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Da Capo-Review: Sonic & All Stars Racing Transformed (Xbox Games with Gold )

So darf ein Fun-Racer aussehen

Zwischen 1.Juni und 15. Juni 2018 gibt es Sonic & All Stars Racing Transformed im Rahmen der Xbox Games with Gold Mitgliedschaft für die Xbox 360/Xbox One. Aus diesem Anlass servieren wir euch das passende Review aus dem November 2012 als Da Capo-Review. Das Spiel ist heute noch ein ausgezeichneter Fun Racer der mit Team Sonic Racing in diesem Jahr endlich einen Nachfolger bekommen wird.

Denkt man an Fun-Racer, denkt man an Mario Kart. Das geht 15-Jährigen so und 30-Jährigen erst recht. Und das, obwohl vor zwei Jahren ein kleiner Stern am Genre-Himmel angefahren kam. Mit dem sperrigen Titel Sonic & All-Stars Racing hat der damals noch potente Publisher SEGA ein durchaus unterhaltsames Spiel in diese Welt gezaubert. Hat leider alles nichts genutzt – SEGA musste dennoch 2012 durch ein Tal der Tränen und etliche Niederlassungen schließen. Sonic lässt sich von so etwas natürlich nicht aufhalten und hat in Europa mit KOCH Media einen neuen Partner gefunden, der nun die Fortsetzung veröffentlicht hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Sonic und seine Freunde sind zurück!

16 neue und acht alte Strecken warten auf euch, darunter Hintergründe zu den Spielen Super Monkey Ball, After Burner oder Golden Axe.

Alte Stärken und Schwächen

Egal ob ihr den Vorgänger kennt oder nicht, viel Grundsätzliches gibt es nicht zu erklären. Knapp 30 unterschiedliche Figuren, darunter bekannte Gesichter wie Sonic oder Nights und weniger bekannte Fratzen von Figuren wie Vyse oder Reala (die zum Teil erst freigespielt werden müssen), kämpfen in witzig bunten Rennen um gute Platzierungen. Alles ist erlaubt, d.h. ihr verschießt Raketen und hinterlasst Bomben – in diesem Fall Kugelfische –, um eure Gegner abzuhängen. Das kennt man und im Idealfall liebt man das auch. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was der neue Teil anders bzw. besser macht. In erster Linie punktet das Game bei der Inszenierung. Während in LBP Karting oder F1 All-Stars viele Strecken eher Gähn-Attacken verursachen, bewegt sich bei den SEGA All-Stars immer irgendwas. Da tauchen Meerungeheuer auf oder ein Drache aus Panzer Dragoon schwebt über euer Kart hinweg. Außerdem verändern sich die Strecken gelegentlich, sodass ihr plötzlich in der Luft schwebt oder auf dem Wasser weiterdüsen müsst. Praktisch, dass sich unsere Karts wie Transformers in diesen Situationen einfach umbauen und so ihren neuen Zweck erfüllen. Während sich die Steuerung auf dem Wasser ein wenig träger anfühlt, kommt bei den Fluggeräten auch noch die zusätzliche Auf und Ab Steuerung hinzu, die aber wunderbar funktioniert.

Driften wie Ken Block

Das Driften wurde aus dem Vorgänger übernommen, d.h. ihr müsst gekonnt mit der linken Schultertaste den Drift „halten“. Das und Drehungen in der Luft laden euren Boost auf, den ihr dann in der nächsten Geraden „verschießen“ könnt. Das lernt ihr schnell, diverse Herausforderungen dienen aber auch dazu, dass ihr wirklich gut werdet. Die All-Star-Fähigkeiten, die jetzt auch online ausführbar sind, feiern ebenfalls ein Comeback, im Gegensatz zum Vorgänger werden diese aber jetzt via einer aufladbaren Leiste ermöglicht. Ist sie voll, könnt ihr diesen Super-Move auslösen, der euch für kurze Zeit schneller über die Strecke flitzen lässt. Auch diese Moves sind teils abstrus witzig in Szene gesetzt, etwa wenn Ryo aus Shenmue aus seinem aktuellen Fahrzeug in einen Gabelstapler steigt, um dann das Feld aufzurollen.

Ansonsten warten zahlreiche mehr oder weniger inspirierte Strecken, die aber zumindest optisch SEGA-Fans einen tollen Querschnitt der letzten Jahrzehnte bietet. Egal ob auf einer besprayten Jet Set Radio-Strecke, einem kreischenden Space Channel 5-Track oder einem quietschbunten Sonic-Hintergrund, viele kleine Details schaffen ein Flair, das der Konkurrenz fehlt. Dass manche Rennstrecken, etwa die von Super Monkey Ball, schon fast ein wenig zu frustrierend ausgefallen sind, merkt man in der größten Euphorie Gott sei Dank nur dann, wenn man gerade wieder als letzter über die Ziellinie gefahren ist. Ein paar mehr Settings wären ebenfalls nett gewesen – als Vielspieler sieht man sich doch recht flott ab.

Noch ein paar wichtige Fakten

Wie immer in solchen Games, unterscheidet sich das Starterfeld in verschiedenen Werten, etwa Höchstgeschwindigkeit oder Beschleunigung. Für das erfolgreiche Absolvieren von Strecken gibt es freischaltbare Mods, die euer Fahrzeug ein wenig tunen und ihr so eure Größte technische Schwäche ein wenig abfedern könnt.

Bis zu acht Fahrer gleichzeitig duellieren sich auf den verschiedenen Strecken.

Modi-technisch wartet auf Solisten ein Adventure-Modus, wo ihr die zweite Hälfte der Charaktere für andere Modi frei schalten müsst und die gerade beschriebenen Mods freischalten und nutzen könnt. Ansonsten gibt es noch diverse Cups, die Herausforderungen (manche witzig, manche weniger), einen Grand-Prix-Modus (der leider nur alleine bestritten werden darf) und einen Battle-Modus, wo sich bis zu vier Menschen in Arenen duellieren. Online darf natürlich auch gespielt werden. Die Verbindung war in unseren Matches immer gut, es dauerte nur manchmal in der Lobby, bis ausreichend Spieler vorhanden waren.

Fazit

Wertung - 8

8

Abseits der Mario Kart-Serie ist Sonic & All Stars Racing Transformed noch immer eine ausgezeichnete Wahl wenn man nach einem typischen Fun Racer sucht. Auch ganze sechs Jahre nach seinem ursprünglichen erscheinen würde ich in jedem Fall dieses Spiel empfehlen (der Titel ist mir jetzt zu lang, um den noch mal abzutippen). Sympathische Charaktere, gutes Gameplay und viel zu sehen. Da verschmerzt man auch gern die paar Schwächen, die das Game ohne Zweifel mit sich bringt. Für einen unterhaltsamen Nachmittag/Abend mit Freunden, gibt es sowohl auf Xbox 360 als auch auf der PS3 wenige Alternativen.

User Rating: Be the first one !
Genre: Rennspiel
Entwickler: Sumo Digital
System: PS3, Xbox 360, Nintendo Wii U, PC, 3DS, iOS, Android
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 25 Euro

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