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Special: Das sind Sonys Pläne für ein Kino-Universum mit Spider-Man-Charakteren

Der Konzern hält die Filmrechte an über 900 Marvel-Charakteren

Peter Parker aka Spider-Man ist Teil des Marvel Cinematic Universe.

Dieser Satz klang für viele Fans und Beobachter der Comic-Szene lange Zeit wie Utopie oder kindliches Wunschdenken. Zu unwahrscheinlich mutete die Vorstellung einer Einigung der zwei Großkonzerne Disney und Sony an. Wie oft kommt es denn auch vor, dass zwei direkte Konkurrenten in einer kapitalistischen Wirtschaftswelt miteinander kooperieren und sich die Einnahmen danach teilen? Im Fall des Wandkrabblers ist der Coup jedoch gelungen.

Wer nun aber denkt, dass sich Sony damit zufrieden gibt und seine Pläne für ein eigenes Film-Universum basierend auf den Marvel-Comics begraben hätte, irrt gewaltig. Bereits im Herbst erscheint mit Venom der erste Marvel-Film des eigenständigen Sony-Universums. Dieses soll „Sony’s Universe of Marvel Characters“ (SUMC) heißen und sich streng an den Comic-Vorlagen orientieren.

Neulich wurde auch klar, dass Sony hierfür genügend Erzählstoff haben sollte. Denn der Konzern hält die Rechte an über 900 Marvel-Charakteren. Klar ist jedoch, dass für den Aufbau des SUMC eines von essentieller Bedeutung ist: Venom muss ein Erfolg an den weltweiten Kinokassen werden! Sollte dies gelingen, werden uns in den kommenden Jahren einige bislang noch recht unbekannte (Anti-)Helden auf den Kinoleinwänden begegnen.

Morbius – The Living Vampire

Dieses Projekt scheint aktuell am weitesten in seiner Entwicklung zu sein. Für das Drehbuch zeichnen sich Burk Sharpless und Matt Sazama verantwortlich. Die Regie übernimmt Daniel Espinosa und die Hauptrolle Jared Leto.

Black Cat

Sanford Panitch, der Präsident von Columbia Pictures, äußerte sich zu Black Cat, wie folgt: „Wir glauben, dass Black Cat mit ihrer großartigen Hintergrundgeschichte und dem vielfältigen Canon an Material genug ihr eigener Charakter ist, um einen Solo-Film zu rechtfertigen.“ Wie weit diese Produktion bereits vorangeschritten ist, bleibt noch unklar. Wir können Panitch aber nur zustimmen. Der Charakter Felicia Hardy hätte sich ein eigenes Kino-Abenteuer verdient, gibt es doch ohnehin zu wenige Female-Lead-Superhelden-Verfilmungen.

Silver Sable

Über Silver Sable ist bislang noch wenig bekannt. Ursprünglich hätte der Charakter zusammen mit Black Cat in Silver & Black auftreten sollen. Diese Idee wurde jedoch verworfen, wodurch beide Charaktere nun ihre eigene Geschichte erhalten werden.

Nightwatch

Nightwatch, der vom Charakterdesign an Spawn erinnert, dürfte sich ebenfalls noch in der frühen Entwicklungsphase befinden. Das Drehbuch soll (angeblich) von Cheo Hodari Coker geschrieben werden. Dieser war zuletzt Showrunner bei der Netflix-Serie Marvel’s Luke Cage.

Silk

Silk ist vergleichbar mit einer weiblichen Variante von Spider-Man. Cindy Moon wurde nämlich von derselben Spinne, wie Peter Parker gebissen – und auch sie erhielt dadurch außergewöhnliche Fähigkeiten.

Jackpot

Über Jackpot ist noch sehr wenig bekannt. Das Projekt dürfte sich in Produktion befinden und eine etwas ältere Darstellerin für die Hauptrolle casten.

Kraven, der Jäger

Vor einigen Tagen wurde ebenfalls bekannt, dass an Kraven, der Jäger gearbeitet wird. Dieser ist in den Comics ein klassischer Spider-Man-Bösewicht.

Kraven, der Jäger

Was wir noch über das SUMC wissen (oder vermuten)

Sony möchte einige Dinge anders machen als in der Vergangenheit.

Unter den angekündigten Filmen befinden sich einige weibliche Hauptcharaktere, wodurch eine stärkere Einbindung von Drehbuchautorinnen und Regisseurinnen wahrscheinlich ist. Auch dazu äußerte sich Panitch bereits: „Spider-Man ist mit vielen Leuten verbunden. Da wären Bösewichte, Helden, und Antihelden und eine Menge weiblicher Charaktere, viele von diesen sind Bona Fide, komplett ausgearbeitet, und einzigartig. Wir glauben, dass es keinen Grund gibt, dass Marvel Charaktere Diversität nicht willkommen heißen sollten.“

Sony möchte mit seinem SUMC auch mit den Produktionskosten experimentieren. Es soll zwar weiterhin Blockbuster-Produktionen geben, aber daneben auch welche mit schmalerem Budget. Außerdem werden wir wohl nicht so schnell Filme mit einem R-Rating, also Filme ohne Jugendfreigabe, sehen. Zwar werden diese nicht kategorisch ausgeschlossen, dürften aber aufgrund der Unvereinbarkeit mit dem Marvel Cinematic Universe von Disney sehr unwahrscheinlich sein. Insgeheim dürfte sich Sony doch die eine oder andere Beteiligung bekannter Avenger in SUMC-Produktionen erhoffen. Inwieweit dies wirklich realistisch ist, wird die Zeit wohl zeigen müssen.

Venom erscheint am 5. Oktober in den Kinos. Der Animationsfilm Spider-Man: Into the Spider-Verse, der hier auch (irgendwie) dazugehören dürfte, erscheint am 13. Dezember diesen Jahres. Spider-Man: Far From Home, das Sequel zu Spider-Man: Homecoming, erscheint bereits kommenden Juli.

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