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Project Cars 2

Review: Project Cars 2

Noch vor den Giganten der Rennsport-Szene, Forza Motorsport 7 und Gran Turismo Sport, bringen die Slightly Mad Studios Project Cars 2 auf den Markt. Der neue Ableger verspricht mit über 170 Fahrzeugen auf 50 variablen Strecken schon einiges. Dazu auch noch 29 Rennklassen. Project Cars 2 kann um die Pole Position im Rennspiel-Genre zumindest mitfahren.

Project Cars 2

Riesiger Umfang

Wo fange ich bloß an? Genau diese Frage stellt man sich, wenn man das erste Mal im Menü von Project Cars 2 landet. Denn die Auswahl scheint grenzenlos. Neben den bereits mit Zahlen untermalten Fakten bietet die Simulation neun verschiedene Disziplinen des Rennsports. Somit ist es umso schöner, dass die jeweiligen Fahrzeuge nicht an ihre Disziplin gebunden sind, sondern die verschiedensten Klassen auf allen Kursen gefahren werden können.

Neben den vielen echten Rennstrecken wie beispielsweise dem Hockenheimring, der wie viele der realen Vorbilder vollständig via Laserscan mit jeder Bodenwelle und jeder anderen Unebenheit abgebildet wurde, gibt es auch fiktive Rundkurse und Strecken etwa in den USA, wo man an der Küste entlang rasen kann. Sehr beeindruckend ist auch die Vielzahl der unterstützten Lenkräder und Gamepads. Einzig und allein die Menüführung ist leicht zu bemängeln, hier kann man sich aufgrund der Breite an Inhalten schon leicht verlieren.

Project Cars 2

Erstklassige Fahrphysik

Hier hat man Project Cars 2 nochmal enorm verbessert. Alles wird perfekt simuliert. Und zwar wirklich alles. Vom Wetter, über die Reifenabnutzung und deren Verformung. Man kann nämlich nicht nur einstellen zu welcher Jahres- und Tageszeit man fahren möchte, sondern auch, wie oft (bis zu viermal) sich die 18 möglichen Wetterbedingungen verändern.

Slightly Mad Studios bemüht sich redlich, Project Cars 2 für Anfänger attraktiv zu machen. Leider gelingt das aber nicht in allen Bereichen. Bereits beim ersten Starten des Spiels begrüßt euch der Renningenieur und führt euch durch die Menüs. Der Helfer unterstützt euch später beispielsweise auch beim Tuning. Dennoch geht das Spiel gerade beim Tuning und Konfiguration sehr ins Detail. Als Anfänger verliert man hier bereits bei den ersten Schritten die Übersicht. Daher ist es gerade für diese Spieler sehr zu empfehlen, das Tuning zunächst dem Ingenieur zu überlassen.

Der Spieler stellt Optionen wie Brems- und Lenkassistenten selbst ein und bestimmt auch die Fahrweise der Computer-Piloten. Diese machen eine bessere Figur als noch im Vorgänger, leisten sich aber auch gelegentliche Ausbrüche. Hier haben die Slightly Mad Studios noch ein wenig Nachholbedarf. Auf manche Optionen ist allerdings kein besonders guter Verlass und. Hier werden beispielsweise Bremspunkte zum Teil erst zu spät angezeigt.

Project Cars 2 vermittelt ein erstklassiges Gefühl für das eigene Auto und speziell für den Grip. Nur wenn die Reifen gut aufgeheizt sind, habt ihr optimale Bodenhaftung und liegt damit perfekt in den Kurven. Wer sich jedoch Fahrfehler leistet und so die Reifen abkühlt, muss kleinere Schlitterpartien mitmachen. Generell sollte man sich hier auch Zeit lassen, um das entsprechende Fahrgefühl zu bekommen. Die Fahrfehler während der ersten Rennen sollte man hier verschmerzen und sich nicht zu sehr darüber ärgern.

