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Spiele, die ich vermisse: Der Jubiläums-Rückblick

Kurzer Blick in den Kalender, ungläubiges Augenrubbeln: Läuft „Spiele, die ich vermisse“, jetzt tatsächlich schon ein Jahr? UND wir nähern uns mit großen Schritten der 50? Wow, das sind ja gleich zwei Jubiläen auf einmal – und ein Grund dafür, eines der beiden ein wenig zu verschieben. Was ihr hier lest, ist nämlich nicht die 50. Ausgabe – die folgt nächste Woche – sondern das zweite Retro-Retro der Serie, also ein Rückblick auf die Blog-Ausgaben, die seit der letzten Zusammenfassung. Praktisch zum Nachlesen, damit ihr jene Ausgaben, die ihr verpasst habt, noch einmal genießen könnt – wer weiß, vielleicht entdeckt ihr eine Retro-Perle, die euch bislang entgangen ist? Seid ihr bereit? Gut, dann los!

#25: Die Siedler (Amiga, PC, 1993)

Die-Siedler-720x480-18e5d17b2201a61dDas neue Jahr läute ich mit einem Titel ein, der eine deutsche Traditionsvideospielserie beginnt: Die Siedler. Warenkreisläufe, Aufbaustrategie, Wuselfaktor – der Reiz ist gar nicht unbedingt, den Gegner zu besiegen, sondern eher den fleißigen Pixelmännchen beim Schleppen und Bauen zuzusehen. Das macht heute noch Spaß und wirft die Frage auf, wann wir einen neuen Teil der Siedler-Reihe zu sehen bekommen – und ob man sich vielleicht mal wieder auf das traditionelle Spielschema zurückbesinnt.

 

#26: Super Pipeline (C64, 1983)

pipelinelevel5 Zurück zu meinen ganz frühen spielerischen Wurzeln: Super Pipeline war eines jener Spiele, die ich bereits mit vier Jahren gespielt habe, weit, bevor ich meinen eigenen C-64 bekam. Wie man aus dem simplen Spielprinzip, Fässer mit Öl zu füllen, ein unterhaltsames und durchaus kniffliges Spiel machen kann und warum der Soundtrack daran schuld ist, dass ich mich regelmäßig an den Titel erinnere, lest ihr in Ausgabe #26!

 

#27: The Incredible Machine (PC, 1992)

image56Wenn man ein Aquarium zertrümmert, um die Katze auf die Taschenlampe zu locken, damit die Rakete gezündet wird und einem Affen den Blick auf die Banane freigibt, schlägt die Stunde von The Incredible Machine. Verrückte Konstruktionen, die eigentlich eine einfache Aufgabe lösen sollen, stehen im Mittelpunkt des Dynamix-Titels, der eine ganze Serie begründete. Die Kopfnüsse für Physik-Puzzler sind einfach legendär!

 

#28: Xenogears (PS, 1998)

440430-xenogears-playstation-screenshot-battle-against-a-wandknights„Ich bin das Alpha und das Omega“ – religiöse Referenzen, eine Story, in der eine Antwort auf eure Fragen nur noch mehr Fragezeichen entstehen lässt und erst am Ende klar ist, worum es wirklich geht, ein Intro, das zunächst so gar nicht zum Rest des Spiels passen will und jede Menge mächtige Gears (aka Mechas): Xenogears ist ein Kult-J-RPG-Titel der PlayStation-Ära, der leider nie den Weg nach Europa gefunden hat. Und leider auch nie fortgesetzt wurde … ich sage einfach nur „End Episode V“. Ihr wollt mehr wissen? Lest selbst.

 

#29: Worms (Amiga und andere, 1995)

Worms-PC-Gameplay-screenshot-2Regenwürmer, angetreten: Waffenstarr ballern sich die Würmer in einem der wohl verrücktesten Artillery-Games der Videospielgeschichte seit 1995 durch unser Spielerleben. Warum der erste Teil für mich noch immer einen ganz besonderen Charme hat, warum er gut als Mittel gegen Aggressionen taugt und warum die anderen Spiele der Reihe für mich nicht mehr ganz an das Flair von damals anschließen können, lest ihr in Ausgabe #29!

