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Review: Crash Team Racing Nitro-Fueled

Knapp 20 Jahre nachdem Naughty Dog mit Crash Team Racing auf der ersten PlayStation den damals besten Mario Kart-Konkurrenten ins Rennen um die Fun-Racer Krone geschickt haben, kommt nach einigen mehr oder weniger guten indirekten Nachfolgern mit Crash Team Racing Nitro-Fueled eine waschechte Remaster-Version des Klassikers auf den Markt. Entwickler Beenox integrierte dafür nicht nur aktualisierte Inhalte des Originals, sondern auch Strecken, Fahrer, Modi, und Gameplay-Elemente aus Crash Nitro Kart (Vicarious Visions, 2003) und Crash Tag Team Racing (Radical Entertainment, 2005). Wie schon Konkurrent Team Sonic Racing hat Crash Team Racing Nitro-Fueled einen Vorteil gegenüber den Mario Kart-Spielen. Der Beuteldachs fährt nicht nur auf der aktuellen Nintendo-Plattform, sondern geht auch auf der Xbox One und der PlayStation 4 an den Start.

Wie schon auf der PlayStation erwartet euch der Abenteuer-Modus mit einer Story, die ihr alleine bestreiten könnt und so die Steuerung, diverse Spielmodi sowie die Charaktere kennenlernt. Über die Handlung brauchen wir hier nicht große Worte verlieren, eine fiese Alien-Rasse möchte die Erde erobern und fordert Crash & Co zu aberwitzigen Kart Duellen heraus. Aufgelockert werden die durch eine Hubwelt verbundenen Rennen, in denen ihr zumeist gegen sieben KI-Fahrer antreten dürft, durch Boss-Fights. Diese können durchaus knifflig ausfallen und schalten zumeist den Weg zu weiteren Strecken frei.

Das Ganze läuft in drei Schwierigkeitsgraden ab, während leicht wirklich nur für blutige Anfänger zu empfehlen ist, ist Mittel bereits nach kurzer Zeit ein knallharter Kampf und schwer wirklich ultrahart. Dies liegt vor allem an der extrem unbalancierten KI. Bitter, denn die Möglichkeit, vor den Rennen auch einmal den Charaktere zu wechseln und so mit unterschiedlichen Werten in den Kategorien Geschwindigkeit, Beschleunigung und Wendigkeit in die Rennen zu gehen, hat taktische Abwechslung versprochen. So kämpft ihr schon nach kurzer Zeit um jede Sekunde und um jedes Power-up wie TNT-Kisten, Energieschild, Bowlingbomben und vor allem Boosts.

Die letzten 20 Jahre haben zum Glück überall ihre Spuren hinterlassen.

Ein echtes Highlight sind damals wie heute die abwechslungsreichen und toll designten Strecken. Diese sehen nicht nur toll aus, sondern müssen auch hier perfekt ausgenutzt werden. Jeder Sprung über eine Bodenwelle oder gar eine Schanze kann eine zusätzliche Beschleunigung auslösen, die euch zu einem entscheidenden Vorteil verhilft. Unserer Lieblingsfeature ist allerdings der Powerslide, der sich grundlegend von den Spielmechaniken des Mitbewerbs unterscheidet. Diese können zwar auch hier mit dem Druck auf die rechte oder linke Schultertaste ausgelöst bzw. aufgeladen werden. Der Turbo wird allerdings nur aktiviert, wenn ihr im richtigen Moment die jeweils andere Schultertaste drückt. Klingt kompliziert, ist es im ersten Moment auch. Habt ihr die Steuerung allerdings erst einmal Indus, so könnt ihr hier bis zu drei Powerslides aneinanderreihen. Generell bietet das Game dank der ausgeklügelten Steuerung einiges an spielerischen Tiefgang.

Rakete am Morgen bringt Kummer und Sorgen!

Neben dem Abenteuer-Modus bieten Modi wie die Cup-Rennen, Time Trial und natürlich Einzelrennen mit konfigurierbaren Parametern wie Gegner- und Rundenanzahl noch mehr Herausforderungen, hier stehen dann auch überarbeitete Strecken aus dem PS2-Spiel Crash Nitro Kart zu Verfügung. Auch die CTR-Rennen, in denen ihr auf die Suche nach diesen besagten drei Buchstaben gehen müsst und auch der Arena Kampf-Modus inkl. Last Kart Standing oder Capture The Flag sind mit von der Partie und natürlich macht das Ganze am meisten Spaß gegen menschliche Gegner. Gegeneinander darf Online und auch Offline Splitscreen und/oder verbundene Switch-Konsolen.

Für alle Charaktere und Karts stehen unzählige kosmetische Anpassungen bereit die ihr nach und nach freischalten könnt und so euer Auftreten im Multiplayer-Modus individueller gestallten.

Im Rahmen der E3 2019 wurde auch bekannt, dass Crash Team Racing Nitro-Fueled kostenlose Saison-Inhalte für alle Käufer bieten wird. Das erste Grand Prix-Paket mit neuen Spielinhalten wird bereits ab dem 3. Juli 2019 bereitstehen und verspricht eine neue Strecke, neu freischaltbare Charaktere und Karts sowie diverse Anpassungsobjekte.

Nachdem wir auf der E3 die PlayStation 4-Version für einige Runden anspielen konnten, stand und für unser Review das Spiel nun auf der Nintendo Switch zu Verfügung. Diese läuft sowohl im Handheld-Modus als auch am TV-Gerät durchwegs flüssig wobei man am großen Schirm schon mehrt das die Switch Version mit etwas weniger Details und einer niedrigeren Auflösung gegenüber PS4 und Xbox One auskommen muss. Dass die Entwickler beim Design der Strecken und vor allem der Animationen der Chartere mit viel Zeit und Liebe zum Detail ans Werk gegangen sind merkt man jedoch auch hier. Und die Möglichkeit die Switch-Version immer und überall zu spielen, dürfte auch in diesem Fall als Vorteil überwiegen. Neben den typischen „Crash Bandicoot-Gute Laune Soundtrack“ erwartet euch auch jede Menge Sprachausgabe, die deutsch Synchro ist zwar bemüht, kratzt allerdings gerade in den Bossfight oftmals knapp an der Fremdscham.

Fazit

Wertung - 8

8

Auch wenn das erst vor Kurzem erschienene Sonic Team Racing für mich das etwas bessere Fahrgefühl bietet, hängen Crash und seine chaotischen Freunde den Sega Fun-Racer mit mehr Abwechslung und spielerischen Tiefgang auf der Zielgeraden knapp ab. Jüngere und Gelegenheitsspieler dürften aber mit dem Sega-Titel mehr Spaß haben. Entwickler Beenox liefert ein rundes und umfangreiches Racerpaket für die aktuelle Konsolengeneration ab, das allerdings auf Nintendo Konsolen von Genre-Primus Mario Kart 8 Deluxe ganz klar überrundet wird.

User Rating: 4.8 ( 2 votes)
Genre: Rennspiel
Entwickler: Beenox
System: PS4, Xbox One, Nintendo Switch
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 40 Euro

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