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Spiele, die ich vermisse: Der 4. Jahresrückblick

Es ist eine kleine Tradition geworden: Wenn andere auf das Jahr zurückblicken, werfe ich einen Blick darauf zurück, auf welche Titel der Vergangenheit ich im letzten Jahr einen Blick geworfen habe. Und das heißt: Zeit für eine neue Ausgabe des Retro-Retros, auch bekannt als „Spiele, die ich vermisse: Der Jahresrückblick“. Dass dieser diesmal nicht ganz so umfangreich ausfällt, hat einen ganz simplen Grund: Leider war dieses Jahr dann doch wieder zeitlich stressender als gedacht, wodurch oft Artikel halbfertig in der Schublade blieben oder geplante Ausgaben nicht geschrieben wurden. Dennoch hoffe ich, dass ihr in dieser Ausgabe euch mit mir an die vergangenen Einträge zurückbesinnt, vielleicht vergessene Perlen wieder entdeckt – und wenn euch das noch immer nicht reicht, einfach euren Blick auf die vorangegangenen Rückblicke werft, wo ja doch schon über 100 Einträge auf euch warten.

#113 The Legend of Zelda: Majora’s Mask (N64, 2000)

MajorasMask_1Und täglich grüßt das Murmeltier, Zelda-Style. Drei Tage bleiben Link, um die Zerstörung Terminas zu verhindern – doch dank seiner Ocarina kann er diese immer wieder von vorne beginnen. Das Sequel zu Ocarina of Time bleibt den neuen Gameplaymechaniken treu, ergänzt sie jedoch um eine lebendigere Welt und Zeitreisen. Für manche ein echtes Highlight, für andere ein Titel, der einfach nicht an das große Ocarina heranreicht. Für mich? Lest selbst.

 

#114 Star Wars: Rebellion (PC, 1998)

65686-StarWarsRebellionEin echter Underdog in der Riege der Star Wars-Spiele: Rebellion kreuzt Star Wars mit Masters of Orion und lässt euch die Geschicke von Rebellion oder Imperium nach der Schlacht von Yavin übernehmen. Mit Diplomatie und brachialer Gewalt gilt es, seine Seite zum Sieg zu führen – und dabei nicht den Überblick über das Management seiner Planeten zu verlieren. Klingt interessant? Ist es auch!

 

#115 Toonstruck (PC, 1996)

toon095Wie wäre es, als Künstler seiner eigenen Kreation zu begegnen? Diese Erfahrung macht Mal Block (gespielt von Christopher „Doc Brown“ Lloyd) im Point’n’Click-Adventure Toonstruck. Der Ausflug in die Zeichentrickwelten samt genialer Korruption der eigentlich gutmütigen Gestalten durch eine spezielle Maschine (ich sag einfach nur „Maso-Marga“) ist ein heute noch witziger Titel, der durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Oder zumindest nicht vergessen zu werden.

 

#116 Discworld II: Vermutlich vermisst (PC, PlayStation, 1996)

discworld2-20Wir bleiben beim Point’n’Click-Adventure, kommen aber zu einem traurigen Anlass: Im März 2015 stirbt Terry Pratchett, und für mich ist das Grund genug, mich an das zweite Adventure in seiner wunderbaren Scheibenwelt zu erinnern. Warum es gut war, für Rincewinds Abenteuer die Bücher gelesen zu haben und warum das Ritual von AshkEnte daran schuld ist, dass ich den Banana Boat Song nicht mehr hören kann, ohne lachen zu müssen, lest ihr hier.

 

#117 The Legend of Zelda (NES, 1986)

31369-the-legend-of-zelda-nes-screenshot-explore-the-land-of-hyrulesEs gibt nur wenige Spieleserien, die zu so einer Legende wie Zelda wurden. Doch wie waren die Anfänge? Warum „Kommunikation“ ein ganz wichtiges Wort im ersten Abenteuer des grün gewandeten Link ist (aber man trotzdem nicht wirklich dazu kommt, mit NPCs zu sprechen), was damals schon so war und sich seit damals massiv geändert hat – all das sind Dinge, denen ich in diesem Retro-Eintrag voller Erinnerungen an familiäre Ostern nachgehe.

