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Review: Spider-Man Hunted

Kraven der Jäger taucht sporadisch alle paar Jahre in den Spider-Man-Comics auf, hat aber nie wieder die Relevanz der legendären Story „Kraven’s Last Hunt“ aus dem Jahr 1987 von JM DeMatteis und Mike Zeck erreicht. Amazing Spider-Man-Autor Nick Spencer will das ändern – mit der Story „Hunted“, die nun in den USA zu Ende gegangen ist.

Zu Spider-Man gehören neben seinem ikonischen Kostüm natürlich auch seine nicht minder ikonischen Schurken. Und bei diesen lässt sich schnell ein Muster erkennen – die Echse, der Geier, der Gibbon, Black Cat, Rhino und viele andere stecken in Kostümen, die der Tierwelt entliehen sind. Und jetzt werden sie gejagt – denn Kraven ist zurück und bläst zum Halali. Und Spider-Man ist – eh klar – mittendrin.

Nick Spencer hat seinen Run mit Spider-Man bis jetzt weitestgehend locker und lustig angelegt, doch das ändert sich mit Hunted – zum Teil Denn Spidey ist nach wie vor ein Sprücheklopfer, in vielen Szenen wird allerdings die Brutalität und Gnadenlosigkeit von Kraven deutlich. Er tritt nun meist im Anzug auf, was ihn nur noch bedrohlicher und unberechenbarer macht. Ohne das Ende zu verraten: Spencer findet einen Weg, Kraven grundlegend zu verändern, ohne dabei aber zu viele etablierte Normen umzuwerfen. Besonders lohnend ist die Story für alle, die diesen Spider-Man-Run seit seinem Start verfolgen und nun viele Anspielungen und Querverweise entdecken werden.

Die Zeichnungen von Humberto Ramos und Gerardo Sandoval sind voll Energie und transportieren die chaotische Lage eines Central Park, der zum Jagdgebiet geworden ist, wunderbar. Einzig der Wechsel zwischen den Künstlern könnte stellenweise besser funktionieren. Ihre Stile sind sich zwar in gewisser Weise ähnlich, wenn die Echse aber ständig ihr Aussehen ändert, ist das einfach irritierend.

Zwischen den Kapiteln der Hauptstory von Hunted erschienen ergänzende Tie-In-Ausgaben, in denen jeweils ein Antagonist in den Fokus gestellt wurde – unter anderem die Echse, Balck Cat und der Geier. Diese Episoden sind nicht nötig, um die Handlung des Events zu verstehen, erzählen aber die großen und kleinen Geschichten vor und inmitten der Ereignisse von Hunted.

Fazit

Ganz an „Kraven’s Last Hunt“ kann „Hunted“ natürlich nicht anschließen. Dennoch ist es Nick Spencer nach Jahrzehnten wieder gelungen eine bedeutsame Geschichte mit dem Jäger zu erzählen. Der Ausgang des Events lässt außerdem darauf hoffen, dass die Auswirkungen sich auch noch in kommende Ausgaben ziehen und den Impuls für weitere Storys geben.

Diese Story startet voraussichtlich in einem halben Jahr bei Panini Comics auf Deutsch.

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