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Review: Huawei Mate 20 Pro

Das neue Huawei-Flaggschiff im SHOCK2 Gaming- & Entertainment-Check!

Nach dem P20 Pro im Frühjahr hat Huawei mit dem Mate 20 Pro nicht nur sein nächstes Flagship-Phone, sondern einen auch einen großen Schritt nach vorne getan. Das Gerät bringt einige nützliche Funktionen, die man so bei Mitbewerbern noch nicht gesehen hat. Wir waren in London bei der Vorstellung des Geräts und haben das Mate 20 Pro eine Woche im Dauereinsatz getestet. Dabei war uns wichtig, wie gut sich das Kraftpaket im täglichen Arbeits-, Gaming- und Entertainment-Einsatz schlägt.

Das Huawei Mate 20 Pro ist ab sofort in Österreich in den Farben Twilight, Midnight Blue und Black erhältlich.

Ein echter Blickfang

Auf den ersten Blick wirkt das Huawei Mate 20 Pro wie eine Mischung aus den aktuellen Top-Geräten von Apple und Samsung und besticht mit seinem schlanken Design und der vorne und hinten abgerundeten Glasoberfläche wie man sie etwa auch vom Samsung Galaxy S9 kennt. Das widerstandsfähige Glas wird durch einen Metallrahmen zusammengehalten, der sich praktisch nahtlos einfügt und für die notwendige Stabilität sorgt. Das Smartphone wird Ende Oktober in Österreich in drei Farbversionen erscheinen: Schwarz, Twilight (mit Farbverlauf) und Blau. Die Besonderheit: Bei den ersten zwei Ausführungen ist das Glas glatt und hochglänzend. Bei dem blauen Modell kommt auf der Rückseite das sogenannte Hyper Optical Pattern zum Einsatz. Kurz: Eine sehr fein geriffelte Glasoberfläche, die für eine bessere Griffigkeit und deutlich weniger Fingerabdrücke sorgen soll. Das schlanke Gehäuse des Huawei Mate 20 Pro ist staub- und wasserfest nach IP68. Regen, Spritzwasser und verschüttete Flüssigkeiten machen dem Smartphone nichts aus. Mit Salzwasser sollte man aber vorsichtig sein, für den Einsatz als Unterwasserkamera wurde jedoch ein spezielles Gehäuse vorgestellt.

Das Huawei Mate 20 Pro ist 8,6 mm dünn und wiegt nur 189g, angesichts des großen Akkus ein sensationeller Wert. Mit dem Kirin 980 verbaut Huawei seinen ersten in 7nm gefertigten Chip, der über acht Kerne (2 × 2,6 GHz, 2 × 1,92 GHz sowie 4 × 1,8 GHz) verfügt und 6 GByte Ram zur Seite gestellt bekommt. Beim renommierten Antutu Benchmark katapultiert sich das Kraftpaket mit 307.000 Punkten auf eine Spitzenposition. Der Speicher des Huawei Mate 20 Pro hat eine Größe von 128 GByte. Nach Abzug des Betriebssystems und der bereits installierten Software bleiben 102 GByte für die eigene Nutzung übrig. Statt auf das Micro-SD-Format setzt Huawei auf die eigene NM Cards in den Größen 64 GByte, 128 GByte und 256 GByte. Diese ist exakt so groß wie eine Nano-SIM-Karte und kann in den zweiten Sim-Slot gesteckt werden, um den Speicher zu erweitern.

Dank 3D-Kamera gibt es nicht nur mehr Sicherheit, auch das das Einscannen von eigenen 3D-Avataren ist möglich.

Gaming

Wir haben PUBG Mobile, Fortnite, Real Racing 3, Shadowgun Legends und Injustice 2 auf dem neuen Smartphone ausprobiert. Das AMOLED-Display bietet euch nicht nur oberflächlich ein grandioses Bild, das Benchmark-Tool bestätigt uns durch die Bank geschmeidige 60 Frames in der Sekunde bei vollen Details. Im Falle von PUBG haben wir ein zusätzliches Performance-Tool installiert, da das noch nicht erhältliche Mate 20 Pro noch nicht komplett erkannt wurde. Verblüfft hat uns hier nicht nur die Leistung, sondern vor allem auch die Tatsache, dass unser Testgerät auch nach 20 Minuten Dauerspielen nicht heiß wurde, sondern lediglich etwas wärmer. Dies bewirkt nicht nur, dass ihr euch nicht die Finger verbrennt, sondern vor allem auch der schnelle Kirin 980 nicht seine Leistung drosseln muss.

