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Review: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind

Fünf Jahre ist es her, seit wir zuletzt in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 im Kino in die magische Welt von J.K. Rowling eintauchen konnten. Mit der Onlineplattform Pottermore und dem Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind wurde das Franchise in der Zwischenzeit auch abseits der Bücher und Filme erweitert, und nun kehrt es mit Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind auf die große Leinwand zurück.

Das Drehbuch stammt aus der Feder von J.K. Rowling selbst, die das gleichnamige Buch, welches bereits 2001 veröffentlicht wurde und gerade einmal 42 Seiten umfasst, als Vorlage, oder besser gesagt als Inspiration, genommen hat. Das Büchlein ist nämlich nur ein Lexikon magischer Tiere, der Film hingegen dreht sich um Newt Scamander (Eddie Redmayne), den Verfasser des Buches.

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1926 kommt dieser nach einer Reise um den Globus, bei der er die verschiedensten magischen Wesen aufgespürt, erforscht und in seinem Koffer gefangen hat, nach New York. Kaum ist er dort angekommen, beginnt auch schon alles schiefzugehen. In einer Bank entkommt ein Niffler (ein Wesen, das sich alles Wertvolle schnappt) aus seinem Koffer. In das resultierende Chaos wird auch der Muggel (oder No-Maj, wie nicht-magische Menschen in den USA bezeichnet werden) Jacob Kowalski (Dan Fogler) verwickelt, und schließlich wird Newt von Porpentina „Tina“ Goldstein (Katherine Waterston), die im Magischen Kongress der Vereinigten Staaten, dem Äquivalent des Zaubereiministeriums, arbeitet, verhaftet. Zu diesen drei Protagonisten gesellt sich noch Tinas Schwester Queenie (Alison Sudol), eine Legilimens (Gedankenleserin).

fantastic-beastsIm Laufe der Handlung entkommen noch weitere Kreaturen aus dem Koffer, was die ohnehin schon angespannte Beziehung zwischen den Zauberern und der nicht-magischen Bevölkerung bedroht. Hinzu kommt ein weiteres mysteriöses und gefährliches Geschöpf, welches Percival Graves (Colin Farrel), ein Auror des Magischen Kongresses, untersucht, der Newt dafür verantwortlich hält. Ebenfalls in das Ganze verwickelt sind Mary-Lou, die No-Maj-Anführerin der anti-magischen New Salem Philantropic Society, und ihr seltsamer Sohn Credence. Und im Hintergrund gibt es die Bedrohung durch den mächtigen Magier Gellert Grindelwald (Johnny Depp), was schon die Basis für die nächsten vier Filme aufbaut.

Regisseur David Yates, der schon bei Harry Potter und der Orden des Phönix, Halblutprinz sowie Heiligtümer des Todes Teil 1 und 2 Regie geführt hat, ist es wieder gelungen, die Welt von Harry Potter sehr gut einzufangen. Einerseits unterscheidet sich das Setting stark von den vorherigen Filmen – Amerika statt Großbritannien, New York statt Hogwarts, 20er-Jahre statt Gegenwart, Erwachsene statt Kinder – andererseits fühlt es sich sofort wieder vertraut an. Die verschiedenen Tierwesen sind interessant und witzig designt und es gibt liebevolle kleine Details wie Mäuse aus Papier, die im Magischen Kongress durch Röhren flitzen und so Botschaften überbringen. Daneben kommt natürlich auch die bombastische Action nicht zu kurz, die Zerstörung von Straßen und Gebäuden, Autos, die durch die Luft geschleudert werden und mehr beeindrucken genauso wie der magische Wiederaufbau von ebensolchen Verwüstungen.

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Phantastische Tierwesen kehrt zu der Mischung aus Humor und düsterer Handlung, wie man sie aus den ersten Harry Potter-Filmen kennt, zurück. Einerseits sind viele Szenen und die übergreifende Handlung (welche auch interessante Wendungen bietet) definitiv ernst und alles andere als lustig, daneben gibt es aber immer wieder schöne und witzige Abschnitte, die meist die verschiedenen magischen Kreaturen involvieren.

Wer sich Harry Potter mit komplett neuen Figuren nicht vorstellen kann, braucht sich keine Sorgen zu machen. Die neuen Charaktere sind allesamt interessant und eigen, und nicht nur die großen Namen Eddie Redmayne und Colin Farrell bringen eine tolle schauspielerische Leistung. Newt und Tina haben ihre Ticks und Eigenheiten und sind dabei seltsam entzückend und liebenswert.

Fünf Jahre ist es her, seit wir zuletzt in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 im Kino in die magische Welt von J.K. Rowling eintauchen konnten. Mit der Onlineplattform Pottermore und dem Theaterstück Harry Potter und das verwunschene Kind wurde das Franchise in der Zwischenzeit auch abseits der Bücher und Filme erweitert, und nun kehrt es mit Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind auf die große Leinwand zurück. Das Drehbuch stammt aus der Feder von J.K. Rowling selbst, die das gleichnamige Buch, welches bereits 2001 veröffentlicht wurde und gerade einmal 42 Seiten umfasst, als…

Review Overview

Wertung - 8.5

8.5

Summary : Als riesiger Harry Potter-Fan habe ich mich schon seit der ersten Ankündigung auf diesen Film gefreut, war jedoch auch immer etwas skeptisch Vor allem, nachdem bekannt wurde, dass gleich fünf Filme geplant sind. Zum Glück hat sich diese Skepsis als nicht gerechtfertigt entpuppt und der fertige Film ist eine tolle Fortführung des Franchises geworden. Es ist schön, das vertraute und doch veränderte Setting wiederzusehen, und Newt und Tina habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ich bin schon gespannt, wie die nächsten Filme die Handlung um die Hauptcharaktere, und den größeren Storybogen über Albus Dumbledore und Gellert Grindelwald weiterführen.

User Rating: 1.75 ( 1 votes)
Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (2016)
Regie: David Yates
Drehbuch: J.K. Rowling
Mit: Eddie Redmayne, Katherine Waterston, Dan Fogler, Alison Sudol, Colin Farrell
Länge: 133 Minuten
Kinostart: 16. November 2016