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Review: Knack 2

Mit einer interessanten Mischung aus Jump-and-Run-Elementen und Action-Gameplay trat Knack zum Start der PlayStation 4 Ende 2013 an, um die Gunst der Käufer mit einem sympathischen Helden zu erobern. Obwohl mit dem leitenden Systemarchitekten der PS4, Mark Cerny ein Mann hinter dem Projekt stand, der bereits Games wie Crash Bandicoot, Jak & Daxter, Spyro the Dragon und Ratchet & Clank zum Erfolg verholfen hatte, fand das Spiel zwar Beachtung, konnte jedoch vor allem im Bereich der Gameplay-Abwechslung zu wenig überzeugen. Rund vier Jahre später und nach den abgeschlossenen Arbeiten an der PlayStation 4 Pro präsentiert Cerny mit Knack 2 einen Nachfolger, der sich beinahe sämtlicher Kritikpunkte angenommen hat.

Ihr übernehmt auch diesmal die Rolle des Titelhelden Knack. Dieser durch einen Wissenschaftler zum Leben erweckte Roboter besteht neben seinem Kern aus einer Vielzahl an kleinen Artefakten. Diese sind in der Spielwelt verstreut und können von dem kleinen Kerl in seine Physiognomie aufgenommen werden. Je mehr Artefakte Knack also sammelt, desto größer und bedrohlicher wird er. Und das ist bei Knack 2 auch bitter notwendig, denn die Goblinarmee aus dem ersten Teil war nur ein Vorgeschmack. Die menschliche Population der Welt steht abermals vor dem Abgrund. Ein alter Feind, der bereits vor Jahrhunderten vernichtet geglaubt war, erhebt sich mit gigantischen Dampfmaschinen und einer noch größeren Goblinarmee erneut.

Die Story folgt zwar einem 08/15-Schema und bietet Handlungswendungen, die der geübte Konsument von Animationsfilmen schon meilenweit im Voraus riechen kann, doch das Gameplay von Knack 2 hat einiges zu bieten. Das Kampfsystem wurde komplett überarbeitet und bietet nun ein deutlich vielfältigeres Repertoire an Schlägen, Blocks & Spezialmoves. Neue Moves und Fähigkeiten werden nach und nach über einen von vier Talentbäumen freigeschaltet. Dafür setzt ihr die im Spiel gesammelten Relikt-Energie ein. Die ebenfalls überall zu findenden Sonnenkristalle laden hingegen euer Schutzschild auf.

Durch das dynamische Partikelsystem, mit dem Knack in Szene gesetzt wird, werden mächtige Stampfattacken oder die Prügelflut echte Hingucker. Auch ein Schutzschild, mit dem ihr feindliche Geschosse abwehren oder gar wieder zurückschleudern könnt, hilft euch beim Kampf gegen die Goblins. So entsteht dank der unterschiedlichen Feinde mit diversen Verhaltensmustern ein sehr abwechslungsreiches Kampfgameplay das man mit jedem der God of War-Serie vergleichen kann. Sonst fühlt sich das Spiel ein wenig wie eine Mischung aus Crash Bandicoot und Uncharted an, hat aber auch jede Menge eigenen Charme und bringt frische Ideen in ein Genre, das gerade in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt wurde.

Die actionreichen Passagen, in denen ihr gegen Gegnerhorden oder sogar mittelgroße bis riesige Kampfmaschinen antretet, werden mit Zwischensequenzen inklusive Quicktime-Events, Levels, in denen ihr selbst eine Kampfmaschine steuert oder Rätsel aufgelockert. Mehrere Schwierigkeitsgrade und ein durchdachtes Hilfesystem sorgen dafür, dass auch bei unerfahrenen Spielern kaum Frustmomente aufkommen. Zusätzlich kann das komplette Spiel mit einem Freund im jederzeit aktivierbaren Koop-Modus bestritten werden. Dank der 20 dynamischen Moves und vieler gut versteckter Extra-Items kommen auch erfahrenere Spieler voll auf ihre Kosten. Zusätzlich stehen euch im Laufe des Spiels eine Sonderformen von Knack zu Verfügung. Der Held kann nämlich auch Eis, Metal oder Kristall in seinen Körper integrieren und so komplett neue Fähigkeiten erlernen, die sowohl im Kampf als auch beim Lösen von Rätseln nützlich sind. So kann der kleine kristalline Knack ohne Probleme andernfalls totbringende Laserfallen durchqueren und der Metall-Knack ist nicht nur im Kampf stark, sondern kann auch elektrische Leitungen ziehen. Die fixe Kameraposition im Spiel zwingt euch zwar die eine oder andere „Trial & Error“-Passage auf, die äußerst kulanten Rücksetzpunkte lassen aber kaum Frustmomente entstehen.

Technisch wird die PlayStation 4 Pro mit mehreren Modi sowohl auf 4K- als auch 1080p-Bildschirmen ausgenutzt. Allgemein ist die knuffige Optik, deren Stil an Filme aus dem Hause Pixar erinnert, zwar sehr stimmig, aber auch nicht überragend. Das grafische Highlight sind auf jeden Fall die tollen Partikeleffekte, mit denen Knack in Szene gesetzt wurde. Diese werden sogar durch passende Geräusche aus dem Lautsprecher des PS4-Controllers unterstützt. Der Sound verdient allgemein ein Lob. Die Musikuntermalung ist stimmig und passt sich dynamisch an das Spielgeschehen an und auch die deutschen Synchronsprecher liefern (genauso wie ihre englischen Kollegen) tolle Arbeit ab.

Mit einer interessanten Mischung aus Jump-and-Run-Elementen und Action-Gameplay trat Knack zum Start der PlayStation 4 Ende 2013 an, um die Gunst der Käufer mit einem sympathischen Helden zu erobern. Obwohl mit dem leitenden Systemarchitekten der PS4, Mark Cerny ein Mann hinter dem Projekt stand, der bereits Games wie Crash Bandicoot, Jak & Daxter, Spyro the Dragon und Ratchet & Clank zum Erfolg verholfen hatte, fand das Spiel zwar Beachtung, konnte jedoch vor allem im Bereich der Gameplay-Abwechslung zu wenig überzeugen. Rund vier Jahre später und nach den abgeschlossenen Arbeiten an der PlayStation 4 Pro präsentiert Cerny mit Knack 2 einen…

Review Overview

Wertung - 8

8

Summary : Knack 2 rundet die Bibliothek der PS4 durch ein familienfreundliches Action-Jump-and-Run ab, das mit mehr Abwechslung und einem tollen Koop-Modus die Kritikpunkte des Erstlingswerks hinter sich lässt. Zum Preis von rund 45 Euro bekommt ihr zehn bis zwölf Stunden Spielspaß geboten. Wer von Knuddeloptik sofort schlimmen Ausschlag bekommt, ist hier falsch. Alle anderen können die bereits erhältliche Demoversion herunterladen und sich auf einen frischen und vor allem gelungenen Vertreter eines auf der PlayStation 4 nur noch selten anzutreffenden Genres freuen.

User Rating: Be the first one !

Genre: Action/Jump´n Run
Entwickler: Studio Japan
Erscheint: erhältlich
Preis: ca. 40 Euro
System: PS4

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