 

#118: Final Fantasy (NES, 1988)

ff1Wir bleiben den Anfängen großer Serien treu. Die Legende besagt, dass Final Fantasy so genannt wurde, weil es vielleicht das letzte Spiel von Squaresoft sein hätte können. Doch was machte den Titel so herausragend, dass es die Spieleschmiede in die AAA-Liga katapultieren konnte? Ein Rückblick auf das Fantasy-Epos, mit dem die Saga begann – und an dem deutlich wird, wie sehr sich die Serie seit damals entwickelt hat.

 

#119 Snoopy (C64, 1984)

snoopy64_bigAuch wenn es zum gerade erst erschienenen Peanuts-Film besser passen würde, habe ich schon im Mai den Beagle vermisst – und damit eine meiner ersten Jump’n’Run-Erfahrungen überhaupt. Warum das Spiel mir noch immer im Hinterkopf schwebt, was „The Entertainer“ damit zu tun hat und warum der Titel vermutlich für heutige Spieler zugleich lachhaft und aufgrund der starken Weiterentwicklung des Genres eher frustig sein würde, lest ihr in meinem Rückblick.

 

#120 The Movies (PC, 2005)

MoviesSE 2015-06-12 09-37-39-53Peter Molyneux gilt heute eher als Dampfplauderer, aber tatsächlich gibt es etliche Spiele von ihm, mit denen ich viel Spaß hatte. The Movies gehört definitiv dazu. Als Gründer eines Filmstudios müsst ihr die Geschicke eurer Firma lenken, tolle Filme drehen und eure Schauspieler glücklich machen. Das Resultat? Theme Park trifft Die Sims und jede Menge Film-Magie – und damit auch jede Menge Spielspaß.

 

#121 Pitstop II (C64, 1984)

Pitstop_ii-c64Passend zum Österreich-GrandPrix geht es diesmal in die Geschichte der Rennspiele – genauer gesagt zu einem meiner ersten Ausflüge in dieses Genre. Pitstop II liefert schon 1984 „3D“-Grafik und neben einem interessanten Rennerlebnis inklusive sich abnutzender Reifen auch die namensgebende Boxengassen-Simulation. Natürlich sind wir hier weit entfernt von den Formel 1-Spielen der Jetzt-Zeit – aber irgendwie hatte Pitstop II einen ganz eigenen Charme …

 

#122 Wii Sports (Wii, 2006)

wii_sports_tennis_0Im Juli ging eine wichtige Persönlichkeit der Videospielindustrie von uns: Satoru Iwata schloss für immer die Augen. Grund genug für mich, mich an die Dinge zu erinnern, die Nintendo unter seiner Führung erreicht hat. Dieser Gedankengang führt mich zu Wii Sports, das trotz (oder wegen) seiner Einfachheit zum Sinnbild der „Zielgruppenerweiterung“ Nintendos und DER Demo der Bewegungssteuerung schlechthin wurde.

 

#123 Lost Odyssey (Xbox 360, 2008)

Lost_Odyssey_city-1280pxBraucht man momentan sowohl PS4 als auch Xbox One? Ich sage (mit meinem Spielegeschmack) eher nein – und erinnere mich an eine Zeit, als es sich durchaus auszahlte, alle Konsolen zu besitzen. Das führt mich zu Lost Odyssey. Das klassische JRPG in HD-Grafik (was Lob und Kritik zugleich darstellt) von Final Fantasy-Erfinder Sakaguchi sorgte als Exklusivtitel dafür, dass die 360 zum Pflichtkauf für JRPG-Fans wurde. Dass es nebenbei auch noch ein verdammt gutes Spiel war und mich zum Teil mit simplem Text zu Tränen rührte, macht es für mich unvergesslich. Sowas wünsche ich mir für die One …

#124 Fate of the World (PC, 2011)

fate-of-the-world-climate-game-screenshotNicht immer ist mir zum Lachen zumute – und Angesichts des Flüchtlingsdramas schon gar nicht. Mit Fate of the World geht es deshalb erstmals in die Gegend der Serious Games, jener Titel, die weniger für den Spielspaß, sondern mehr dafür designed wurden, zum Nachdenken anzuregen oder dem Spieler komplizierte Sachverhalte nahezubringen. Könnt ihr die Welt vor der Umweltzerstörung und die Menschheit vor sich selbst retten? Fate of the World wird es zeigen.