 

#30: Dr. Mario (NES, GameBoy, 1990)

drmarioViren mit Pillen bekämpfen – Alltag für Ärzte, im Videospielbereich hingegen ein nicht ganz so häufig anzutreffendes Spielprinzip. In Dr. Mario machte Nintendo aus dieser Idee allerdings einen hinreißenden Puzzler, der ewig nicht aus meinem GameBoy wanderte. Was meine Mutter mit dieser Tatsache zu tun hatte, welche Begegnung mit einem zukünftigen Chef damit einherging und warum Mario auch als Arzt eine gute Figur macht? Die Antworten findet ihr hier.

 

#31: Die Schicksalsklinge (PC, Amiga, 1992)

nlt4 Anlässlich einer Woche Schiurlaub, der bei mir seit ein paar Jahren mit dem Großteil meiner Pen&Paper-Rollenspielrunde verbracht wird, verabschiede ich mich in Ausgabe #31 in die Berge mit einer Erinnerung an Die Schicksalsklinge – die erste Umsetzung der Welt des Schwarzen Auges als Videospiel. Auch heute, technisch und spielerisch veraltet, hat es noch viele Freiheiten und großen Charme, der Rollenspiele damals ausmachte. Grund genug, es zu vermissen

 

#32: Final Fantasy IX (PS, 2001)

tumblr_lqgqx9YwpT1qij1afo1_500Aus dem Urlaub zurück schwelge ich dennoch noch in Erinnerungen an die Zeit in den weißen Bergen – und zwar, indem ich Final Fantasy IX vermisse. Der letzte Final Fantasy-Teil für die erste PlayStation punktet mit einer Fantasy-Story, liebevoll überzeichneten Charakteren und wunderschöner Musik. Auch wenn IX nicht unumstritten ist, steht das Spiel bei mir ganz weit oben. Warum das so ist und warum der Titel ein wichtiger Grund ist, dass ich Konsolenspieler wurde, lest ihr in Ausgabe #32

 

#33: Hexenküche (C64 und andere, 1985)

cauldron_07Double, double, toil and trouble: Wieder geht es ganz weit in meine spielerische Vergangenheit zu einer C64-Perle: In Hexenküche spielt man eine wenig ansehnliche Hexe, die sich mit dem Pumpking anlegen will. Das Resultat? Eine Mischung aus Plattformer und Shoot’em-Up, die zwar so schwer war, dass ich nie wirklich weit im Spiel vorankam, aber sich dennoch tief in mein Spielegedächtnis eingebrannt hat. Prädikat: Erinnerungswert

 

#34: Chaos on Earth (PC, unveröffentlicht)

Bionoids--ArtilleryAlle meiner Erinnerungen sind sehr persönliche Geschichten – aber das ist wohl die persönlichste von allen: Chaos on Earth ist kein Spiel, das man kennen muss – was schlicht und ergreifend daran liegt, dass es jenes Spiel ist, das ich knapp nach dem Ende meiner Schulzeit designte. Eine Geschichte voller Selbstüberschätzung, von Scheitern und dennoch tollen Ideen – und von einem Spiel, das ich heute noch gerne spielen würde

 

#35: Mad TV (Amiga, PC, 1991)

fvy6789qWie heißt es so schön? Wenn man sich beschwert, soll man doch zuerst einmal beweisen, dass man es besser kann. Und sollte man sich über das Fernsehprogramm aufregen, ist Mad TV genau das richtige Spiel dafür. Als Programmdirektor kauft ihr Sendungen ein, platziert Werbung, produziert eigene Shows – und achtet besser genauestens auf die Quote. Wenn da nur nicht Betty wäre, die ihr erobern wollt, aber ausgerechnet ein Faible für Kultursendungen hat, die niemand sehen will …

 

#36: Where in the World is Carmen Sandiego? (C64 und andere, 1985)

