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Review: Madden NFL 20

Auch wenn viele es nicht wissen, Österreich ist europaweit eine der führenden Football Nationen. Die Raiders aus Innsbruck und die Vikings aus Wien gewinnen seit knapp 15 Jahren fast jeden europäischen Bewerb, das Herrennationalteam ist amtierender Vize-Europameister und das U-19 Team hat vor einigen Tagen die Junioreneuropameisterschaft zum fünften (!) Mal in Folge gewonnen. Auch wenn die Profiliga aus den USA, die NFL, schon mal bessere Zeiten hatte, freuen sich weltweit Fans auf die 100. Saison, die im September startet. Damit einhergehend steht natürlich auch eine neue Ausgabe der Madden Football-Reihe von Electronic Arts an, die sich vor allem in Nordamerika großer Beliebtheit erfreut und dort Jahr für Jahr die Verkaufscharts anführt.

Äußerlichkeiten

Natürlich sieht Madden 20 großartig aus, das tut es eigentlich immer. Die Animationen sind noch flüssiger als in den Vorjahren, die Stadien noch lebendiger, die Spieler sehen noch realistischer aus. Da kann man EA wirklich keine Vorwürfe machen.

Innere Werte

Auch im Gameplay hat sich einiges getan. Das Spiel wirkt wieder ein wenig flotter, kraftvoller und runder, was vielleicht auch am wohl interessantesten neuen Feature in Madden 20 liegen mag. EA hat dem Spiel den sogenannten X-Factor verpasst, also die Superstars eines Team wirklich zu solchen gemacht. Einige wenige Spieler haben nun Spezialfertigkeiten erhalten, die nach einigen guten Aktionen freigeschalten werden und diese noch mächtiger macht. Zum Beispiel können dann Quarterbacks unter Druck noch genauer werfen, Verteidiger noch besser den Gegenspieler decken oder Runningbacks noch explosiver durch Horden von Gegnern brechen. Diese Spieler können, klug eingesetzt, den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage bedeuten, ganz wie im realen Vorbild.

Gemeinsame Hobbys

Bei den Spielmodi hat sich hingegen kaum etwas getan. In Madden 20 ist natürlich wieder der Franchise Modus, das Herzstück des Spiels, am Start, in dem man ein Team über mehrere Saisonen spielt, aufbaut, trainiert und weiterentwickelt. Große Änderungen verglichen zu den Versionen der Vorjahre gibt es hier nicht. Es wurde zwar die „Scenario Engine“ eingeführt, die einer sonst statischen Saison etwas Leben einhauchen soll und den Spieler vor einige Entscheidungen stellt, zum Beispiel auf welchen Gegenspieler man im nächsten Spiel besonders aufpassen oder wie man das nächste Spiel taktisch angehen soll.

Gab es in den letzten Jahren wie in FIFA einen Story Modus, bei dem man einen Spieler von der Highschool bis in die NFL begleiten konnte, gibt es dieses Jahr wieder einen klassischen Superstar Modus, den EA „Face of the Franchise: QB1“ getauft hat. Nachdem man sich einen Spieler gebastelt hat, spielt man zwei College Football Playoff Spiele, nimmt dann an der Combine, dem „Casting“ der NFL, teil und wird dann im Draft einem Team zugewiesen. In weiterer Folge spielt man seinen Superstar, entwickelt diesen mit Erfahrungspunkten weiter und wird hoffentlich der neue Tom Brady. Einziger Wermutstropfen, man kann ausschließlich die Rolle des Quarterbacks übernehmen, andere Positionen wie in älteren Teilen bleiben einem leider verwehrt.

Natürlich ist auch wieder Madden Ultimate Team am Start, das EA-typische Sammelkartenspiel bei dem es darum geht sich das perfekte Team aufzubauen um online konkurrenzfähig zu bleiben. Zwar gibt es nun auch hier Missionen und Challenges die man teilweise auch kooperativ spielen kann, was aber nichts am üblichen Spielprinzip ändert. EA stört es immer noch nicht, wenn man möglichst viel Echtgeld für Packs ausgibt um sich ein besonders gutes Team zusammen zu stellen. (Christoph Kurl)

Fazit

Wertung - 7.5

7.5

Mehr vom Gleichen und ein bisschen was oben drauf! EA dreht Jahr für Jahr an einigen Schrauben, wobei man sich immer wieder die Frage stellt, ob man das ein oder andere Mini-Feature nicht auch schon im Vorjahr implementieren hätte können. Die großen Sprünge bleiben leider aus, wobei das Spiel nach wie vor großen Spaß macht und mangels Konkurrenz auch die einzige Alternative darstellt.

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Genre: Sport
Entwickler: Electronic Arts
System: Microsoft Windows, PlayStation 4, Xbox One
Erscheint: erhältlich
Preis: ca.  70 Euro

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