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Review: Streets of Rage 4

Die beliebte Beat ’em up Reihe Streets of Rage kehrt nach 26 Jahren zurück. Diesmal kommt das Spiel aber nicht mehr von Sega sondern von DotEmu, LizardCube und Guard Crush Games. Doch funktioniert „Streets of Rage 4“ auch noch heutzutage?

Die Story spielt 10 Jahre nach Streets of Rage 3 und in Wood Oak City macht sich ein neues Verbrechersyndikat breit. Angeführt von den Y-Zwillingen, den Kindern von Mr. X, wollen sie die Stadt unter ihre Kontrolle bringen und den Plan ihres Vaters weiterführen. Jetzt liegt es mal wieder an Axel, Blaze und Adam die Stadt zu beschützen. Diesmal bekommen sie noch Unterstützung von Cherry, der Tochter von Adam, und Floyd.

Die Story erinnert an einen mittelmäßigen Actionfilm und wird in schön gezeichneten Zwischensequenzen dargestellt. Natürlich nimmt sich das ganze nicht sonderlich ernst und soll alles einfach möglichst cool darstellen. Denn das wichtigste ist und bleibt das Gameplay.

Als Erstes müsst ihr euch einen der Charaktere aussuchen, die alle unterschiedliche Vor- und Nachteile haben. Cherry ist die schnellste von allen und kann dadurch mehr Schläge in ihrer Combo ausführen. Dafür macht sie aber auch weniger Schaden als der Rest. Der massige Floyd ist sehr langsam aber kann dafür 2 Gegner greifen und zusammenschlagen und hat mehr Wucht hinter seinen Schlägen. Die beiden bieten den größten Unterschied in der Spielweise, währen Axel, Blaze und Adam eher ausgeglichen sind und sich nur in Kleinigkeiten unterscheiden. Im Laufe des Spiels könnt ihr noch mehr Charaktere freischalten.

Habt ihr euren Charakter ausgewählt geht es auch schon gleich los. Ihr bewegt euch meistens von links nach rechts durch die Level, verprügelt eure Gegner und sammelt Punkte durch eure Kombos. Die Steuerung gestaltet sich recht simpel. Neben dem Stick, um euch zu bewegen gibt es eigentlich nur mehr 4 Knöpfe. Ihr habt einen normalen Angriff, mit dem ihr auf eure Gegner losgehen könnt. Haltet ihr die Taste länger gedrückt wird es zu einem starken Angriff.

Mit einer anderen Taste könnt ihr 3 Spezialmoves ausführen, die allerdings einen Teil eurer Gesundheit kosten: einen defensiven, einen offensiven und einen Luft-Spezialangriff. Jeder Charakter hat seine eigene Version. Cherry verwendet für die Attacken ihre Gitarre, währen Floyd Gegner mit seinen cyberkinetischen Armen an sich heranzieht. Die verlorene Gesundheit verliert ihr nicht endgültig, sondern sie wird euch mit einem grünen Balken bei eurer Gesundheit angezeigt. Ihr könnt sie zurückbekommen indem ihr eure Combos weiterhin ausführt aber der Balken verschwindet sobald ihr einen Treffer kassiert.

Wie bereits in den alten Teilen könnt ihr auch wieder verschiedene Waffen wie Messer, Baseballschläger oder Granaten aufheben und damit auf eure Gegner losgehen oder sie damit abschießen. Viele Waffen könnt ihr auch wieder auffangen, wenn sie zu euch zurückprallen. Jeder Charakter hat auch noch einen eigenen Starmove, der 1-2 Mal pro Stage verfügbar ist. Starmoves sind besonders mächtige Angriffe, die meistens fast über den ganzen Bildschirm gehen und besonders cool ausschauen.

Generell macht das Gameplay viel spaß und ist sehr eingängig. Trotzdem ist es auch noch immer herausfordernd. Man merkt wie man immer besser dabei wird seine Kombos zu verlängern und auch seine Spezialattacken einzusetzen. Anfangs habe ich die Spezialmoves recht selten verwendet, da sie Gesundheit kosten, doch je weiter ich im Spiel gekommen bin umso mehr kamen sie zum Einsatz.

Doch besonders glänzen kann das Spiel in seinem Co-op Modus. Es macht einfach Spaß gemeinsam noch weitere Kombos auszuprobieren, die allein einfach nicht möglich sind. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden wirkt es aber auch so, als ob die Anzahl der Gegner eher auf mindestens 2 Spieler ausgelegt ist. Online kann man leider nur zu zweit spielen, während Couch Co-op mit bis zu 4 Spielern möglich ist.

Der neue Comic Stil der Grafik passt auch sehr gut zu dem Spiel. Die Figuren sehen gut aus und die Animationen laufen flüssig ab. Die Hintergründe der Stage sind sehr detailreich gestaltet und haben oft Referenzen zu alten Teilen eingebaut. Für den Soundtrack konnte man wieder Yuzo Koshiro und Motohiro Kawashima gewinnen, die bereits für den alten Soundtrack verantwortlich waren. Doch auch andere Künstler haben zum Soundtrack beigetragen und liefern nicht weniger überzeugende Stücke ab. Wer jedoch trotzdem lieber die alte Musik genießen möchte kann sie in den Optionen umschalten.

Fazit

Wertung - 8.5

8.5

Streets of Rage 4 ist eine gelungene Fortsetzung des alten Klassikers, dem es gut gelingt, das Gameplay für die heutige Zeit anzupassen. Der neue Comic-Stil sieht wunderschön aus und die Animationen sind flüssig. Die Musik unterstreicht perfekt das Kampfsystem und macht richtig Laune seine Gegner zum Beat aufzumischen. Es wirkt modern obwohl es trotzdem noch sehr an seine Vorgänger erinnert. Wer seit längerem schon einen guten Brawler oder einen spaßigen Couch Co-op Titel sucht, wird mit Streets of Rage 4 vermutlich sehr glücklich werden.

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Genre: Beat ’em up
Entwickler: DotEmu, LizardCube und Guard Crush Games
System: PlayStation 4, Nintendo Switch, Xbox One, PC
Erscheint: 30. April 2020
Preis: ca. 25 Euro

 

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