Home / Brettspiele / Review: Space Alert

Review: Space Alert

Sehr verehrte, tapfere Kadetten, willkommen am Raumschiff. Sie haben sich freiwillig zum Dienst auf einem Erkundungsschiff der „Tontauben“-Klasse gemeldet. Ihre Aufgabe wird es sein, bestimmte Regionen der Galaxis zu erforschen. Der Ablauf ist simpel: Das Schiff wird den Hyperraumsprung zum festgelegten Sektor automatisch nach Hause zurück springen. Die gesamte Operation wird gerade mal 10 Minuten in Anspruch nehmen, in denen sie überhaupt nichts zu tun haben. Außer vielleicht den Bordcomputer zu warten, feindliche Bedrohungen abzuwehrren, Energie zu regenerieren, Schilde aufzuladen oder Battlebots zu aktivieren. Klingt nach Stress? Ist es auch!

Bei Space Alert kontrollieren 1 bis 5 Spieler ein Raumschiff und müssen versuchen, innerhalb einer Mission möglichst effizient zusammenzuarbeiten und das Abenteuer unbeschadet zu überstehen. In diesem Schiff, dass am Spielbrett in drei Zonen und zwei Decks aufgeteilt ist, gibt es jede Menge Details zu beachten und Dinge zu bedienen. Zu Beginn des Spiels erhalten alle Spieler eine Anzahl an Aktionskarten. Diese können von einfachen Bewegungen in andere Sektoren auch spezielle Effekte triggern. Dank der beigelegten mp3-CD teilt euch der Bordcomputer im Lauf der Runde mit, welche Gefahren drohen und was sonst noch alles passiert. Vor dem Spiel solltet ihr idealerweise einen Captain bestimmen, der die Übersicht behält und die Verantwortung übernimmt, wenn es schwierige Entscheidungen zu treffen gibt. Der Kommunikations-Offizier hingegen hat seinen strengen Blick auf die Bedrohungen gerichtet und legt nach Ansage des Bordcomputers feindliche Karten auf.

 

Ihr müsst nun in drei Phasen Gefahren richtig einschätzen und eure Aktionskarten verdeckt genau in der Reihenfolge ablegen, in der ihr sie ausführen wollt. Dabei dürft ihr immer intensiv mit euren Mitspielern kommunizieren, denn der Schlüssel zum Erfolg ist, wie bei anderen Koop-Spielen auch, der reibungslose Ablauf und das ideale Nutzen von Ressourcen am Spielbrett. Um feindliche Raumschiffe zu neutralisieren, sind mehrere Laserkanonen und ein Raketensystem am Schiff angebracht, die über Aktionskarten abgefeuert werden können. Werdet ihr wiederum von feindlichen Schiffen getroffen könnt ihr nur hoffen, dass ihr eure Schutzschilde mit genügend Energie vom Generator versorgt habt. Hat es eine außerirdische Spezies bis auf euer Deck geschafft, müsst ihr eure Battlebots aktivieren und die Bedrohungen neutralisieren, bevor diese Schaden anrichten kann. Denn jeder Treffer und jede Kollision mit einem anderen Schiff kann ganze Waffensysteme oder Schutzschilde schwächen, Lifte unbenutzbar machen oder eigene Raketensysteme deaktivieren.

Um die ohnehin schon sehr hektische Planungsphase noch etwas zu verschärfen, kann es am Raumschiff auch zu Kommunikationsausfällen kommen. Ein Audio-Rauschen aus den Lautsprechern signalisiert euch dann, dass ihr bis zur Behebung der Störung kein Wort am Spieltisch miteinander wechseln dürft. Bei der Durchsage “Datenübertragung” könnt ihr hingegen Handkarten an einen eurer Mitspieler geben, sofern sie benötigt wird.

Exakt nach 10 Minuten endet jede Mission. Nun werden die Phasen Schritt für Schritt aufgearbeitet und Aktionen, wie Bewegen der eigenen Figuren oder Feuern von Waffen, werden in chronologischer Reihenfolge ausgeführt. Hier merkt ihr sofort, dass sich kleine Schlampigkeitsfehler oder fehlende Absprache mit euren Mitspielern teuer bezahlt machen und womöglich weitere Phasen beeinflussen.

Trotz der extrem umfassenden und etwas ausufernden Regeln, sind die Grundmechaniken von Space Alert nach wenigen Partien relativ klar und verständlich. Die Vielzahl an unterschiedlichen Missionen ist ebenso wie der Drang, als Team effizienter und besser zu werden, Motivation genug, um weiter in die Untiefen des Weltalls vorzudringen.

Sehr verehrte, tapfere Kadetten, willkommen am Raumschiff. Sie haben sich freiwillig zum Dienst auf einem Erkundungsschiff der "Tontauben"-Klasse gemeldet. Ihre Aufgabe wird es sein, bestimmte Regionen der Galaxis zu erforschen. Der Ablauf ist simpel: Das Schiff wird den Hyperraumsprung zum festgelegten Sektor automatisch nach Hause zurück springen. Die gesamte Operation wird gerade mal 10 Minuten in Anspruch nehmen, in denen sie überhaupt nichts zu tun haben. Außer vielleicht den Bordcomputer zu warten, feindliche Bedrohungen abzuwehrren, Energie zu regenerieren, Schilde aufzuladen oder Battlebots zu aktivieren. Klingt nach Stress? Ist es auch! Bei Space Alert kontrollieren 1 bis 5 Spieler ein Raumschiff…

Review Overview

Wertung - 8.5

8.5

Koop im All

Summary : Wer sich nicht vom auf den ersten Blick etwas überwältigendem Regelwerk abschrecken lässt und schon immer mal wissen wollte, wie sich die eigene Spielgruppe in Stress-Situationen verhält und trotzdem Spaß dabei hat, für den ist Space Alert sicherlich ein lohnendes Erlebnis. Dank der kurzen aber intensiven Missionen bleibt das Spiel kurzweilig und abwechslungsreich. Ein Koop-Spiel, an das man eigentlich nicht auslassen sollte.

User Rating: Be the first one !
Genre: Koop
Autor: Vlaada Chvatil
Spieler: 1 bis 5
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 40 Euro