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Review: Journey (PS4)

Mit Journey erschien 2012 eines der großartigsten Videospiele der letzten Generation für die PlayStation 3. Nun gibt es den Indiegame-Highlight von Thatsgamecompany auch für die PlayStation 4. Wir haben uns die neue Version des Adventures für euch angesehen und präsentieren euch eine erweiterte „remastered“-Version des CONSOL-Reviews vom März 2012.

Der Weg ist das Ziel. Dieser Spruch verfolgt uns ein Leben lang und immer wieder fragen wir uns: Was will man uns damit eigentlich sagen? Thatgamecompany gibt uns mit Journey eine mögliche Antwort. Den Beginn setzt das Spiel in einer kargen Wüstenlandschaft – am Horizont eine aufgehende Sonne und ein Berggipfel, der sonnengleich strahlt. Die einzige Auswahlmöglichkeit: New Journey. Viel aufgeräumter kann man ein Menü nicht mehr gestalten. Auf einen Druck auf die Starttaste folgt die erste Bewegung mit eurem Alter Ego, das eine kleine rotgewandete Figur ist. Viel mehr gibt es nicht zu erkennen, das Gesicht gleicht einer ebenholzschwarzen Karnevalsmaske. Schnell wird klar – der Berggipfel ist das Ziel dieser Reise. Im Laufe des Spiels lernt eure Mönchsgestalt zwei Fähigkeiten: Mit der einen könnt ihr (wenn euer Schal aufgeladen ist) springen und für kurze Zeit schweben, mit der anderen könnt ihr Objekte zu einer Reaktion anregen. Mehr wirkliche Spielelemente kommen in diesem Downloadgame nicht vor, reichen aber für ein paar fordernde Rätsel.

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Doch soll man Journey nach klassischen Spielkriterien beurteilen? Das Spiel bietet eine riesige Fläche für eigene Interpretationen. Man streift durch Ruinen vergangener Zeiten, trifft fliegende freundliche Teppichhunde und auch Feinde – doch die Reise muss immer weitergehen. Begleitet wird man dabei ständig von einem perfekten Soundtrack – ätherisch, nie aufdringlich und manchmal durch Abwesenheit Akzente setzend, die einem die Gänsehaut auf den Körper zaubern. In Kombination mit der bildhübschen Cel-Shading-Grafik, die sowohl Wüsten als auch Eisfelder malerisch in Szene setzt, entsteht ein Gesamteindruck, der seinesgleichen sucht. Während der Reise kann der Spieler bei bestehender Internetverbindung auf andere Spieler treffen. Dabei könnt ihr mit den anderen Spieler nicht sprechen, sehr wohl jedoch könnt ihr euch gegenseitig auf der Reise helfen. Der eigentliche Clou ist aber, dass sich hier im Spiel zwei Fremde online treffen, nicht wissen, wer der andere ist und wie alt er ist. Das ergibt eine tolle Atmosphäre, die einzige Möglichkeit zu kommunizieren ist mit wortlosen Rufen.

Technisch bietet die überarbeitete PlayStation 4 Version alles, was man sich von ihr erwarten kann. Eine Auflösung von 1080p und butterweiche konstante 60 Frames verwöhnen genauso eure Augen wie die überarbeiteten Licht-, Physik und Spezialeffekte. Wer übrigens bereits die PS3/PSN-Version von Journey besitzt, bekommt über Cross-Buy kostenlos nun die verbesserte PS4-Version (und umgekehrt)… Bravo Sony!

Mit Journey erschien 2012 eines der großartigsten Videospiele der letzten Generation für die PlayStation 3. Nun gibt es den Indiegame-Highlight von Thatsgamecompany auch für die PlayStation 4. Wir haben uns die neue Version des Adventures für euch angesehen und präsentieren euch eine erweiterte „remastered“-Version des CONSOL-Reviews vom März 2012. Der Weg ist das Ziel. Dieser Spruch verfolgt uns ein Leben lang und immer wieder fragen wir uns: Was will man uns damit eigentlich sagen? Thatgamecompany gibt uns mit Journey eine mögliche Antwort. Den Beginn setzt das Spiel in einer kargen Wüstenlandschaft – am Horizont eine aufgehende Sonne und ein Berggipfel,…

Review Overview

Wertung - 9.5

9.5

Auch auf der PS4 eine Traumreise!

Summary : Journey ist vor allem anders. Ich mag das Wort nicht, aber ich bin nicht sicher, ob hier nicht Kunst passiert. Ohne Worte wird eine Story erzählt, die man problemlos als Parabel über das Leben, das Universum und den ganzen Rest sehen kann. Spielerisch ist Journey unterhaltsam, die emotional-erzählerische Achterbahn grandios.  Und dennoch können wir, auch trotz der Traumwertung, nicht jeden den Kauf des Spiels uneingeschränkt empfehlen. Zwar ist die PS4-Version rundherum gelungen, doch habt ihr zuvor schon einmal den Pfad von Journey beschritten, so ist die Spielerfahrung nun bei Weitem nicht mehr so intensiv und unerwartet. Wir wanderten auch diesmal wieder mit viel Vergnügen durch die Welt von Journey, es fühlt sich jedoch nicht mehr so an wie beim „ersten Mal“. Alle Anderen beneiden wir darum, jetzt eine „definitive“ Version von Journey als frisches Erlebnis genießen zu dürfen. Freut euch etwa darauf, wenn ihr erstmals auf einen anderen Spieler trefft und versucht nur mit einfachen Lauten eine Kommunikation aufzubauen. Einzigartig, herrlich, kaufen! (Alexander Schuh/pk) 

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Genre: Adventure
System: PS4 (PSN)
Entwickler: thatgamecompany
Erscheint: bereits erhältlich
Preis: ca. 15 Euro