Der „Leistungsmodus“ wurde uns in London mit PUBG vorgefürt, über ein handelsübliches USB-C-zu-HDMI-Kabel wurde das Mate 20 Pro an einen großen Fernseher angeschlossen und mit Maus und Gamer-Keyboard losgezockt.

Für mehr Power lässt sich in den Einstellungen des EMUI 9-Betriebssystems auch noch der GPU Turbo (Leistungsmodus) „zünden“. Hier kann die Gerätetemperatur ansteigen und auch der Akku wird deutlich schneller verbraucht, gerade für zukünftige aufwendigere Games und Emulatoren habt ihr so noch einige Reserven.

Super Mario Sunshine (GameCube) auf dem Huawei M20 Pro.

Wir haben auf dem Mate 20 Pro aber auch zahlreiche Emulatoren ausprobiert. Es macht eine Menge Spaß, 16-Bit-, N64-, PSP- oder PSone-Titel in sehr guter Qualität zu spielen. Besonders, wenn man Bluetooth-Controller anschließt. Selbst einige aufwendig zu emulierende GameCube- und Wii-Games laufen hier in vielen Fällen mit ordentlichen Frameraten und ohne Soundaussetzer. Durch das längliche Display verdeckt auch die Onscreen-Steuerung meinst nicht das Spielgeschehen und der Bildschirm erkennt gleichzeitige Eingaben mit bis zu zehn Fingern sehr genau.

Unter forever.sega.com warten zahlreiche Mega-Drive-Spiele darauf, kostenlos gespielt zu werden. Das M20 Pro eignet sich mit seinem großen Bildschirm und den sehr genauen Touch-Eingaben perfekt für die schnellen Retro-Games. Ihr könnt aber auch einen Controller anschließen.

Der „Leistungsmodus“ wurde uns in London mit PUBG vorgefürt, über ein handelsübliches USB-C-zu-HDMI-Kabel wurde das Mate 20 Pro an einen großen Fernseher angeschlossen und mit Maus und Gamer-Keyboard losgezockt. Dies funktioniert genauso über einen Wireless-HDMI-Stick. Auf diese Weise kann zudem auch der EMUI-Desktop-Modus gestartet werden. In diesem Fall bekommt man nicht das Android-Menü zu sehen, sondern einen Windows nicht unähnlichen Desktop inklusive Office-Programmen und Webbrowser. Mit Maus und Tastatur lässt es sich hier komfortabel arbeiten, genauso kann das Smartphone als Trackpad verwendet werden.

Entertainment

Dank des 6.39 Zoll großes AMOLED-Displays, das mit seiner Auflösung von bis zu 3120×1440 Pixel und dem abgerundeten Gorilla Glass sowie HDR-Fähigkeit einen überragenden Eindruck hinterlässt, eignet sich das Mate 20 Pro auch perfekt für das schnelle digitale Comicheft oder die neueste TV-Serie für unterwegs. Bei Sound setzt man auf ein Dolby Atmos zertifiziertes Stereosystem mit virtuellen 3D-Sund. Hierfür wird sowohl ein Lautsprecher in der USB-C-Büchse verwendet als auch jener im Ohrhörer.

Comics lesen ist auf dem Huawei Mate 20 Pro eine wahre Freude.

Sicherheit

In punkto Sicherheit und dem Entsperren des Geräts setzt Huawei ebenfalls auf die derzeit modernsten Technologien.

So ist der Fingerabdrucksensor weder auf der Rückseite noch unterhalb des Bildschirms oder im Rahmen integriert, sondern im unteren Drittel des OLED-Displays eingebettet. Der Abtastung erfolgt hier über Ultraschall und dauert rund 500 Millisekunden. Das ist zwar etwas langsamer als optische Sensoren aber genauso zuverlässig und deutlich moderner. Erstmals in einem Android-Gerät zum Einsatz kommt eine in der Bildschirmeinkerbung (alias Notch) sitzende dreidimensionalen Gesichtserkennung. Ähnlich wie Apples Face ID in neueren iPhones gibt es hier eine sehr schnelle und sichere Technologie, die das Smartphone auch in der Nacht blitzschnell einsperrt.

