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Review: Hyrule Warriors: Definitive Edition

Mit der Hyrule Warriors: Definitive Edition schicken uns Koei Tecmo und Nintendo zum mittlerweile dritten Mal in Links und Zeldas Heimatwelt. Unter dem Banner der Definitive Edition schließt Koei Tecmo nun die Lücke zwischen der Nintendo 3DS- und Wii U-Fassung und vereint auf Switch alle Elemente aus den beiden Versionen – erfolgreich!

Hyrule was?

Ein neues The Legend of Zelda für Switch? Nein, bei Koei Tecmos Warriors-Franchise handelt es sich um eine in Japan populäre Spielereihe, die man am besten als einen Mix aus Hack and Slash und Strategie-Elementen beschreiben kann. Basierend auf dem Gameplaykonzept der Dynasty Warriors-Reihe, welche die Epoche der drei Reiche im alten China thematisierte, entwickelte Koei Tecmo ein Crossover mit einer der beliebtesten Nintendo-Marken: The Legend of Zelda.

Viel zu tun!

Hyrule Warriors für Switch bietet euch eine Vielzahl an Modi. So könnt ihr im Legenden-Modus einer mit Filmsequenzen angereicherten und nicht ganz ernst gemeinten Story quer durch die unterschiedlichen Gebiete in Hyrule folgen, im Abenteuer-Modus mit einem Touch Nostalgie und unter Beachtung spezieller Regeln weiteren Waffen, Items oder Charaktere freischalten sowie euch im Herausforderungen- und freien Modus weiteren Aufgaben stellen. Wollt ihr wirklich alles freispielen, was der Titel an Geheimnissen zu bieten hat, seid ihr auf jeden Fall für eine ganze Weile beschäftigt.

Charakter-Overkill

Auch wenn das Gameplay des Crossovers nicht viel mit jenem der Vorlage zu tun hat, erhalten Fans hier ein Wiedersehen mit einer Vielzahl an lieb gewonnen Charakteren und Schauplätzen aus dem Zelda-Universum. Angefangen bei Link, Prinzessin Zelda, Linkle, Shiek, Girahim, Ganondorf, Zanto oder Impa, die Liste ist lang. Insgesamt 29 Charaktere, die sich durch eigene Movesets und Bewaffnung unterscheiden, könnt ihr im Spiel freischalten. Während Link dank seiner Wirbelattacke gekonnt über das Schlachtfeld wuselt, nutzt Impa ein überdimensionales Schwert für langsame, aber mächtige Attacken.

Hühnerfarmerin Linkle rückt den Gegnerhorden mit ihrer Doppel-Armbrust zu Leibe. Ihre Moves erinnern dabei ein wenig an Bayonetta.

Die Qual der Wahl

Dabei verfügt jeder Charakter über individuelle Standard- und Spezialattacken, die auch von der ausgerüsteten Waffe abhängen. Wie von Koei Tecmos Warriors-Reihe gewohnt, könnt ihr im Lauf des Spiels auf eine Vielzahl an unterschiedlichen Waffen und hilfreiche Gegenständen zurückgreifen, welche sich mitunter noch aufwerten lassen. Aufwerten respektive erweitern könnt ihr auch die Kombos, Attribute und Fähigkeiten eurer Charaktere. Dafür benötigt ihr unterschiedliche Materialien und Items, die ihr auf den Schlachtfeldern im Spiel findet.

Vereint: Link und Ganondorf kämpfen Seite an Seite.

Richtiges Vorgehen

Neben dem serientypischen und repetitiven Hack and Slash-Mechanik besticht das Gameplay von Hyrule Warriors durch seine taktische Komponente. Besonders wenn ihr in einer Gruppe aus bis zu vier Personen auf dem Schlachtfeld unterwegs seid, ist euer strategisches Geschick gefragt. Wer alle Nebenmissionen auf dem Schlachtfeld meistern möchte, sollte seine Kampfgefährten richtig einsetzen, denn laufend müsst ihr euch auf neue Ereignisse einstellen und entsprechend reagieren. Besonders hilfreich ist es, wenn ihr einen Freund zur Hand habt. Denn die KI-Kollegen verrichten zwar brav ihren Dienst, können aber einem zweiten Spieler im Couch-Koop nicht das Wasser reichen.

Jetzt geht’s erst richtig los!

Habt ihr den Legenden-Modus durch, erwartet euch im Abenteuer-Modus samt putziger Overworld-Map in NES-Optik das eigentliche Herz des Spiels. Hier könnt ihr nicht nur neue Charaktere freischalten, sondern erhaltet auch neue Waffen, Kostüme und andere hilfreiche Gegenstände. Wer also denkt, dass er nach der Story im Legenden-Modus bereits alles gesehen hat, irrt. Wer wirklich alles im Spiel freischalten möchte, sollte sich auf massig Spielzeit einstellen.

Die Karte des Abenteuer-Modus in NES-Look. Jedes Viereck steht für eine Schlacht, die klassisch oder nach speziellen Regeln abläuft.

Schöne neue Welt

Auch technisch gesehen erhaltet ihr auf Switch die beste Version des Spiels. Im  TV-Modus glänzt die Umsetzung mit einer Auflösung von 1080p bei 30 Bildern pro Sekunde. Besonders die exklusiven Inhalte der 3DS-Fassung werden durch die Hardwareleistung der Switch erheblich aufgewertet. Auch der Koop-Modus läuft im Vergleich zu Wii U-Version jetzt deutlich flüssiger – unschöne Framedrops waren während unseres Tests nun nicht mehr auszumachen. Selbst im Handheldmodus läuft alles schön flüssig. Soundtechnisch bekommt ihr die bekannten Zelda-Sounds und Melodien zu hören, die euch in einer rockigeren und dem schnellen Gameplay entsprechenden Remix-Version präsentiert werden.

amiibo Warriors

Natürlich werden in Hyrule Warriors Definitive Edition auch amiibo unterstützt. Während ihr für alle gängigen amiibo zufällige Waffen-Drops, Rubine oder Materialien erhaltet, bekommt ihr bei Verwendung eines amiibo aus der Zelda-Serie eine spezielle, dem jeweiligen Charakter entsprechende Waffe.

Fazit

Wertung - 8

8

Wie schon zuvor mit Fire Emblem Warriors hatte ich auch mit dem Zelda-Crossove viel Spaß. Die Version für Nintendos Hybridkonsole vereint sämtliche Inhalte aus den Nintendo 3DS- und Wii U-Fassungen und verdient durchaus die Bezeichnung Definitive Edition. Die exklusiven Inhalte der 3DS-Fassung profitieren natürlich besonders von dem Upgrade auf Switch und auch was die technische Performance des Spiels betrifft, hat Koei Tecmo einige Verbesserungen vorgenommen. Der Koopmodus läuft nun weitaus runder und macht auch im Handheldmodus der Hybridkonsole eine gute Figur. Wer beide bisher erschienene Varianten des Spiels bereits ausgiebig gespielt hat, wird hier nicht viel Neues entdecken. Alle anderen erhalten ein vollgepacktes und technisch verbessertes Gesamtpaket, das euch für viele Spielstunden beschäftigen wird.

User Rating: Be the first one !
Genre: Action/Strategie
Entwickler: Koei Tecmo
System: Nintendo Switch
Erscheint: 18. Mai 2018
Preis: ca. 60 Euro

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