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Star Wars: Die letzten Jedi Review Rezension

Review: Star Wars: Die letzten Jedi (Spoilerfrei)

Auch in diesem Jahr startet ein neuer Star Wars-Film pünktlich zum nahenden Weihnachtsfest. Zwar ist der Hype in diesem Jahr nicht ganz so schlimm wie 2015, ich habe zum Beispiel noch keine BB-8 Orangen gesehen, das große Star Wars-Fieber ist aber natürlich schon vor einigen Wochen ausgebrochen. Kurz gefasst: Der Film ist ein tolles Weltraumabenteuer vollgepackt mit überraschenden Wendungen, epischen Raumschlachten, deutlich weniger Retroballast, mehr Handlung und neuen Figuren. Von all dem gibt es mehr, als für einen neuen Star Wars-Film vielleicht sogar gut ist.

Star Wars: Die letzten Jedi Review Rezension

Düstere Zeiten

In Handlung der achten Episode der Star Wars-Saga setzt genau dort an, wo das letzte Kapitel geendet hat. Dabei werden über weite Teile des Films zwei sehr losgelöste Handlungsstränge erzählt, die erst gegen Ende miteinander verwoben werden. Die Superwaffe der ersten Ordnung, die Starkiller-Basis, ist vernichtet, doch der Triumph des von General Leia (Carrie Fisher) angeführten Widerstands ist nur von kurzer Dauer. Mehr noch: Der oberste Anführer Snoke (Andy Serkis) startet nach dem Versagen von Kylo Ren (Adam Driver) höchstpersönlich die Jagd auf die Rebellen.

Dank Piloten-Ass Poe Dameron (Oscar Isaac) ist die letze Stunde aber noch nicht geschlagen, auch wenn es in bester Imperium-Manier nicht gut aussieht. Alle Hoffnungen des Wiederstandes ruhen auf Luke Skywalker. Doch er weigert sich kategorisch, die junge Rey (Daisy Ridley) zu einer Jedi-Ritterin auszubilden. Der zurückgezogen lebende Jedi-Meister ist desillusioniert und hat keine Absicht, in den Konflikt einzugreifen. Schließlich müssen Ex-Sturmtruppler Finn (John Boyega) und Mechanikerin Rose (Kelly Marie Tran) eine letzte verzweifelte Rettungsmission starten.

Star Wars: Die letzten Jedi Review Rezension

Wendungsreich

Regisseur Rian Johnson will sich ganz klar von Episode 7 absetzen und inszeniert einen unglaublich dicht gepackten Film, der zahlreiche Handlungsstränge nach und nach miteinander verwebt. So schlecht die Wendungen in der Handlung bei Star Wars Battlefront II geschrieben wurden, so gut sind sie hier umgesetzt und oftmals auch kaum vorhersehbar.  Einzig in der Mitte wirkt das Abenteuer in einigen Szenen so, als hätte sich Johnson mit seinem ambitionierten Drehbuch etwas verzettelt. Auch verzichtet der Film, so neu und überraschend er auch sein mag, nicht gänzlich auf Anspielungen oder Verbeugungen vor der 40-jährigen Geschichte, tut dies jedoch deutlich sparsamer und wohldosierter J. J. Abrams vor zwei Jahren.

Star Wars: Die letzten Jedi Review Rezension

Verschwendete Charaktere

Die letzten Jedi ist einer der besten, aber nicht unbedingt der beste Star Wars-Film. Fest steht, dass Mark Hamill den besten Luke Skywalker abliefert, den wir je im Kino gesehen haben. Und auch Daisy Ridley und Adam Driver glänzen in diesem auch sonst stark besetzten Film. Schade, dass einige Charaktere, von denen wir gerne mehr gesehen hätten, fast schon verschwendet werden. So hat die Anführerin der Sturmtruppen, Captain Phasma (Game of Thrones-Star Gwendoline Christie), kaum mehr oder sogar noch weniger Screentime als in Episode 7.

Grandios sind ein weiteres Mal die visuellen Effekte, die gekonnten klassische und moderne Techniken miteinander kombinieren und etwa die spektakulärsten Raumschlachten seit langem auf die Kinoleinwand zaubern. Über die Arbeit von John Williams, ohne dessen unvergleichlichen Soundtrack die Star Wars-Saga nicht das wäre was sie ist, braucht man kaum ein Wort zu verlieren. Dieser passt ein weiteres Mal perfekt.

Auch in diesem Jahr startet ein neuer Star Wars-Film pünktlich zum nahenden Weihnachtsfest. Zwar ist der Hype in diesem Jahr nicht ganz so schlimm wie 2015, ich habe zum Beispiel noch keine BB-8 Orangen gesehen, das große Star Wars-Fieber ist aber natürlich schon vor einigen Wochen ausgebrochen. Kurz gefasst: Der Film ist ein tolles Weltraumabenteuer vollgepackt mit überraschenden Wendungen, epischen Raumschlachten, deutlich weniger Retroballast, mehr Handlung und neuen Figuren. Von all dem gibt es mehr, als für einen neuen Star Wars-Film vielleicht sogar gut ist. Düstere Zeiten In Handlung der achten Episode der Star Wars-Saga setzt genau dort an, wo…

Review Overview

Wertung - 8

8

Summary : Während Das Erwachen der Macht hauptsächlich von nostalgischen Elementen geprägt war und wird vor allem mit etwas Abstand dafür oftmals kritisiert wird, schafft es Rian Johnson mit Die letzten Jedi, oftmals zu überraschen. Wendungsreich unterhält die visuell spektakuläre Fortsetzung der Saga und wird viele Fanherzen glücklich machen. Zwar wirkt das Drehbuch an einigen Stellen zu überfrachtet und zeugt stellenweise von einem überkonstruierten Ansatz, Johnson scheint Star Wars aber endgültig in ein neues Jahrtausend zu führen. Muss man gesehen haben, und auch wenn sich der Film eben nicht wie der typische Mittelteil einer Trilogie anfühlt, kann das große Finale 2019 kommen!

User Rating: 2.25 ( 17 votes)
Star Wars: Die letzten Jedi (2017)
Regie: Rian Johnson
Drehbuch: Rian Johnson
Mit: Mark Hamill, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Kelly Marie Tran, Adam Driver, Carrie Fisher
Länge: 152 Minuten
Kinostart: 14.12.2017

One comment

  1. Kann ich nicht zustimmen.. Man merkt durchgehend das der Film direkt für Kinder zugeschnitten ist, zu wenig ernst, kaum Handlung für seine Länge hat und somit leidr nur als Ausschlachtung für die Marke Star Wars herhalten muss.
    Es gab natürlich genug lustige Szenen, die ein oder andere Kampfszene, aber leider hat „Star Wars“ einfach nicht mehr den Stellenwert den es einmal hatte 🙁