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Review: Hive

Hive (engl. Schwarm) ist ein abstraktes Strategiespiel für zwei Spieler von John Yianni, das 2001 bei Gen42 Games erschien und im deutschsprachigen Raum von Huch & friends vertrieben wird.

Jeder Spieler verfügt über die gleichen elf hexagonalen Spielsteine, die verschiedene Insekten zeigen und aus wertigem, schweren Kunststoff bestehen. Das Ziel des Spiels ist es, die Bienenkönigin des Gegners komplett einzukreisen. Das Besondere an Hive: Es gibt kein Spielbrett, eine flache Oberfläche reicht aus, auf der die Spielsteine platziert werden.

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Zu Beginn setzen die Spieler abwechselnd ihre Spielsteine ein, dabei darf ein neuer Stein nur neben einem eigenen eingesetzt werden. Spätestens der vierte Stein muss die Königin sein, danach hat ein Spieler in seinem Zug zwei Möglichkeiten: Entweder er setzt ein weiteres Insekt ein, oder er bewegt eines seiner bereits eingesetzten Insekten. Die wichtigste Regel: Alle eingesetzten Spielsteine müssen jederzeit eine durchgehende Fläche, den namensgebenden Schwarm, bilden. Würde ein Zug den Schwarm in mehrere Fragmente teilen, darf das Insekt nicht bewegt werden. Ist eine Bienenkönigin von sechs Steinen umgeben, ist das Spiel zu Ende und der andere Spieler gewinnt. Werden beide Königinnen gleichzeitig eingesperrt, so endet das Spiel in einem Unentschieden.

Die Insekten:

Die Bienenkönigin (1x): Darf genau ein Feld weit ziehen. Die Felder sind imaginäre, hexagonale Flächen rund um den Schwarm. Die Bewegung der Königin ist sehr eingeschränkt, aber mit gezielten Zügen kann man die Pläne des Gegners oft gut durchkreuzen.
Der Käfer (2x): Darf wie die Königin nur ein Feld weit ziehen, sich dabei aber auch auf einen anderen Spielstein bewegen und in späteren Spielzügen auf dem Schwarm umherziehen. Insekten unter dem Käfer dürfen sich nicht bewegen.
Die Spinne (2x): Darf sich genau drei Felder weit bewegen.
Der Grashüpfer (3x): Springt über einen oder mehrere Spielsteine in gerader Linie hinweg.
Die Ameise (3x): Darf beliebig viele Felder weit ziehen. Wohl der stärkste Spielstein.

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Erweiterungen:

Der Moskito (1x): Bewegt sich so wie eines der Insekten, die er berührt. Recht gut, da er oft als zusätzliche Ameise oder Assel fungiert.
Der Marienkäfer (1x): Bewegt sich genau drei Felder weit: Zwei Felder weit auf dem Schwarm und mit dem dritten wieder hinunter.
Die Assel (1x): Fährt genau ein Feld weit. Statt sich selbst zu bewegen, darf sie auch ein anderes, angrenzendes Insekt umsetzen, welches auf ein anderes, an die Assel grenzendes Feld platziert wird. Diese Fähigkeit ist recht stark und verändert (und verlängert) das Spiel beträchtlich, da man so zum Beispiel die eigene Königin aus einer verzwickten Situation befreien kann. Eine tolle Addition, wenn man das Grundspiel schon öfters gespielt hat und sich Abwechslung und neue Taktiken wünscht.

Neben der normalen Version gibt es zwei weitere, die allerdings beide derzeit leider vergriffen sind. Hive Carbon enthält Spielsteine in edler Schwarz-Weiß-Optik, während Hive Pocket kleinere Steine und die ersten beiden Erweiterungen bietet.

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Review Overview

Wertung - 9

9

Kurzweilige Insektenstrategie

Hive macht wirklich Spaß und kann durch die kurze Spieldauer (ca. 20 Minuten) und die gute Portabilität gut zwischendurch gespielt werden. Die schnellen Partien ermöglichen es auch, in kurzer Zeit neue Taktiken zu entdecken. Oft glaubt man, eine übermächtige Strategie entwickelt zu haben, welche dann eine Zeit lang dominiert, bis man wieder etwas Neues gefunden hat. Ein unkompliziertes Spiel, das viel Wiederspielwert bietet.

Genre: Abstraktes Strategiespiel
Spieleranzahl: 2
Verlag: Gen42 Games, Huch & friends
Erscheint: Erhältlich
Preis: ca. 20 Euro

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