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Review: Nintendo Switch Lite

Alles was ihr über die Nintendo Switch Lite wissen müsst!

Der 20. September dürfte in diesem Jahr ein kleiner Feiertag für alle Nintendo-Fans werden, nicht nur dass The Legend of Zelda: Link’s Awakening erscheint, mit der Nintendo Switch Lite gibt es auch eine neue Konsole in den Regalen der Händler. In der SHOCK2-Redaktion ist das Gerät schon vor knapp einer Woche gelandet und wurde ausgiebig getestet. In unserem Review verraten wir euch, was wir von der Nintendo Switch Lite halten, für wen dieses Gerät gemacht ist und welche Schwächen es hat.

In die Hand genommen

Das Gerät ist deutlich kompakter als gedacht. Die Switch Lite ist leichter und kleiner als die reguläre Switch. So bringt die Konsole nur 275 Gramm statt 398 Gramm (mit abgesteckten Joy-Con) auf die Waage, gefühlt ist der Unterschied wegen des kompakten Designs aber deutlich größer. So erinnert die Switch Lite fast schon mehr an die gute alte PlayStation Vita. Nintendo-typisch ist die Konsole sehr gut verarbeitet, liegt wunderbar in der Hand und man kann sich schnell vorstellen die Switch Lite auch dann unterwegs mitzunehmen, wenn man bis jetzt lieber auf die Switch verzichtet hat.

Die Switch (102x239x28,4mm) & Switch Lite (91,1x208x28,4mm) im Vergleich.

Ist das überhaupt noch eine Switch?

Könnt ihr mit der Original-Switch neben dem Handheld-Modus auch im TV-Modus oder im Tisch-Modus spielen, so bietet die Switch Lite diese Optionen gar nicht erst an. Den Tisch-Modus könnt ihr mit einem zusätzlichen Paar Joy-Con für rund 70 Euro plus Ladestation zwar erkaufen, eine extra Docking-Station gibt es für die Lite jedoch nicht. Zwar hat die Konsole eine USB-C-Schnittstelle, diese wird jedoch ausschließlich zum Laden der Konsole verwendet. Ein Nachrüsten für den Anschluss an ein TV-Gerät nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Die Nintendo Switch Lite im Vergleich mit der PlayStation Vita

Die Switch Lite wurde als reiner Handheld konzipiert und ist in diesem Bereich auch ein wirklich sehr schönes Gerät geworden. Etwas ärgerlich ist, dass nicht nur auch das HD-Rumble gestrichen wurde, sondern dass auf jegliches Rumble-Features verzichtet wurde. Wenn ihr also in Super Mario Odyssee bei einem Puzzle gesagt bekommt, ihr sollt auf die Erschütterung achten, um einen versteckten Schatz zu finden … dann kann dies zu einem Geduldspiel werden, denn ihr spürt natürlich nichts. Positiv ist hingegen, dass auf der linken Seite nun ein echtes digitales Steuerkreuz verbaut ist. Gerade viele 2D-Spiele profitieren davon direkt.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes Switch-Spiel ist mit der Switch Lite kompatibel. So könnt ihr nur Games zocken, die auch den reinen Handheldmodus unterstützen. Selbst wenn ihr euch zusätzliche Joy-Con kauft, werdet ihr etwa bei Mario Party wegen der fehlenden Docking-Funktion keinen Spaß haben, das Gleiche gilt auch für das im November erscheinende Just Dance 2020. Auch der Bastelspaß Labo bleibt alleinigen Besitzern einer kleinen Switch verwehrt. Spiele mit Handheld-Modus (also fast alle) sehen aber auf der Lite sogar noch etwas besser aus, denn durch das leichte Schrumpfen des Bildschirms von 6,2 Zoll auf 5,5 Zoll bei einer gleichbleibenden Auflösung von 1280×720 Pixeln wirkt das Bild durch die höhere Pixeldichte deutlich schärfer. Außerdem werkt in der Switch Lite auch die neue CPU der überarbeiten Nintendo Switch. Diese ist nicht nur deutlich stromsparender, ein Umstand, der zu einer höheren Akkulaufzeit führt, sondern auch eine Spur performanter.

