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Review: Hitman: Agent 47

Super Mario Bros, Postal, Far Cry, Alone in the Dark und viele mehr. Die Liste der schlechten Videospielverfilmungen ist lang und deprimierend angesichts der faszinierenden Welten, in die uns diese Marken in ihren virtuellen Abenteuern entführen. Auch Hitman hat bereits einen (schlechten) Film auf dem Buckel, in dem Timothy Olyphant in die Rolle des erbarmungslosen Killers schlüpfte. Aus unerfindlichen Gründen entschied man sich, mit Hitman: Agent 47 einen Reboot ins Kino zu bringen. Das Bestreben einen guten Film zu drehen kann es jedenfalls nicht gewesen sein.

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Agent 47 (Rupert Friend) muss eine junge Frau namens Katia van Dees (Hannah Ware) und ihren Vater Dr. Litvenko (Ciaran Hinds), den Kopf hinter dem inzwischen eingestellten Agent-Programms, ausfindig machen. Litvenko wird wiederum vom bösen Syndicate-Konzern gesucht, um das Programm neu zu starten. Der Auftragskiller mit der roten Krawatte und dem schicken Barcode-Tattoo will wiederum genau dieses Vorhaben verhindern und auch Katia legt unerwartete übermenschliche Fähigkeiten an den Tag. Zudem gibt es da auch noch den undurchsichtigen John Smith (Zachary Quinto), der Katia seine Hilfe anbietet.

Obwohl der Plot an sich nicht besonders komplex wäre, ist der Film gefüllt mit unnötiger Exposition und ausgedehnten Erklärungen der langweiligen Hintergrundgeschichten von Katia und Agent 47. Zu allem Überfluss wird versucht, den genetisch designten Killer ohne einen Funken Menschlichkeit mit so etwas wie Charakterentwicklung auszustatten, die aber vollkommen unpassend und peinlich schlecht geschrieben ist. Die Dialoge sind oft wie aus einer unterirdisch schlechten Seifenoper und man freut sich schon auf die nächste Actionsequenz, um den Unsinn nicht länger ertragen zu müssen. Doch auch wenn es richtig zur Sache geht, wird der Film nicht unbedingt besser.

Denn leider funktionieren die Actionszenen ebensowenig. Im Videospiel ein Stratege, der jeden Schritt sorgfältig plant und die Umgebung zu seinem Vorteil nutzt, ballert sich Agent 47 hier lediglich von einem Setpiece zum nächsten. Es gibt einzig und allein eine Sequenz, in der er Katia die Kunst des Tötens mittels klug eingesetzter Maschinen in einer verlassenen Fabrik voller Feinde näherbringt. Das ist allerdings die einzige Ausnahme in einem langweiligen und mit offensichtlich künstlich aussehenden Computereffekten „aufgepeppten“ Blutbad.

Super Mario Bros, Postal, Far Cry, Alone in the Dark und viele mehr. Die Liste der schlechten Videospielverfilmungen ist lang und deprimierend angesichts der faszinierenden Welten, in die uns diese Marken in ihren virtuellen Abenteuern entführen. Auch Hitman hat bereits einen (schlechten) Film auf dem Buckel, in dem Timothy Olyphant in die Rolle des erbarmungslosen Killers schlüpfte. Aus unerfindlichen Gründen entschied man sich, mit Hitman: Agent 47 einen Reboot ins Kino zu bringen. Das Bestreben einen guten Film zu drehen kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Agent 47 (Rupert Friend) muss eine junge Frau namens Katia van Dees (Hannah Ware)…

Review Overview

Wertung - 2.5

2.5

Totaler Reinfall

Summary : Selbst wenn man sich Hitman: Agent 47 ohne Erwartungen ansieht wird man enttäuscht. Weder der miese Plot, der übrigens kaum etwas mit der Vorlage zu tun hat, noch die mit Zeitlupeneffekten durchsetzten Actionsequenzen sind auch nur im Ansatz unterhaltsam.

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Hitman: Agent 47 (2015)hitman-agent-47-poster
Regie:
Aleksander Bach
Drehbuch: Skip Woods, Michael Finch
Mit: Rupert Friend, Hannah Ware, Zachary Quinto, Thomas Kretschmann, Ciaran Hinds
Länge: 96 Minuten
Kinostart: 27.08.2015