#125 The Great Giana Sisters (C64, Amiga, Atari ST, 1987)

great_giana_1Super Mario wird dreißig – und nachdem Nachahmung die größte Form der Anerkennung ist, entscheide ich mich, keinen weiteren Mario-Titel, sondern The Great Giana Sisters zu vermissen. Das Spiel rund um zwei Schwestern ist eingelungenes Mario-Plagiat, das aber mit seinen ganz eigenen Gameplayelementen und vor allem seiner großartigen Musik von Chris Hülsbeck heute noch als echter Jump’n’Run-Klassiker gilt

 

#126 Pikmin (Gamecube, 2001)

pikmin_1aKlein, bunt, wuselig und absolut gehorsam: Die Pikmin eroberten rund um den Launch des Gamecubes den Fernseher. Unter dem Kommando von Captain Olimar wurde erkundet, gekämpft und geschleppt, bis die Sonne untergeht und dem wuseligen Treiben ein Ende macht. Warum das Spiel mein Herz eroberte und ich bis heute jedesmal an Pikmin denken muss, wenn ich Ameisen sehe, lest ihr in diesem Beitrag.

 

#127 Assassin’s Creed (PC, Xbox 360, PS3, 2007)

assassins-creed-gameplayPassend zum Erscheinen von Assassin’s Creed Syndicate kehre ich zurück zum Ursprung der Geschichte. Warum der Titel rund um den Assassinen Altaïr bis heute nicht unumstritten ist, was er noch deutlich anders machte als seine Sequels und warum er trotz aller Kritik ein Spiel war, das die damalige Konsolengeneration nachhaltig geprägt hatte, lest ihr in meinem Ausflug in die Zeit der Kreuzzüge.

 

#128 Papers, Please (PC, iOS, 2013)

Papers-PleaseEinmal mehr holt die Realität diesen Blog ein – nach den Anschlägen in Paris und der steigenden Flüchtlingsskepsis vermisse ich ein Spiel, das ich eigentlich erst knapp zuvor wirklich gespielt hatte, aber perfekt zur Problematik passte. In Papers, Please spielt ihr einen Grenzbeamten für einen diktatorischen Staat. Doch seid ihr gründlich und paragraphengetreu oder lasst ihr auch mal Fünfe gerade sein und nehmt Bestrafung in Kauf, wenn es um Menschen in Not geht? Ein faszinierendes und beklemmendes Spiel.

#129 Nebulus (C64, ZX Spektrum, Amstrad CPC, Amiga, Atari ST, Archimedes, NES, GameBoy, 1987)

nebulusDie Welt ist rund – und diese Türme sind es auch. In Nebulus müsst ihr Türme erklimmen und viele Hindernisse überwinden, um die Gebäude dem Erdboden gleich zu machen. Das klingt leider einfacher, als es ist, denn der Weg nach unten wird öfter angetreten, als man glaubt. Warum Nebulus trotz seines knackigen Schwierigkeitsgrades für mich ein echtes C64-Highlight ist und es verdient hat, mein Weihnachtsrückblick zu werden? Lest selbst!

 

Das war es dann auch schon wieder für dieses Jahr. 16 Mal ging es zurück in die Vergangenheit. Wie oft es nächstes Jahr dazu kommt, dass ich ein Spiel vermissen werde? Ich kann es nicht versprechen, auch wenn ich gerne einen Vorsatz in die Richtung machen würde. Aber keine Angst, die Serie wird definitiv weitergehen, denn noch immer gibt es viele Erinnerungen, die in mir schlummern. Wir lesen uns also 2016 und stay retro!