Project Cars 2

Schwache Karriere

Das größte Manko des Spiels bleibt der Karrieremodus. Gemessen am Gesamtumfang passt dieser gar nicht rein. Der Modus beeindruckt maximal mit einer Eintönigkeit, die ihresgleichen sucht. Auch etwaige Höhepunkte bleiben aus. Gleich zu Beginn darf man nur seinen Namen und das jeweilige Land hinterlegen und das war es auch schon mit der Individualisierung. Anschließend wählt man einen Wettbewerb innerhalb der Rennklassen aus und fährt drauf los. In weiterer Folge absolviert man Einzelevent für Einzelevent. Auf Cutscenes hat man gleich komplett verzichtet. So fühlt sich eine Rennfahrerkarriere definitiv nicht an.

Dem Modus fehlt einfach ein Hub, beziehungsweise auch ein Dreh- und Angelpunkt, oder zumindest eine kleine Story, die emotional packt. Umso bitterer ist es, dass man nicht einmal das eigene Auto im Detail individualisieren kann. Hier hätte man aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten eine super Option schaffen können. Es sind auch bereits so gut wie alle Fahrzeuge von Beginn an verfügbar. Lediglich Erfolge schalten von Zeit zu Zeit ein neues frei. Wer also eine spannende Karriere als Kaufgrund in betracht zieht, muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden.

Project Cars 2

Starke Optik

Alles was die Slightly Mad Studios im Karrieremodus verabsäumt haben, machen Sie bei der Optik des Spiels richtig. Die optische Darbietung sieht einfach klasse aus und läuft das Spiel zu jeder Zeit flüssig. Man geht bei vielen Dingen ins Detail und die Cockpits der Fahrzeuge beeindrucken mit viel Liebe zum Detail. Auch die Strecken werden sehr schön in Szene gesetzt.

Denn abseits der Piste ist mit dichten Baumkronen und detailreichen Tribünen deutlich mehr auf dem Bildschirm zu erkennen. Aber auch die Fahrzeuge selbst und der Asphalt sehen besser aus als im Vorgänger. Etwas zu lang fallen allerdings die Ladezeiten aus, die wie gewohnt im Menü nur bedingt durch schöne Bilder begleitet werden. Einzig und alleine die deutsche Vertonung sowie der Boxenfunk fehlen.

Noch vor den Giganten der Rennsport-Szene, Forza Motorsport 7 und Gran Turismo Sport, bringen die Slightly Mad Studios Project Cars 2 auf den Markt. Der neue Ableger verspricht mit über 170 Fahrzeugen auf 50 variablen Strecken schon einiges. Dazu auch noch 29 Rennklassen. Project Cars 2 kann um die Pole Position im Rennspiel-Genre zumindest mitfahren. Riesiger Umfang Wo fange ich bloß an? Genau diese Frage stellt man sich, wenn man das erste Mal im Menü von Project Cars 2 landet. Denn die Auswahl scheint grenzenlos. Neben den bereits mit Zahlen untermalten Fakten bietet die Simulation neun verschiedene Disziplinen des Rennsports. Somit…

Review Overview

Wertung - 9

9

Summary : Project Cars 2 ist ein sehr gutes Rennspiel, das neben dem hohen Detailgrad auch sehr viel Spielspaß bietet. Allerdings ist es auch sehr anspruchsvoll und und macht es einem Anfänger auch nicht gerade leicht. Die Karriere ist zwar zu vernachlässigen, aber man findet in den anderen Spielmodi einen guten Ersatz und somit auch die wichtige Langzeitmotivation. Um mich kurz zu fassen: Eine super Rennsimulation mit viel Liebe zum Detail. Der Titel ist zwar sehr gelungen, ob es einem Forza oder Gran Turismo wirklich Konkurrenz machen kann, bleibt abzuwarten.

User Rating: Be the first one !
Genre: Rennspiel
System: PS4, Xbox One, PC
Entwickler: Slightly Mad Studios
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 60 Euro

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