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Review: Tekken 7

In den vergangenen Jahren verflog die Begeisterung für Tekken ein wenig. Blendet man Pokémon Tekken aus, erschien das letzte Tekken für eine Heimkonsole im Jahr 2013 mit dem reinen Downloadtitel Tekken Revolution für PS3. Das eher enttäuschende Tekken 6 erschien sogar bereits 2007.  Seit 2015 reift in der Spielhalle Tekken 7 mit Updates, das nun auf PS4, Xbox One und dem PC den alten Glanz der Serie zurückbringen möchte.


Tekken 7 bietet einen spektakulär inszenierten Story-Modus mit 16 Abschnitten (sowie zusätzlichen Kapiteln für jeden Charakter), um euch mit dem Spiel vertraut zu machen. Dieser dreht sich, wie sollte es auch anders sein, ein weiteres Mal um die „angespannten“ Beziehungen im Mishima Clan. Vater, Sohn und Enkel hassen sich bekanntlich bis aufs Blut und überziehen den Globus mit ihrem Privatkrieg. Die Mischung aus Ingame-Grafik, Rendervideos und Comic-Zeichnungen weiß zu gefallen, Highlight für Fans der Serie dürfte das Kapitel sein, in dem man das damalige Introvideo aus Tekken 5 nachspielen darf. Die Kampagne könnt ihr in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden durchspielen, Anfänger freuen sich über die Möglichkeit Special-Moves zu vereinfachen oder auf eine bestimmte Taste zu legen.

Ein Tekken für alle?
Generell versucht sich Namco bei Tekken 7 an dem Spagat, spielerisch sowohl ein einsteigerfreundliches Spiel zu veröffentlichen, das auch Solo-Spielern eine schöne Kampagne bietet. Gleichzeitig möchte man aber auch Profis ein über zwei Jahre in der Spielhalle gereiftes, kompetitives Beat ‚em Up vorsetzen, bei dem einige Charaktere auf über 100 verschiedene Moves kommen. Wer schon einmal in der Vergangenheit sich mit Tekken beschäftigt hat wird sich in den Grundlagen sofort wieder heimisch fühlen. Charaktere wie der ewige Rocker Paul oder der schnelle Bruce Lee-Verschnitt Law beherrschen noch immer exakt die gleichen Moves wie zu Zeiten der ersten PlayStation. Darüber hinaus wurde dem Spiel ein komplexes aufeinander abgestimmtes System an Moves, Kontern und Spezialattacken verpasst. Wie schon beim direkten Vorgänger gibt es wieder den Rage-Mode wenn euer Kämpfer nur noch wenig Lebensenergie hat, dieses fächert sich nur jedoch in sogenannte Rage Drives und Rage Arts auf. Genau an dieser Stelle merkt man auch, dass Namco dieses Spiel bereits viele Monate in den Arcades erprobt hat. Keiner der Moves ist übermächtig, jeder Kombination kann auch ein ausgeklügelter Konter gegenübergestellt werden.

Technisch nutzt man wie der Mitbewerber Injustice 2 die Unreal 4 Engine, auch wenn an vielen Punkten wie etwa die Mimik der Charaktere nicht mit dem DC-Comic-Klopper mithalten kann. Insgesamt machen Charaktere, Animationen und vor allem auch die abwechslungsreich gestalteten Stages einiges her. Vor allem die schönen Licht- und Partikeleffekte begeistern und überdecken auch die teilweise vorhandene Detailarmut.

Und noch eine Parallele zwischen Tekken 7 und Injustice 2 sticht ins Auge. Im Laufe der Story oder aber im endlos spielbaren Treasure-Modus erspielt ihr Münzen und Ausrüstungsgegenstände, die ihr dafür verwenden könnt, euren Charakter mit neuen Kleidungsstücken und Accessoires zu individualisieren. Es gibt bei Tekken 7 aber keine Rollenspielkomponente, die Eigenschaften der im Spiel enthaltenen 38 Kämpfer und Kämpferinnen werden durch die optischen Veränderungen nicht berührt.

PlayStation
Der VR-Modus von Tekken 7 ist eine große Enttäuschung. Vollmundig angekündigt bietet dieser nur die Replays und den Bereich für die Charakteranpassung. Kämpfe im virtuellen Raum sind leider nicht möglich, es gibt nicht einmal irgend welche Minispiele. Hallo Namco, kommt da noch etwas?

In den vergangenen Jahren verflog die Begeisterung für Tekken ein wenig. Blendet man Pokémon Tekken aus, erschien das letzte Tekken für eine Heimkonsole im Jahr 2013 mit dem reinen Downloadtitel Tekken Revolution für PS3. Das eher enttäuschende Tekken 6 erschien sogar bereits 2007.  Seit 2015 reift in der Spielhalle Tekken 7 mit Updates, das nun auf PS4, Xbox One und dem PC den alten Glanz der Serie zurückbringen möchte. Tekken 7 bietet einen spektakulär inszenierten Story-Modus mit 16 Abschnitten (sowie zusätzlichen Kapiteln für jeden Charakter), um euch mit dem Spiel vertraut zu machen. Dieser dreht sich, wie sollte es auch anders sein, ein weiteres…

Review Overview

Wertung - 8

8

Summary : Injustice 2 und Street Fighter V haben es vorgemacht und auch Tekken 7 zeigt nun, wie ein zeitgemäßes Beat 'em Up auszusehen hat. Namco hat es geschafft, den besonderen Flair der Serie mit einigen frischen Ideen wieder spannend zu machen. Präsentation und Gameplay sind stimmig und auch die Charaktere zeigen viel Abwechslung bei Kampfstilen und Backgrounds. Ich rufe meine Kumpels von früher an, Tekken ist wieder da!

User Rating: 3.8 ( 2 votes)
Genre: Beat ‚em Up
Entwickler: Bandai Namco
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 70 Euro
System: PS4, Xbox One, PC

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