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Review: The Infinity Gauntlet

Der legendäre Marvel-Klassiker mit Thanos, dem verrückten Titanen.

Am 26. April startet Avengers: Infinity War in den heimischen Lichtspielhäusern. Aus diesem Anlass servieren wir euch das Comic-Review zu einer der besten Marvel Storys aller Zeiten: The Infinity Gauntlet!

The Infinity Gauntlet ist wohl eines der bekanntesten Comic-Events aus dem Hause Marvel. Sein Einfluss ist bis heute in TV-Serien, Comics und nicht zuletzt den Filmen aus dem Marvel Cinematic Universe zu spüren. Infinity-Stein für Infinity-Stein basteln sich die Marvel Studios den Kino-Infinity Gauntlet zusammen. Dank Panini Comics liegt die komplette Infinity Gauntlet-Eventserie nun gesammelt in einem Paperback in deutscher Sprache vor.

Infinity Gauntlet 1

Als The Infinity Gauntlet im Jahr 1991 als 6-teilige Comicserie erschien, waren Comic-Events noch weit entfernt von den aufgeblasenen und mit falschen Versprechungen angereicherten Comic-Großereignissen, die wir heute mehrmals jährlich ertragen müssen. Damals war ein Universums-umspannendes Event etwas Besonderes und kam ganz ohne billig fabrizierte Schockmomente aus. Die Story von The Infinity Gauntlet ist dennoch recht simpel gestrickt. Der verrückte Titan Thanos hat die sechs Infinity-Steine in seine Gewalt gebracht und mit ihnen den Infinity Gauntlet, einen heutzutage albern aussehenden Handschuh, geformt. Diese mächtigen Artefakte machen ihn zum mächtigsten Wesen im ganzen Universum. Sein Ziel ist es, so viel Leid und Tod wie möglich zu verursachen, um das Herz seiner Angebeteten, dem Tod (im Marvel-Universum ist der Tod weiblich), zu gewinnen. Das zu verhindern liegt an Captain America, Iron Man, Spider-Man und den restlichen Marvel-Superhelden. Angeführt werden die Helden von Adam Warlock, der sich zusammen mit dem Silver Surfer im Hintergrund hält und auch keine Skrupel hat, einige Avengers als Bauernopfer zu positionieren.

Infinity Gauntlet 2

Der Autor Jim Starlin schafft hier etwas, an dem viele Events heutzutage scheitern. Neben all den großen und epischen Momenten (explodierende Planeten inklusive) gibt es auch laufend kleine, persönliche Augenblicke, in denen auf die im Vergleich zur Gefahr im kosmischen Ausmaß winzigen Figuren eingegangen wird. Damit nicht genug werden den Charakteren – und insbesondere Thanos – weitere Charakterzüge verliehen. So bekommen wir beispielsweise eine Erklärung dafür, wie Thanos den Marvel-Superhelden jedes Mal aufs Neue unterliegen kann. Sehr angenehm ist es, dass der Comic trotz seines Alters auch heute noch gut lesbar ist. Zwar merkt man ihm seine Entstehungszeit an, doch die Dialoge und die Narration sind wesentlich besser gealtert als andere Comics aus dieser Ära.

Infinity Gauntlet 3

Optisch liefern George Pérez und Ron Lim genau das, was man von einem Comic Anfang der 90er Jahre erwartet. Schöne, klare Bilder ohne einem besonders stark ausgeprägten persönlichen Stil. Nicht zu unterschätzen ist aber die Übersicht, da sich oft Dutzende Figuren gleichzeitig in einem Panel tummeln. Besonders die großen Bombastmomente sehen im Übrigen sehr gut aus und vermitteln ein Gefühl für die Wichtigkeit der Ereignisse. Die Kolorierung und einige der Kostüme sind natürlich nicht mehr zeitgemäß, was dem Spaß aber keinen Abbruch tut.

Infinity Gauntlet 4

Meinung:

Trotz über 25 Lenze auf dem Buckel gehört The Infinity Gauntlet noch heute zu den besten Marvel-Storys aller Zeiten und ist immer noch sehr gut lesbar. Pflichtlektüre für alle Marvel-Fans und Kinogänger, die wissen möchten, was uns in kommenden Marvel-Kinofilmen noch erwarten könnte.

InfoInfinity Gauntlet Cover
Seiten: 260
Preis: ca. 20 Euro
Autor: Jim Starlin
Zeichner: George Pérez, Ron Lim
Verlag: Panini Comics
Orig. Verlag: Marvel

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