033605_Bangkok_2-winSpiele können nicht nur unterhalten, sondern auch bilden. Allzu oft gelingt der Spagat zwischen „Lernen“ und „Spielspaß“ allerdings nicht – irgendwie wird sich das eine vor das andere drängen. Ein Spiel, das das geschafft hat, ist Thema von Ausgabe #36: Where in the World is Carmen Sandiego macht euch zum Detektiv auf Verbrecherjagd – und wer Erfolg haben will, sollte sich besser ein wenig in Geographie bilden …

 

#37: LucasArts

lucasartslogo Kein Spiel, sondern ein ganzes Studio ist Thema von Ausgabe #37: Disney schließt LucasArts und damit ist die Geschichte eines Entwicklers, der für mich einige der größten Retro-Hits aller Zeiten abgeliefert hat, beendet. Grund genug für mich, mich an etliche Spiele zu erinnern, die mich im Laufe der Zeit begeistert haben – von Maniac Mansion bis The Old Republic. Schade, dass diese Zeiten vorbei sind.

 

 

#38: Leisure Suit Larry 1-3 (PC und andere, ab 1987)

151188-leisure-suit-larry-1-in-the-land-of-the-lounge-lizards-dosNeue Projekte braucht das Land – und deshalb starte ich in dieser Ausgabe meinen ganz persönlichen Larry-Marathon. Sechs Spiele warten darauf, durchgespielt zu werden, ich beginne immerhin mit den ersten drei und erlebe die erotischen Abenteuer von Larry Laffer aus den 80ern. Eine Geschichte von seltsamer Steuerung, heutzutage unerträglichem Design und jeder Menge Charme … Larry muss man trotz allem gespielt haben

 

#39: Motocross Madness (PC, 1998)

79148233Microsoft veröffentlicht ein neues Motocross Madness auf der Xbox 360 – und was mache ich? Ich vermisse den Urvater der Serie, der 1998 für den PC herauskam und nicht nur mit verrückten Stunts, sondern vor allem mit einem Leveleditor punkten kann. Ganz zu schweigen von wunderbaren Erinnerungen an meine eigene LAN-Party-Zeit und wie ein Spiel, das niemand auf dem Radar hatte, zum Hit werden kann

 

 

#40: The Legend of Zelda: Link’s Awakening (GameBoy, 1993)

linksawakening-0db1a3e124Mein All-Time-Favorite der Zelda-Serie bekommt in Ausgabe #40 endlich seinen wohlverdienten Blog. The Legend of Zelda: Link’s Awakening entstand ursprünglich als Experiment der Zelda-Entwickler in ihrer Freizeit und wurde erst spät zum vollwertigen Zelda. Genau das erlaubte dem Titel, jede Menge Innovationen einzuführen, die das Spiel für mich zu einem der besten Zeldas aller Zeiten machen. Warum? Lest selbst!

 

#41: Biing – Sex, Intrigen und Skalpelle (PC, 1995)

02_images2Manchmal ist es die Prämisse eines Spiels, die den Titel unvergesslich macht – trotz der spielerischen Mängel. Genau das ist wohl auch die Quintessenz meiner Betrachtungen zu Biing – Sex, Intrigen und Skalpellen, der wohl einzigen Krankenhaus-Simulation mit deutscher Schmuddelfilm-Optik. Oder ist es doch Satire? Macht euch euer eigenes Bild – in diesem Krankenstand-inspirierten Blog (aber ohne Fieberwahn)!

 

#42: The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (PC, 1984)

194094Die magische Zahl 42 – das kann nur ein Thema bedeuten. Nicht wahr? Wer nicht versteht, warum erwachsene Menschen am 25. Mai ein Handtuch herumtragen und die Zahl 42 als Antwort auf völlig unmathematische Fragen geben, hat sich wohl noch nie mit Per Anhalter durch die Galaxis beschäftigt. Diese Ausgabe ist die Gelegenheit dazu – schließlich dreht sich hier alles um das Textadventure , das Kultautor Douglas Adams selbst mitdesigned hat

 

#43: Civilization (PC und andere, 1991)

