Home / Artikel / Review: The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Die legendären Prüfungen DLC

Review: The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Die legendären Prüfungen DLC

Bei der Ankündigung des Erweiterungspasses für The Legend of Zelda: Breath of the Wild klang das erste von zwei DLC-Paketen für den Nintendo Switch-Launchtitel nicht sonderlich spannend. Es sollte einen höheren Schwierigkeitsgrad sowie zusätzliche Funktionen für die spielinterne Umgebungskarte enthalten, hieß es damals schwammig. Entgegen dieser Erwartungshaltung ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Die legendären Prüfungen eine fordernde und durchaus lohnenswerte Erweiterung des ohnehin schon riesigen Grundspiels.

Fast nackt und alleine

Das Highlight des ersten DLC-Pakets ist die Prüfung des Schwertes. Sobald man das Master-Schwert gefunden hat, kann man seine Macht verstärken, indem man sich einer 45 Räume umfassenden Herausforderung stellt. Wie auf der Jotverde-Insel im Hauptspiel beginnt man ohne Kleidung oder Waffen und trägt lediglich den Shiekah-Stein bei sich. Nicht einmal die Kräfte, die man nach einer erfolgreichen Absolvierung der vier Titanen erhält, kann man einsetzen.

Man kämpft sich durch Räume mit altbekannten Gegnern, immer höher kletterndem Schwierigkeitsgrad und verschiedenen Bedingungen wie Lava, Gewitterstürmen und Schneefall; immer mit knappen Ressourcen. Um hier zu bestehen, fordert das Spiel den kreativen Einsatz aller Fähigkeiten, die man zuvor bei seinen Reisen durch Hyrule erworben hat. Von dem Einsatz bestimmter Waffen gegen Elementarfeinde über die clevere Nutzung von Runen bis hin zur effektivsten Kombination von Kochzutaten – die Prüfung des Schwertes fordert auf allen Ebenen.

Begeht man einen tödlichen Fehler, heißt es „zurück an den Start“ – zumindest fast. Die Prüfung ist in drei Abschnitte geteilt. Nachdem man einen Abschnitt erfolgreich bezwungen hat, wird man aus der Herausforderung teleportiert und muss die bereits gemeisterten Räume nicht noch einmal durchlaufen. Die Belohnung für jede abgeschlossene Phase sind zehn zusätzliche Schadenspunkte für das Master-Schwert. Hat man also auch die sehr fordernden letzten Räume bezwungen, befindet sich das Schwert dauerhaft in seinem leuchtenden Zustand mit 60 Schaden, solange es einsetzbar ist.

Der Modus für Meister

Das zweite große Feature des DLC ist der Master-Modus. In diesem (mit einem separaten Spielstand verbundenen) neuen Schwierigkeitsgrad wird Hyrule noch gefährlicher. So legen alle Gegner einen „Härtegrad“ zu. Rote Bokblins beispielsweise werden zu blauen und plötzlich tauchen besonders starke Gegner an Orten auf, an denen man sie nicht erwartet. Zudem entdecken Gegner Link früher, wenn er sich ihnen nähert, und regenerieren während eines Kampfs Energie, wenn sie nicht kontinuierlich beharkt werden.

Überall am Himmel von Hyrule schweben außerdem an Ballons befestigte Planken, auf denen sich Gegner und auch die eine oder andere Schatztruhe befinden. Diese Änderungen schaffen es zumindest teilweise, das Spiel auch nach einem Durchgang auf dem normalen Schwierigkeitsmodus noch einmal interessant zu gestalten. Allerdings ermutigen die stärkeren Gegner einen sehr defensiven Spielstil, bei dem man Kämpfen so gut wie möglich aus dem Weg geht.

Füllmaterial

The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Die legendären Prüfungen bietet außerdem einige kleinere Inhalte, die das Paket abrunden. Die neue „Pfad des Helden“-Funktion erlaubt es, den Weg der letzten 200 Spielstunden auf der Karte von Hyrule nachzeichnen zu lassen. Dabei wird auch die Zeit vor der Veröffentlichung des DLC erfasst.

Zudem werden mit dem Download der Erweiterung neue Ausrüstungsgegenstände in ganz Hyrule versteckt. Mit simplen, automatisch aktivierten Quests kann man so Midnas Helm, Tingles Outfit, die Phantom-Rüstung und Majoras Maske finden, die allesamt eine schöne Hommage an andere Spiele der Serie sind, aber kaum Nutzen haben, wenn man das Spiel bereits eine lange Zeit gespielt hat. Die einzigen wirklich nützlichen Gegenstände sind die Krog-Maske (beginnt zu pulsieren, wenn sich einer der 900 Krogs in der Nähe versteckt) und das Teleport-Medaillon, mit dem ein temporäres Schnellreiseziel gesetzt werden kann.

Bei der Ankündigung des Erweiterungspasses für The Legend of Zelda: Breath of the Wild klang das erste von zwei DLC-Paketen für den Nintendo Switch-Launchtitel nicht sonderlich spannend. Es sollte einen höheren Schwierigkeitsgrad sowie zusätzliche Funktionen für die spielinterne Umgebungskarte enthalten, hieß es damals schwammig. Entgegen dieser Erwartungshaltung ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Die legendären Prüfungen eine fordernde und durchaus lohnenswerte Erweiterung des ohnehin schon riesigen Grundspiels. Fast nackt und alleine Das Highlight des ersten DLC-Pakets ist die Prüfung des Schwertes. Sobald man das Master-Schwert gefunden hat, kann man seine Macht verstärken, indem man sich einer…

Review Overview

Wertung - 8

8

Summary : Die zwei DLC-Pakete für The Legend of Zelda: Breath of the Wild können nicht separat gekauft werden, sondern nur zusammen als Teil des Erweiterungspasses zum Preis von 19,99 Euro. Es ist auch klar, dass der Kaufgrund eher die versprochene neue Geschichte inklusive Dungeon im zweiten Paket mit dem Titel Die Ballade der Recken ist, das Ende 2017 erscheint. Doch auch für sich gesehen bietet Die legendären Prüfungen gut durchdachte Herausforderungen und neue Wege, Hyrule zu erkunden. Einzig die enthaltenen Gegenstände haben trotz nettem Fanservice mit Ausnahme der Krog-Maske und dem Teleport-Medaillon kaum praktischen Nutzen.

User Rating: Be the first one !
Genre: Rollenspiel
Entwickler: Nintendo
Preis: ca. 20 Euro (Erweiterungspass)
System: Nintendo Switch, Wii U
Erscheint: Erhältlich

Dieses Review basiert auf der Nintendo Switch-Version.

Bei Amazon kaufen und SHOCK2 direkt unterstützen: