil der Reihe seit dem ursprünglichen Assassin’s Creed IV Black Flag. Das Unternehmen verwies außerdem auf positive Besprechungen von IGN und Digital Foundry. Technisch wurde das Abenteuer mit der aktuellen Version der Anvil Engine neu aufgebaut. Überarbeitet wurden unter anderem Beleuchtung, Wasser, Kampf, Schleichen, Parkour und die Seeschlachten. Hinzu kommen neue Erzählstränge rund um bekannte Figuren wie Blackbeard und Stede Bonnet sowie weitere Inhalte, die nicht im Original enthalten waren.

Erfolgsfahrt mit teurem Beiboot

Ganz ohne Kanonendonner aus der Community verlief der Start allerdings nicht. Parallel zur Standardausgabe für 59,99 Euro und der Deluxe Edition für 69,99 Euro erschienen auf Steam neun separat gelistete Zusatzinhalte. Acht davon kosten jeweils 9,99 Euro, das Kartenpaket schlägt mit 4,99 Euro zu Buche. Wer ausgehend von der Standardausgabe sämtliche Pakete einzeln kauft, landet damit bei zusätzlichen 84,91 Euro. Zwei der Pakete, die Ausrüstung und Schiffsschmuck im Stil eines Meisterassassinen enthalten, gehören bereits zur Deluxe Edition. Die übrigen Angebote liefern weitere Kostüme, Waffen, Schmuckstücke mit besonderen Vorteilen, Segel, Galionsfiguren, Besatzungsdesigns und Haustiere für das Schiff. Das Kartenpaket kann seltene Sammelobjekte wie Maya Stelen, Seemannslieder, Schatzkarten, Briefe, besondere Truhen und Animus Schlüssel unmittelbar auf der Weltkarte sichtbar machen. Gerade dieser spielerische Komfort und die mit manchen Ausrüstungsstücken verbundenen Vorteile sorgten dafür, dass die Diskussion nicht auf rein kosmetische Inhalte beschränkt blieb.

Der Unmut landete rasch in den Nutzerrezensionen auf Steam. Spieler warfen Ubisoft vor, ein Remake zum regulären Verkaufspreis bereits am ersten Tag mit einem umfangreichen Zusatzangebot zu flankieren, dessen Gesamtpreis über dem Hauptspiel liegt. Ein Mitarbeiter des Publishers reagierte direkt auf eine besonders stark beachtete negative Bewertung. Ubisoft erklärte, die Rückmeldungen seit der Veröffentlichung aufmerksam zu verfolgen, betonte aber zugleich, dass die Standardausgabe das vollständige Spielerlebnis enthalte. Sämtliche Missionen, Inseln, die komplette Handlung und die gesamte Spielwelt seien ohne weitere Käufe zugänglich. Die Zusatzpakete seien vollständig optional und weder zum Durchspielen noch zum Genießen des Abenteuers erforderlich. An der grundsätzlichen Zusammensetzung des Angebots änderte die Stellungnahme zunächst nichts. Auf Steam werden weiterhin alle neun Pakete separat angeboten, wobei die Charakterpakete nicht nur optische Gegenstände, sondern auch Schmuckstücke mit einzigartigen Eigenschaften umfassen. Die internationalen Nutzerbewertungen lagen am Abend des 10. Juli insgesamt bei „größtenteils positiv“, während die chinesischsprachigen Rezensionen weiterhin überwiegend negativ ausfielen.

Assassin’s Creed Black Flag Resynced erzählt erneut den Aufstieg des Piraten Edward Kenway, der im Goldenen Zeitalter der Piraterie zwischen seiner Jagd nach Ruhm und Reichtum in den jahrhundertealten Konflikt zwischen Assassinen und Templern gerät. Neben der grafischen Runderneuerung wurde das Nahkampfsystem stärker auf Paraden und Ausschaltungen ausgerichtet, Schleichen und Parkour wurden flüssiger gestaltet und die Jackdaw erhielt zusätzliche Möglichkeiten im Schiffskampf. Das Spiel ist für PlayStation 5, Xbox Series X/S sowie Windows PC erhältlich. Auf dem PC wird es über den Ubisoft Store, Steam und den Epic Games Store angeboten. Die Version für Steam ist zudem für das Steam Deck verifiziert. Ubisoft+ enthält die Neuauflage ebenfalls. Die gemeldeten zwei Millionen Verkäufe und der neue Serienrekord auf Steam beziehen sich auf die ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung am 9. Juli 2026.

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