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Review: Star Wars: Vader Down

Mit Vader Down ist dieser Tage das erste große Star Wars-Crossover von Marvel als Sammelband auch auf Deutsch erschienen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Story der Star Wars– und Darth Vader-Heftserien. In unserem Review zum letzten Darth Vader-Sammelband Schatten und Geheimnisse waren wir schon über die Dynamik der Ereignisse begeistert, die sich perfekt in den Handlungsbogen der Star Wars-Saga einfügt. Für diesen Band war das praktisch nur ein Vorspiel.

Darth Vader ist nach der Zerstörung des Todessterns beim Imperator in Ungnade gefallen. Seit er die Identität des verantwortlichen Rebellenpiloten kennt, versucht er Luke Skywalker in seine Gewalt zu bekommen. Gleichzeitig muss es sich jedoch auch gegen Gegner aus den Reihen des Imperiums erwehren, die selbst um die Gunst von Palpatine ringen. So folgt der dunkle Lord der Sith seinem Sohn auf den Planeten Vrogas Vas, der einst einen Jedi-Tempel beherbergt hat. Dort angekommen trifft er aber auf ein Rebellengeschwader, die dort mit ihren X-Wing-Maschinen ein Manöver abhalten. Neben der Macht beherrscht Vader auch seinen TIE-Fighter und nimmt den Kampf locker auf. Es ist Luke Skywalker selbst, der mit einem selbstmörderischen Manöver Vader, aber auch sich selbst, zum Absturz bringt. Die Rebellion bläst unter der Führung von Prinzessin Leia zum sofortigen Angriff: zu verlockend ist die Chance, nach dem Todesstern nun auch Darth Vader zu erledigen. Doch auch Vaders Vertraute Doctor Aphra macht sich mit ihren sadistischen Droiden Triple-Zero und BeeTee auf den Weg, den gestrandeten Sith-Lord zu retten.

In Vader Down laufen Handlungsstränge aus Star Wars: Showdown auf dem Schmugglermond und Darth Vader: Schatten und Geheimnisse auf dem Planeten Vrogas Vas zusammen, der rund 150 Seiten dicke Band erfordert aber kein Vorwissen. Star Wars Episode 4: Eine neue Hoffnung sollte man im besten Fall schon gesehen haben. Der Leser bekommt ein Action vollgepacktes Comic-Event, das es schafft ordentlich Spannung aufzubauen. Und das obwohl man bereits weiß, was mit vielen Hauptcharakteren passieren wird, schließlich treten sie auch in Star Wars Episode 5: Das Imperium schlägt zurück auf. Der Star des Comics ist klar Darth Vader und zwar der Vader, den man auch in Rouge One im Kino zu sehen bekommen hat. Egal ob im Weltraum oder auf der Planetenoberfläche gegen eine ganze Armee von Rebellen… der dunkle Lord der Sith zeigt seine ganze Macht. Und das tun auch die Bilder, die von den Stammzeichnern der jeweiligen Serien, Mike Deodato und Salvador Larroca, stammen und die mit unglaublichem Detailreichtum und Dynamik punkten. Den Autoren Jason Aaron (Star Wars) und Kieron Gillen (Darth Vader) gelingt es perfekt, die Stimmung zwischen Episode 4 und Episode 5 einzufangen, das schlägt sich etwa in der Beziehung zwischen Han, Leia und Luke nieder. Dank der neuen in den Comics eingeführten Charaktere wie Doctor Aphra bleibt aber auch die Charakterentwicklung nicht stecken.

Fazit
Ja, auch dieser Comic ist genau genommen nur ein Füller zwischen dem 4. und 5. Kinofilm, aber was für einer! Die Marvel-Serien, allen voran Darth Vader, verleihen den Kinofilmen gekonnt mehr Tiefgang und Facettenreichtum. Vader Down macht Spaß, das liegt an einem Badass-Sith Lord und an Kleinigkeiten wie den beiden Droiden Triple-Zero und BeeTee, die quasi als Anti C-3PO und R2-D2 immer wieder wunderbar sadistische Sprüche parat haben. Wer die Vader-Szene am Ende von Rogue One gefeiert hat, muss diesen Comic haben!

Seiten: 152
Preis: ca. 17 Euro
Autor: Jason Aaron, Kieron Gillen
Zeichner: Mike Deodato, Salvador Larroca
Verlag: Panini

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