Ob diese Reserve in der Zukunft auch für ein flüssigeres Bild genutzt wird, muss sich jedoch erst zeigen. Das eine oder andere Spiel profitiert davon jedoch schon jetzt. Dir optimierte Akku-Nutzung führt etwa dazu, dass ihr das sehr energiehungrige Breath of the Wild nun vier Stunden am Stück spielen könnt. Je nach Spiel könnt ihr aber auch Bahn- oder Flugreisen bis zu 7 Stunden ohne Ladung meistern. Gewünscht hätten wir uns auch ein Upgrade beim verbauten Festspeicher, weiterhin werden nur 32 GB verbaut, von denen ihr rund 27 GB nutzen könnt. Zwar kann man den Speicher mit einer handelsüblichen Micro-SD-Card inzwischen günstig in ordentliche Höhen schrauben, dass der interne Speicher inzwischen für immer mehr Spiele nicht ausreicht und so eine SD Karte zwingend vorausgesetzt wird, ist jedoch etwas bitter. Weiterhin mit an Bord ist der Support für die amiibo-Figuren. So ist unter dem rechten Stick der Konsole der NFC-Chip verbaut.

Das Betriebssystem ist bereit

Eine meiner größten Befürchtungen wurde zum Start der Switch Lite ausgeräumt. Das Betriebssystem wurde nun endlich für einen Multi-Switch-Haushalt ausgelegt. Spielstände können über die Cloud des Online-Service sehr einfach heruntergeladen werden, wenn ihr auf einer anderen Switch weiterspielen möchtet. Und auch Spiele, die ihr digital gekauft habt, dürfen auf mehren Konsolen installiert sein, jedoch immer nur auf einem Gerät gleichzeitig gespielt werden. Noch nicht ganz optimal gelöst ist das Spielen von Downloadgames unterwegs. So muss eine Zweitkonsole sich immer wieder im Internet anmelden, wenn ihr ein auf der Hauptkonsole gekauftes Spiel unterwegs spielen möchtet. Das geht zwar auch mit dem Smartphone und frisst auch kaum Daten, ist aber recht lästig. Insgesamt bietet Nintendo jedoch hier ein überraschend solides Gesamterlebnis, das auf einige weitere Verbesserungen in den nächsten Wochen und Monaten hoffen lässt.

Die Farbvarianten Gelb, Türkis und Grau sind zum Verkaufsstart am 20. September verfügbar.

Alle Facts im Überblick

Die Nintendo Switch Lite erscheint am 20. September in den drei Pastell-Farbvarianten Gelb, Türkis und Grau. Zur Veröffentlichung von Pokémon Schwert und Schild erscheint am 8. November außerdem eine limitierte hellgraue Sonderedition. Diese hat bunte Sticks und Buttons und zeigt die beiden neuen, legendären Pokémon Zamazenta und Zacian auf der Rückseite. Der Preis der Switch Lite bewegt sich zum Start bei rund 230 Euro.

Gewicht: ca. 275g
Größe: 91,1 mm x 208 mm x 13,9 mm
Bildschirm: 5,5-Zoll-LCD
Auflösung: 1280 x 720
Systemspeicher: 32 GB (Erweiterbar)
Akkulaufzeit: ca. 3-7 Stunden (je nach Spiel)
Termin: 20. September 2019
Preis: ca. 230 Euro
Kompatible Games: Im Handheld-Modus spielbare Nintendo Switch-Software

Fazit:

Die Switch Lite ist nicht das Gerät, das in Zukunft den günstigeren Einstieg ermöglichen soll. Dafür fehlen dem Gerät einfach zu viele grundlegende Funktionen. Die Lite ist schlichtweg der neue Handheld von Nintendo, der Nachfolger des 3DS. Und hier macht das Gerät seine Sache richtig gut, die Spiele sehen auf 5,5 Zoll ausgezeichnet aus, der Akku hält ordentlich durch und die Spielauswahl ist schon jetzt gigantisch. So ist die Switch Lite ein perfektes Zweitgerät, gerade wenn es in einer Familie mehr als einen Nintendo-Spieler gibt. Das Gerät ist deutlich robuster als die reguläre Switch und somit besser für Kinderhände geeignet. Wenn Nintendo jetzt noch ein wenig an der Preisschraube dreht und unter 200 Euro fällt oder im Weihnachtsgeschäft ein ordentliches Spiel beilegt, dürfte dieses Gerät zu Recht ein großer Erfolg werden. Wer noch keine Switch hat, sollte aber weiterhin zu der nun ebenfalls überarbeiteten regulären Switch greifen.

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