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Review: Inside

Das kleine Indiestudio Playdead sorgte 2010 mit Limbo für Aufsehen. Der Puzzle-Plattformer mit bedrückender Atmosphäre und gut ausgeklügelten, selbsterklärenden Mechaniken wurde zum Indie-Darling und auf alle gängigen Plattformen (ausgenommen Wii U) portiert. Sechs Jahre später ist nun der geistige Nachfolger Inside erschienen, der Limbo sogar noch übertrifft.

Die Kurzfassung: Inside ist ein großartiges Erlebnis. Jeder, ob Gamer oder nicht, sollte es gespielt haben.

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Das Grundgerüst von Inside ist Limbo sehr ähnlich. Ein Junge wird von links nach rechts durch eine angsteinflößende Umgebung gesteuert und muss physikbasierte Rätsel lösen, um zu einem vage definierten Ziel zu gelangen. In vielerlei Hinsicht wirkt das etwa dreistündige Abenteuer dabei wie eine logische Weiterentwicklung des Vorgängers. Der Hauptcharakter ist weiterhin ein namenloser Junge, der dank reduzierter Polygonoptik aber wesentlich mehr Charakter als das Schattenmännchen aus Limbo versprüht. Die Umgebung bildet nun statt Silhouetten sorgfältig durchkomponierte Bilder, die mit ausreichend Details versehen sind, aber immer reduziert bleiben. Dank dieser Simplizität ist immer klar, mit welchen Objekten interagiert werden kann und das ganz ohne Erklärung. Denn Inside verzichtet zur Gänze auf Hinweise oder gar ein Tutorial. Alle Aktionen sind selbsterklärend und dezente Hinweise mit Farben und Licht leiten sanft zum Ziel.

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Die kurze Spieldauer unterstützt die einzigartige Atmosphäre und hält gleichzeitig das Gameplay abwechslungsreich. Rätsel werden kaum wiederholt, viele Mechaniken tauchen nur an einer Stelle im Spiel auf. Dieser behutsame Ansatz hat zur Folge, dass niemals das Gefühl von gestreckter Spielzeit aufkommt. Auch die Abfolge der Aufgaben hilft dabei, das Tempo immer wieder zu erhöhen, um zwischendurch auch ruhige Momente zu bieten, in denen der Geschichte Raum zum Atmen gegeben wird.

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Die für Interpretationen offene Handlung wird nicht mit Dialogen, Texteinblendungen oder sonstigen Mitteln erzählt. Die Welt spricht für sich selbst und gibt Anlass zu Spekulationen zur Bedeutung der gezeigten Vorkommnisse. Besonders das großartig überraschende Ende lässt viel Interpretationsspielraum und lässt viele Elemente bei einem weiteren Spieldurchgang in einem anderen Licht erscheinen. Neben der reduzierten Optik setzt Inside auch beim Sound auf Zurückhaltung. Musik ist nicht zu hören, stattdessen formen Umgebungsgeräusche eine glaubwürdige Welt.

Das kleine Indiestudio Playdead sorgte 2010 mit Limbo für Aufsehen. Der Puzzle-Plattformer mit bedrückender Atmosphäre und gut ausgeklügelten, selbsterklärenden Mechaniken wurde zum Indie-Darling und auf alle gängigen Plattformen (ausgenommen Wii U) portiert. Sechs Jahre später ist nun der geistige Nachfolger Inside erschienen, der Limbo sogar noch übertrifft. Die Kurzfassung: Inside ist ein großartiges Erlebnis. Jeder, ob Gamer oder nicht, sollte es gespielt haben. Das Grundgerüst von Inside ist Limbo sehr ähnlich. Ein Junge wird von links nach rechts durch eine angsteinflößende Umgebung gesteuert und muss physikbasierte Rätsel lösen, um zu einem vage definierten Ziel zu gelangen. In vielerlei Hinsicht wirkt das…

Review Overview

Wertung - 10

10

Meisterwerk

Summary : Wie bereits gesagt: Inside ist ein großartiges Erlebnis. Jeder, ob Gamer oder nicht, sollte es gespielt haben. Auf allen Ebenen, egal ob visuell, auditiv oder narrativ, zeigt das neue Werk von Playdead, dass sich die jahrelange Entwicklungszeit mehr als bezahlt gemacht hat. Eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und einen Controller in Händen halten können.

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Genre: Puzzle-Plattformer
System: Xbox One, PC
Entwickler: Playdead
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 20 Euro

3 comments

  1. Weiß jemand ob es geplant ist das Spiel auch auf die PS4 zu bringen?