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Angehört: Sonos Move im Gadget-Check

Zwar lässt der immer wieder in der Gerüchteküche auftauchende Sonos Kopfhörer weiterhin auf sich warten, mit dem Sonos Move wird die kalifornische Lautsprechermarke jedoch erstmals mobil.

Einfach eine Sonos One/Play:1 zum Mitnehmen? Nicht ganz!

Als Teil der Sonos Plattform sind weltweit mehr als 100 Streamingdienste verfügbar. Musik, Podcasts und mehr können über die Sonos App, via AirPlay 2 oder direkt über die Apps der Musikdienste gesteuert werden.

Auf den ersten Blick wirk die Sonos Move wie eine größere Sonos One und es gibt auch wirklich zahlreiche Gemeinsamkeiten wie etwa das Touchbedienfeld inkl. verbauter Mikrofone. Doch der neue Lautsprecher geht auch komplett neue Wege. Erstmals kann eine Box nicht nur über WLAN oder Lan angesprochen werden, sondern auch über Bluetooth. In diesem Fall müsst ihr zwar auf die meisten der beliebten Sonos Features verzichten, aber zumindest habt ihr unterwegs die Möglichkeit. Unterwegs ist auch das Stichwort: Zwar bringt die Sonos Move stattliche 3 Kilogramm auf die Waage, kann aber zu jederzeit und ohne Stromanschluss betrieben werden.  Der Akku des Geräts hielt bei unserem Dauertest mit etwas mehr als 9 Stunden einen durchschnittlichen Arbeitstag locker durch, der Hersteller gibt an, dass bei einem Betrieb über Bluetooth auch 12 Stunden möglich sind. Dank der Zertifizierung nach dem IP56-Standard ist das Gerät auch ordentlich gegen Spritzwasser, Staub, Regen und sogar Schnee und Temperaturschwankungen geschützt und darf so auch ohne Probleme im Garten verwendet werden. Ob ihr das 400 Euro teure Gerät aber wirklich in der Sandkiste vergraben wollt, um es danach mit Wasser zu reinigen, sei mal dahingestellt.

Flexibel ist die Sonos Move aber auch in euren eigenen vier Wänden, sie kann mit beliebigen anderen Sonos Lautsprechern kombiniert und mit der Beam etwa sogar zu einem kabellosen Heimkino kombiniert werden. Da hier aber zumindest zwei Move-Systeme benötigt werden, werden die meisten wohl eher zu günstigeren Play:1 oder den Ikea SYMFONISK Sonos-Speakern greifen. Reizvoll ist die theoretische Möglichkeit aber schon. Schon eher hat man die Sonos Move etwa in seinem Büro stehen und trägt sie mit dem eingebauten Griff schnell in die Küche. Der Clou: Die Move merkt, dass ihr den Standort verändert habt und aktiviert „Automatic Trueplay“. In diesem Verfahren von Sonos messen eingebaute Mikrofone und Algorithmen selbsttätig den reflektierten Sound und stellen das Gerät ohne euer Zutun optimal auf den Raum sein. In unserem Test funktionierte „Automatic Trueplay“ sehr schnell und sehr gut. Egal ob im offenen Wohnzimmer, einem Stiegenhaus oder kompakten Büro, der Klang wurde automatisch angepasst. Natürlich besteht die Möglichkeit, mit einem manuellen Equalizer auch selbst zu optimieren. Die eingebauten Mikrofone lassen sich auch für Sprachassistenten wie Amazons Alexa einsetzen.

Einmal über die Sonos App aktiviert bzw. in euer bestehendes Sonos System integriert, habt ihr eine Vielzahl an Möglichkeiten, Musik abzuspielen. Spotify, Apple Music, Google Play Music, Amazon Music, Audible und viele andere Internet Streamingdienste laufen und streamen nativ auf den Lautsprecher. Mehr noch: Alle Dienste sind über die Sonos App zusammen über eine Oberfläche zu durchsuchen. Ein Komfort-Feature, auf das man nicht mehr verzichten möchte, wenn man es einmal genutzt hat, auch angelegte Playlisten können Content aus mehren Quellen beziehen. Natürlich lässt sich auch Musik von einem lokalen Rechner bzw. einer NAS streamen. Auf einen LAN-Anschluss müsst ihr bei der Move allerdings verzichten.

Zuhause lässt sich der Move ganz einfach auf der mitgelieferten Ladestation aufladen. Für unterwegs gibt es zusätzlich einen USB-C Anschluss

Beim Klang hat Sonos bei seinem ersten komplett kabellosen System keine Abstriche gemacht, ganz im Gegenteil, im direkten Vergleich mit der Sonos Play:1 oder auch mit der nicht mehr erhältlichen Sonos Play:3 punktet das System mit einem deutlich satteren Klang, der viele größere Systeme und Lautsprecher locker an die Wand spielen kann. Auch Stimmen wie Radiosendungen oder Podcasts werden wunderbar wiedergegeben. Möglich macht das die Kombination aus einem ca. 8 Zentimeter großer Tieftöner sowie einem kleineren Hochtöner, die über ein ausgeklügeltes Schallverteilersystem in verschiedene Richtungen geworfen werden. Aufgeladen wird die Sonos Move in der ringförmigen Ladevorrichtung, die auch gleichzeitig aus zusätzlicher Standfuß verwendet werden kann, in gut zwei Stunden. Alternativ steht auch ein USB-C-Anschluss für die schnelle Ladung unterwegs zur Verfügung.

Fazit:

Die Familie an Sonos-Lautsprechern in meiner Wohnung wächst und wächst. Meine ersten beiden Boxen habe ich mir bereits vor über 10 Jahren gekauft. Nicht nur dass diese auch heute noch im täglichen Einsatz sind, die Geräte bekommen auch heute noch regelmäßig Updates und arbeiten perfekt mit neuen Internetdiensten und der neuesten Sonos-Generation zusammen. So auch mit den vor kurzen in Zusammenarbeit mit Ikea vorgestellten SYMFONISK Wifi-Speakern (SHOCK2 berichtete ausführlich im Gameminds Podcast) und jetzt auch die neue Sonos Move. Dieser weiß auch erneut mit seiner einfachen Benutzung zu gefallen und bietet durch den eingebauten Akku eine ungeahnte Flexibilität. Genau diese Zusatzfähigkeiten rechtfertigen zusammen mit der laufenden Software Unterstützung und der tollen und robusten Verarbeitung auch den recht hohen Preis.

Das Audio-Review zum Sonos Move hört ihr in der 44. Gameminds Episode.

Sonos Move
Abmessungen240 x 160 x 125 mm
EinsatzortZuhause und unterwegs
WLANJa
BluetoothJa
AirPlay 2Ja
Steuerung
  • Sonos App
  • Touchfeld
  • Sprachbefehl
Sprachassistenten
  • Google Assistant (noch nicht in Österreich)
  • Amazon Alexa
WasserdichtIP56
Lademöglichkeiten
  • Sonos Ladestation
  • USB-C-Kabel
AkkulaufzeitBis zu zehn Stunden
Preis:UVP: 399,- Euro

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