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Review: Robinson: The Journey

Nach seiner kurzfristigen Verschiebung ist mit Robinson: The Journey einer der großen Hoffnungsträger für PlayStation VR endlich startklar. Genau genommen ist es auch eine Rückkehr für die Entwickler von Crytek, denn noch bevor sie mit Ubisoft einen Publisher für ihr Far Cry gefunden hatten, zeigten sie 2001 mit X-Isle: Dinosaur Island eine spektakuläre Demo ihrer CryEngine. Auch mit Robinson: The Journey sollen alte Pfade aufgebrochen und demonstriert werden, was alles mit dem neuen VR-Medium möglich ist.

Die fliegende Kugel-KI Higs und der Baby T-Rex Laika bilden mit euch ein unzertrennliches Team.
Die fliegende Kugel-KI Higs und der Baby T-Rex Laika bilden mit euch ein unzertrennliches Team.

Ihr schlüpft im wahrsten Sinne des Wortes in die Haut des kleinen Robinson. Der Junge muss mit einer Rettungskapsel auf dem fremden Planeten Tyson II notlanden. Gemeinsam mit der fliegen Kugel-KI Higs und dem kleinen T-Rek Laika versucht ihr in erster Linie zu überleben und in zweiter nach anderen Überlebenden zu suchen. Dabei verstehen die Entwickler es vorzüglich, euch direkt in die Geschichte zu werfen und schneller als ihr denkt baut ihr eine emotionale Bindung zu euren beiden „Freuden“ auf. Denn während Hick so gut er kann auf euch aufpasst und euch vor allem mit Ratschlägen unterstützt, liegt es an euch, auf die kleine Laika aufzupassen, die noch ein richtiges Dino-Baby ist. Allerdings lernt sie schnell und kann auch schon bald einfache Befehle ausführen, die auch zum Lösen von einfachen Puzzles vonnöten sind.

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Wer sich schon bei Firewatch (link) oder Everybody’s Gone to the Rapture (link) gedacht hat, dass das Gere der sogenannten Walking-Simulatoren/Adventures geradezu perfekt für VR eignen müsste, wird bei Robinson: The Journey bestätigt. Ihr wandet nämlich die meiste Zeit auf dem Planeten umher und löst diverse Geschicklichkeits- und/oder Rätselaufgaben. Neben den beiden Kameraden spielt dabei euer Multiwerkzeug eine essentielle Rolle. Mit diesem könnt ihr Gegenstände anheben und manipulieren, Informationen über die Fauna und Flora des Planeten abrufen und vieles mehr. Die Aufgaben sind dabei durchaus abwechslungsreich, vom einfachen Brückenbau über einen Sumpf bis zum Umleiten von tödlichen Stromleitungen ist hier alles vorhanden, geübte Adventure-Spieler werden jedoch meistens nur minimal gefordert. Besonders stolz sind die Entwickler auf ihre virtuellen Klettereinlagen. Hier steuert ihr mit den Schulterbuttons eure Hände im Spiel. Das funktioniert ausgesprochen gut, auch wenn hier gelegentlich das Tracking des Controllers versagt. Schade, dass Crytek nicht auch die Move-Controller unterstützt. Die dritte Komponente betrifft die auf dem Planeten anzutreffenden Dinosaurier. Besonders unfreundlichen Zeitgenossen wie die fleischfressenden Raptoren solltet ihr schleichend aus dem Weg gehen oder sie zumindest mithilfe des Multiwerkzeugs ablenken, indem ihr zum Beispiel eine Metallkiste an einen weiter entfernten Stein werft.

Sieht aus wie die Ingame-Entsprechung zum Move-Controller der PS4, wird aber mit dem Joypad gesteuert: Das Multiwerkzeug, mit dem Held Robin seine urzeitliche Umgebung scannt und 'telekinetisch' manipuliert.
Sieht aus wie die Ingame-Entsprechung zum Move-Controller der PS4, wird aber mit dem Joypad gesteuert: Das Multiwerkzeug, mit dem Held Robin seine urzeitliche Umgebung scannt und ‚telekinetisch‘ manipuliert.

Technisch stellt dieses Spiel alles in den Schatten was wir bis jetzt auf PlayStation VR gespielt haben. Weder Batman: Arkham VR noch Eve: Valkyrie können hier mithalten. Der Wald, die Dinosaurier, ja der ganze Planet sieht einfach unglaublich gut aus und schafft mit einer atemberaubenden Soundkulisse ein wunderbares „mittendrin“-Gefühl. Ebenfalls top ist die Story, die schnell in die emotionale Gefühlswelt des jungen Robinson wirft und bis zuletzt nicht mehr so schnell loslassen will. Nach rund dreieinhalb bis vier Stunden ist das Abenteuer überstanden, was für einen Vollpreistitel leider ohne Zusatzcontent sehr kurz ist.

Review Overview

Jurassic Park für Zuhause! - 8.5

8.5

70 Euro für 3-4 Stunden Spielspaß ist echt gesalzen, dennoch wartet auf PlayStation VR-Besitzer hier der bisher beeindruckendsten Titel der klar zeigt, wie zukünftige AAA-Titel auszusehen haben. Der größe Kritikpunkt für mich ist wahrscheinlich auch gar nicht der Preis, sondern dass man nach einem Spieldurchgang wirklich alles gesehen hat. Wer sich schon immer einmal wie im Jurassic Park fühlen wollte, kommt dem Gefühl mit Robinson: The Journey so nah dran wie es nur geht!

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Genre: Adventure
System:
 PSVR
Entwickler: Crytek
Erscheint: 9. November
Preis: ca. 70 Euro

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4 Comments

  1. Worauf im Test gar nicht eingegangen wird, ist, wie ich mich fortbewege. Teleportation? Mit den Analogsticks vom Controller? Oder gar nicht? Wie sieht es mit der Motion Sickness bei dem Titel aus?

    1. Stimmt, Man bewegt sich regulär da dies aber recht gemächlich ausfällt funktioniert das extrem Problemlos. Auch hier scheint viel Entwicklungs- und Forschungsarbeit in den Titel geflossen zu sein.

  2. In den USA kostet das Spiel nur 40 Dollar. Warum die große Differenz?

    Auf der PS4 Pro sieht das Spiel echt richtig gut aus (auf Screenshots, gespielt hab ich nur die normale Version, die auch hübsch aussieht).

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