Elizaveta Das wohl umfassendste Spiel der Welt (zumindest in Sachen Zeitgeschichte) ist Thema von Ausgabe #43: Sid Meier lässt euch in Civilization mit einem primitiven Stamm 4.000 vor Christi Geburt starten und eine Zivilisation ganz nach euren Wünschen aufbauen. Über Kriege, Weltwunder und Entdeckungen vom Rad bis zur Atombombe – in diesem Spiel steckt wirklich alles. Inklusive Mozarts Rondo alla Turca

 

 

#44: Kuru Kuru Kururin (GBA, 2001)

CCnutWenn ein Vogel seine Brüder mit einem Helikopter rettet, ist man mitten in einem japanischen Puzzlespiel gelandet! Einen rotierenden „Stab“ durch verwinkelte Levels zu manövrieren, ohne irgendwo anzustoßen, ist keine leichte Aufgabe – und war für mich Grund genug, mir einen GBA zu kaufen. Kuru Kuru Kururin ist eines der jüngeren Spiele in meinem Blog – aber keineswegs eines der schlechteren

 

 

#45: Eternal Darkness: Sanity’s Requiem (GameCube, 2002)

Eternal-darknessUnverhofft kommt oft – und so war DAS Spiel auf dem GameCube für mich ein Titel, den ich mir fast nicht gekauft hätte: Eternal Darkness: Sanity’s Requiem punktet mit einer Jahrtausende umfassenden Story, grausamen alten Göttern, vielen Protagonisten und einem echt verrückten Feature: Sinkt eure geistige Gesundheit, treten Effekte auf, die euch sogar als Spieler an der Realität zweifeln – oder zumindest zur Fernbedienung eures Fernsehers greifen lassen

 

#46: Leisure Suit Larry: Passionate Patty Does A Little Undercover Work (PC, 1991)

LSL5 1277Nach einigen Wochen Pause geht der Larry-Marathon in die nächste Runde – und zwar mit Teil 5. Nein, Teil vier wurde nicht ausgelassen (Details im Blog), nein, der Titel ist definitiv nicht das beste Spiel der Reihe. Warum man sich dennoch an die verrückten Abenteuer von Larry erinnern kann, wie man das perfekte Happy End zerstört und wie sich Passionate Patty als vollwertiger Sidekick bewährt – das alles lest ihr in Ausgabe #46

 

#47: Final Fantasy X (PS2, 2002)

Final_Fantasy_X-034Mein persönliches Highlight der Final Fantasy-Geschichte bekommt in Ausgabe #47 seinen Blog spendiert: Final Fantasy X war der erste Teil der Saga für die PS2 und mein ganz persönlicher Systemseller. Eine Geschichte von zu späten Minispielen, fliegenden Controllern beim Chocobo-Rennen und Charakteren, die ich sicher niemals vergessen werde – und dank HD-Remake auch bald nicht mehr „vermissen“ muss, sondern wieder spielen kann

 

#48: Der Clou! (Amiga, PC, 1994)

TheClue-PlanningViel zu selten wird über Spiele Made in Austria geredet – das gehört doch dringend geändert, denkt ihr nicht? Mit Der Clou erinnere ich mich an eines der ersten Spiele von Neo Software (später bekannt als Rockstar Vienna, noch später als Games That Matter neu gegründet und dann Deep Silver Vienna mutiert), bei dem man als Einbrecher sein Glück machen muss. Warum Unrecht Spaß macht? Lest selbst!

 

 

#49: Stunt Car Racer (C64 und andere, 1989)

stunt_car_racer_05Hohe Sprünge, steile Rampen und den Gegner im Genick: Stunt Car Racer von Geoff Crammond ließ nicht nur mein Herz, sondern auch das virtuelle Auto hüpfen. Bockschwer, aber für die damaligen Verhältnisse durchaus auch spektakulär präsentiert sich das Spiel mit seiner Vektorgrafik, das für mich zum Wegbereiter von TrackMania und Co. wurde. Grund genug, es zu vermissen? Definitiv!

 

 

Gut, damit sind wir am Ende angekommen – die Liste ist ohnehin schon lange genug. Wir lesen uns nächsten Freitag hoffentlich mit Ausgabe #50 – bis dahin: Stay retro, und danke dafür, dass ihr meine Serie weiterhin lest und wir schon viele schöne Diskussionen hatten!