Software

Mit dem aktuellem Android 9 Pie inklusive dem Sicherheitspatch vom Oktober 2018 ist das Mate 20 Pro mit einem modernen und aktuellen Unterbau ausgestattet. Die hauseigene EMUI-Oberfläche lehnt sich nach wie vor stark an Apples iOS an, könnte in dem einen oder anderen Punkt jedoch noch etwas aufgeräumter sein. Dank der neuen pfiffigen Gestensteuerung ist flüssiges Arbeiten und schnelles Wechseln von Apps jederzeit möglich. Raffiniert ist zudem die Möglichkeit, zwei Programme gleichzeitig anzeigen zu lassen oder gar eine App zu klonen, um etwa in WhatsApp oder Slack mit zwei Accounts gleichzeitig zu arbeiten.

Die aktuelle EMUI-Oberfläche kommt mit modernem Android 9 Pie-Unterbau.

Fotomeister dank Dreifach-Kamera-System & KI

Wie schon das P20 Pro setzt auch nun das Mate 20 Pro auf ein Dreifach-Kamera-System, ersetzt jedoch den reinen Schwarz-Weiß-Bildsensor, der vor allem für Konturen und Kontraste zuständig war, durch eine Linse, mit der Superweitwinkel sowie die Makrofotografie möglich gemacht werden. Dank der drei verschiedenen Kameras kombiniert das System verschiedene Auflösungen, Brennweiten und Blenden miteinander, um unterschiedliche Licht- und Motivszenarien zu meistern. 40, 20 und 8 Megapixel lösen die drei Kameras auf der Rückseite auf. In den meisten Fällen werden von der KI unterstützten Automatik Fotos mit 10 Megapixel ausgespielt.

Das Dreifach-Kamera-System des Mate 20 Pro.

Modern und schnell aufgeladen

Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku und gerade moderne Games mit detaillierter 3D-Grafik verbrauchen jede Menge Energie. Mit seinem 4200mAh starken Akku kommt man mit dem Huawei Mate 20 Pro locker durch den Tag und darüber hinaus. Richtig begeistern kann jedoch die SuperCharge-Technologie 2.0, erstmals sind extrem schnelle Ladevorgänge mit bis zu 40 Watt möglich. Im Test wurden 25 Prozent des Akkus in zehn Minuten und 70 Prozent in lediglich 30 Minuten aufgeladen. Die nächste Innovation wartet im Bereich der Wireless Quick Charge-Funktion. Diese unterstützt nicht nur kabelloses Laden von bis zu 15 Watt, sondern auch die weltweit erste Reverse Wireless Charging-Funktion. Mit der Rückseite des Telefons lassen sich alle Qi-fähigen Geräte aufladen, etwa auch Telefone anderer Hersteller wie zum Beispiel das neue iPhone XS. So lassen sich kurzfristige Energieprobleme der Geräte von Freunden buchstäblich im Handumdrehen lösen.

Das Huawei Mate 20 Pro ist ab sofort in Österreich in den Farben Twilight, Midnight Blue und Black zu einem unverbindlichen Richtpreis von 999 Euro erhältlich. Im Lieferumfang ist neben dem Smartphone auch ein ein Meter langes Ladekabel mit USB-C-Stecker, das Schnellladegerät mit maximal 40 W sowie Stereo-Kopfhörer, die optisch den Apple Earpods ähneln, enthalten. Huawei verbaut hier keine Klinkenbuchse mehr, legt jedoch einen Adapter bei, um analoge Kopfhörer anzuschließen. Bis zum 18. November erhält man bei teilnehmenden Partnern zusätzlich ein Huawei Wireless Quick Charge-Ladegerät und eine 128 GByte Huawei Nano Memory Card.

Fazit:

War schon das P20 Pro ein erstklassiges Smartphone, so holt Huawei nun erst wirklich aus mit einem Gerät, das die Messlatte in beinahe allen Bereichen deutlich höher legt. Die Hardware punktet in den Bereichen Fotografie, Sicherheit, Produktivität sowie Komfort und Design und vergisst auch den Entertainment-Bereich nicht. Der schnelle neue Prozessor gepaart mit der sehr hohen Akkulaufzeit sorgen dafür, dass man auch bei überdurchschnittlicher Benutzung locker durch den Tag kommt. Design und erstklassige Verarbeitung wissen zu gefallen, hier spielt man in einer Liga mit den Spitzen-Smartphones von Apple und Samsung und setzt sich mit sehr nützlichen Innovationen in einigen Punkten sogar klar an die Spitze. Der Preis des Geräts ist mit knapp 1000 Euro klar im höheren Bereich angesiedelt, ihr bekommt jedoch auch das derzeit beste Android-Gesamtpaket!

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